Dreimal standen sich Wiesbadens und Stuttgarts Volleyballerinnen 2019 gegenüber. Dreimal hat Stuttgart gewonnen. Dreimal blieb der VC Wiesbaden chancenlos.

Viel Zeit zur Analyse bleibt den Spielerinnen des VC Wiesbaden und dem Trainerstab nicht. Dabei hatte es das kuriose Match gegen den SC Potsdam durchaus in sich: Die 1.407 Fans in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit sahen am frühen Mittwochabend erst zwei fulminante Sätze. Im dritten Satz rissen hingegen alle Fäden. (Wiesbaden lebt berichtete!)

„Ab dem dritten Satz hat uns die Annahme vor große Probleme gestellt. Die vielen direkten Annahmefehler haben sich schließlich im Angriff bemerkbar gemacht, was dort ebenso zu unnötig vielen Fehlern geführt hat.“

Christian Sossenheimer, VCW-Cheftrainer

Bereits am Donnerstagmorgen hatte VCWs Cheftrainer Christian Sossenheimer den Knackpunkt für die Niederlage gegen den Tabellenführer Potsdam ausfindig gemacht: Die Annahme war es und sie habe auf den Angriff abgefärbt. In der Tat fällt in der Statistik die Zahl der Angriffsfehler ins Auge. Machten die VCW-Angreiferinnen in den ersten beiden Sätzen insgesamt nur drei Fehler im Angriff, waren es am Ende des Spiels ganze 14. Für VCW-Neuzugang Julia Wenzel alles eine Sache der Konstanz.

„In den ersten beiden Sätzen haben wir stark aufgespielt und unseren Matchplan konzentriert durchgezogen. Dann ist die Konzentration verloren gegangen. Durch viele leichte Fehler Potsdam ins Spiel gebracht. Wenn wir aber in Stuttgart so spielen wie in den ersten beiden Sätzen, dann haben wir durchaus eine Chance.“

Julia Wenzel

Die Rollen im Vorfeld des Spiels sind trotzdem klar verteilt. Die Stuttgarterinnen haben ihre drei ersten Spiele in der Bundesliga souverän gewonnen. Nach einem 1:3 Auswärtssieg beim USC Münster und einem deutlichen 3:0 Heimerfolg gegen den Dresdner SC konnte sich der amtierende Meister am Mittwoch mit 0:3 bei NawaRo Straubing durchsetzen. Zurecht steht das Team von Cheftrainer Giannis Athanasopoulos nach drei Spieltagen an der Tabellenspitze. Im VBL-Supercup kassierten die Schwäbinnen am vergangenen Samstag hingegen eine 0:3 Niederlage gegen den letztjährigen Pokalsieger und Vizemeister SSC Palmberg Schwerin.

Dass wir unter schweren Bedingungen in Stuttgart immer für eine Überraschung sorgen können, haben wir die vergangenen Jahren gezeigt.“

Christian Sossenheimer, VCW-Cheftrainer

Stuttgart hat einen sehr breit aufgestellten und individuell hochkarätigen Kader. Natürlich wird es für Wiesbadens Volleyballerinnen am Samstag noch einmal ein Stück schwerer. In der Scharrena muss man sich aber keineswegs verstecken. Wir haben in den vergangenen Jahre, unter anderem im DVV-Pokal-Halbfinale 2017, gezeigt, dass wir auch in schwierigen Situationen gut aufspielen.. Damals ist der VCW trotz großer Verletzungssorgen mit einem 3:1 Auswärtssieg ins DVV-Pokalfinale eingezogen.

Ausblick

Für alle, die das Match nicht per Livestream, sondern hautnah in der SCHARRena erleben möchten, bietet der VC Wiesbaden eine Fanfahrt an. Anmeldungen sind noch bis Freitag um 12:00 Uhr möglich. Dazu genügt eine E-Mail an info@vc-wiesbaden.de mit dem Stichwort „VCW-Fanfahrt“.

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