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Kostheimer Turm

Kostheimer Turm wird umgebaut und Aufenthaltsort

Der Kostheimer Turm wird jetzt neu gestaltet: Wiesbaden ordnet Wege, schafft Sitzplätze und öffnet den Blick auf den Main. Aus einem Aussichtspunkt entsteht ein lebendiger Treffpunkt im Regionalpark RheinMain – mit mehr Grün, mehr Raum und spürbar höherer Aufenthaltsqualität.

Grafik: Kathleen Rother Redaktion 2 Wochen vor 0

Der Kostheimer Turm bekommt neue Wege, mehr Sitzplätze und freien Blick auf den Main – ein Ort zum Bleiben.

Der am Kostheimer Turm steht, blickt längst nicht mehr nur in die Ferne – er gibt die Basis für eine Idee. Die Stadt Wiesbaden greift diesen Ort neu auf und beginnt, ihn sichtbar, zugänglich und lebendig zu verändern. Rund um den Aussichtspunkt starten Bauarbeiten, die mehr sind als eine Verschönerung: Sie erzählen davon, wie Stadt und Landschaft wieder enger zusammenrücken.

Ein Ort mit Geschichte – und neuen Perspektiven

Seit 2011 ragt der Aussichtsturm am Mainhafen über Kostheim hinaus. Er markierte damals den ersten Erlebnispunkt im Wiesbadener Abschnitt des Regionalparks RheinMain. Wer hinaufsteigt, erkennt schnell, warum: Der Blick schweift über die Mainschleusen, zieht weiter in Richtung Rheingau und bleibt doch immer am Fluss hängen. Genau hier setzt die Stdat an. Das Umfeld soll nicht länger nur Durchgang sein, sondern Ziel. Ein Ort, an dem man bleibt, sich trifft, innehält – und vielleicht auch einfach nur auf einer Bank sitzt und den Schiffen zusieht.

Wege ordnen, Räume öffnen

Die Pläne greifen bewusst in die Struktur ein. Wege werden neu geführt, Blickachsen geöffnet, das Gelände leicht modelliert. Das klingt technisch, verändert aber die Erfahrung vor Ort deutlich. Der Main rückt visuell näher heran, die Orientierung fällt leichter, und der Turm tritt stärker in den Mittelpunkt.

„Der Bereich wird künftig besser nutzbar, der Fluss stärker erlebbar“, sagt Umweltdezernentin Christiane Hinninger. Es ist ein Satz, der viel verspricht – und der sich an einem Ort messen lassen muss, der bislang eher zufällig funktioniert hat.

Mehr als ein Aussichtspunkt

Im Rahmen der Umbauarbeiten entstehen Sitzgelegenheiten, die nicht nur zum kurzen Verweilen einladen. Bänke, Liegen und Holzpodeste schaffen kleine Inseln, die den Raum gliedern. Wer möchte, kann hier Pause machen, lesen oder einfach den Blick treiben lassen.

Für Bewegung sorgt eine Holzkletterstruktur. Sie richtet sich vor allem an Familien und ergänzt das Angebot um eine spielerische Komponente. Der Kostheimer Turm wird damit nicht nur Ziel für Spaziergänger, sondern auch für kleine Entdecker.

Grün, das verbindet

Parallel dazu wächst das Gelände neu zusammen. Neun zusätzliche Bäume, Weidensträucher und Wiesenflächen binden den Bereich an den benachbarten Flößerpark an. Die Übergänge sollen weicher wirken, der Raum als Ganzes lesbar werden.

Es ist ein leiser Eingriff – keiner, der sich aufdrängt. Und doch verändert er das Gesamtbild: Aus einem einzelnen Aussichtspunkt wird ein zusammenhängender Aufenthaltsraum am Wasser.

Regionalpark als Rückgrat

Die Maßnahme fügt sich in ein größeres Gefüge ein. Der Regionalpark RheinMain, dem Wiesbaden seit 2007 angehört, verbindet heute mehr als 300 Erlebnispunkte. Er führt durch Kontraste, zwischen Industrie, Natur und Stadt.

Gerade deshalb gewinnt der Kostheimer Turm an Bedeutung. Er liegt an der Schnittstelle zweier Routen – ein Knotenpunkt, der künftig mehr leisten soll als Orientierung: Er soll Atmosphäre schaffen.

Investition in Aufenthaltsqualität

Rund 610.000 Euro investiert die Stadt in das Projekt, unterstützt von der Regionalpark Ballungsraum RheinMain GmbH mit 240.000 Euro. Eine Summe, die zeigt, dass Aufenthaltsqualität längst kein Nebenthema mehr ist, sondern Teil der Stadtentwicklung.

Wenn alles nach Plan läuft, enden die Bauarbeiten im Juni. Dann wird sich zeigen, ob der Kostheimer Turm tatsächlich das wird, was er verspricht: ein Ort, der nicht nur Aussicht bietet – sondern Aufenthalt.

Foto – Kostheimer Turm ©2026 KI-generiert

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