Der Begriff Walpurgisnacht ist geläufig. Selbst wenn detailliertes Wissen fehlt, denken die meisten umgehend an Hexen, wollüstige Treffen mit Tanz und Gesang, Maifeuer, den Teufel und vielleicht auch Goethes Faust

Die Walpurgisnacht knüpft an etwa 1000 Jahre alte heidnische Traditionen an. Zu diesen Zeiten wurden auf dem Brocken im Harz Frühlingsfeste gefeiert, bei denen der höchsten Gottheit Wodan Blutopfer gebracht wurden. Der Name der Walpurgisnacht wurde etwas später durch die Heilige Walburga geprägt, die während des 8. Jahrhunderts als Äbtissin auf den britischen Inseln tätig war. Wirkliche Popularität erlangte die Benennung des Brauchtums allerdings erst im 18. Jahrhundert durch Johann Wolfgang von Goethes Werk „Faust“. Der bekannte Dichter schilderte die Walpurgisnacht als eine lüsterne Zusammenkunft von Hexen, die unter den wachsamen Augen des Leibhaftigen stattfindet. Es verwundert kaum, dass die Walpurgisnacht seitdem vermehrt die Phantasie der Menschen anregt.

Die moderne Walpurgisnacht

Die noch heute praktizierten bäuerlichen Maibräuche kann man als Erbe der Walpurgisnacht betrachten. Eine zentrale Rolle nimmt hierbei der Maibaum ein. Dieser ist ein Symbol für Fruchtbarkeit und die Verkörperung eines religiösen Mythos: des Weltenbaumes. Der Tanz um den Maibaum ist dementsprechend die wohl am weitesten verbreitete Tradition, die man auf die Walpurgisnacht zurückführen kann. Dorffeste in der Nacht zum 1. Mai sind meist sehr ausgelassen und von ausgeprägtem Alkoholkonsum geprägt – der eine oder andere Fruchtbarkeitsritus wird in solchen Nächten mit Sicherheit durchgeführt…

Auch andere Mai-Traditionen entstammen der Walpurgisnacht. Beispielsweise gibt es in einigen Gegenden den sogenannten Maisprung, bei dem verliebte Paare zusammen über ein Feuer springen. In Regionen Deutschlands, wie etwa der Eifel, Pfalz und dem Saarland, spielen die Kinder  harmlose Streiche. In Köln und der unmittelbaren Umgebung stellen verliebte Männer ihrer Angebeteten eine Birke vors Haus, die mit buntem Krepppapier geschmückt ist. Frauen, die man nicht mag, werden hingegen mit einem Baum überrascht, an dem Toilettenpapier hängt.

Wilder Hexentanz auf dem Brocken

Im Harz geht es in der Walpurgisnacht noch immer sehr traditionell zu. In mehr als zwanzig verschiedenen Orten verkleiden sich die Leute als Hexen und Teufel, um auf den Putz zu hauen. Die Spektakel, die in Orten wie Bad Grund, Clausthal-Zellerfeld, Ilsenburg und Stolberg veranstaltet werden, sind auch für Familien mit Kindern geeignet; in den späten Abendstunden wird es jedoch zunehmend wilder.

Gäste aus ganz Deutschland besuchen seit Jahren die zahlreichen Veranstaltungen im Harz. Von Wiesbaden zum Brocken sind es mit dem Auto ruind 350 Kilometer. Der 1. Mai ist in diesem Jahr günstig mit einem Wochenendausflug zu verbinden. Wer noch teilhaben möchte an einer möglichst authentischen Walpurgisnacht, der sollte die Zeit jetzt nutzen und genau Planen. Auf der Internetseite Harzinfo.de erfahren Sie alles, was sSie wissen müssen (pte).

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