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Stadt reduziert Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen

Das Umweltamt hat die Energie- und Treibhausgasbilanz für 2021 bis 2023 fortgeschrieben und zur präziseren Trenderfassung den Vergleich auf das Vor-Corona-Jahr 2019 ausgeweitet. Das Ergebnis zeigt: Der Energieverbrauch und die Treibhausgasemissionen gingen deutlich zurück.

Kyra Intelliana 3 Stunden vor 0

Das Umweltamt hat die Energie- und Treibhausgasbilanz für 2021 bis 2023 fortgeschrieben und zur präziseren Trenderfassung den Vergleich auf das Vor-Corona-Jahr 2019 ausgeweitet. Das Ergebnis zeigt: Der Energieverbrauch und die Treibhausgasemissionen gingen deutlich zurück.

Die Energie- und Treibhausgasbilanz der Landeshauptstadt Wiesbaden für die Jahre 2021 bis 2023 zeigt einen deutlichen Rückgang von Energieverbrauch und Emissionen im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019. 2023 lagen die Emissionen bei 2,25 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalenten und damit 19 Prozent unter dem Wert von 2019 (2,77 Millionen Tonnen). Allein gegenüber 2022 beträgt der Rückgang 9,4 Prozent. Bezogen auf das Referenzjahr 1990 wurden die Emissionen um 33 Prozent reduziert, die Pro-Kopf-Emissionen sanken sogar um 39 Prozent.

„Das ist eine gute Nachricht für den Klimaschutz und zeigt, dass die Anstrengungen von Stadt, Bürgerschaft und Unternehmen wirken“, betont Bürgermeisterin und Umweltdezernentin Christiane Hinninger. „Wenn wir diese Entwicklung nicht gefährden wollen, müssen wir auch bei der Wärmeversorgung der Gebäude verstärkt auf den Einsatz von Erneuerbaren Energien setzen. Das ist nicht nur gut für das Klima, das macht unsere Energieversorgung auch resilienter gegenüber geopolitischen Krisen, wie wir sie gerade schmerzlich miterleben.“

Die Analyse zeigt, dass rund zwei Drittel der Wärmeerzeugung in Wiesbadener Haushalten und in der Wirtschaft weiterhin auf Erdgas basieren. „Eine verlässliche, bezahlbare und vor allem mittelfristig klimaneutrale Wärmeversorgung muss auf allen politischen Ebenen, vom Bund bis hin zu den Kommunen, im Fokus bleiben“, fordert Hinninger. „Die Gesetzespläne der Bundesregierung erfüllen nichts davon. Die Menge der benötigten grünen Gase ist nicht gesichert, auf sie zu setzen treibt die Kunden in eine Kostenfalle und die Klimaneutralität im Gebäudesektor wird nicht erreicht.“

Zugleich verweist sie auf die Auswirkungen der Energiekrise 2022/23 mit stark gestiegenen Erdgaspreisen, die zu Einsparungen und Produktionsrückgängen führten. Die Wirtschaft trug mit einer Emissionsminderung von 29 Prozent überproportional zum Rückgang bei.

Wiesbaden arbeitet seit 2021 an einem kommunalen Wärmeplan, der gemäß der gesetzlichen Pflicht zur Jahresmitte veröffentlicht werden muss. Er legt Ausbaukorridore und Zeitrahmen für die Fernwärme sowie technische und wirtschaftliche Optionen für eine klimaneutrale Wärmeversorgung in allen Stadtteilen fest.

Eine zentrale Rolle spielt dabei der Ausbau erneuerbarer Energien. 2023 wurden im Stadtgebiet über 13 Megawatt Solarleistung neu installiert – ein dynamischer Zuwachs, der durch städtische Fördermittel unterstützt wurde.

Auch im Verkehr besteht Handlungsbedarf. Seit 2019 sanken die Emissionen im Verkehrsbereich um vier Prozent, unter anderem durch mehr Homeoffice, gewinnen jedoch im Verhältnis zu anderen Sektoren an Bedeutung. Zwar liegen die Zulassungszahlen für Elektrofahrzeuge über dem Landes- und Bundesdurchschnitt, der Bestand war bis Ende 2023 jedoch noch zu gering für spürbare Effekte: fossile Kraftstoffe dominieren weiterhin.

Gemeinsam mit der städtischen Nahverkehrsorganisation ESWE Verkehr treibt die Stadt daher eine nachhaltige Mobilität voran: den Ausbau des Radwegenetzes, zusätzliche Carsharing-Angebote, den Aufbau von Ladeinfrastruktur, das E-Mobility-Hub am Elsässer Platz, die schrittweise Elektrifizierung der Busflotte sowie die Stärkung des Fußverkehrs.

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