Mit „Stadtteilmusik“ rückt das Kulturamt Livemusik näher an Menschen und in ihre unmittelbare Nachbarschaft.
Die Stadt trägt Kultur dorthin, wo sie oft fehlt: in Höfe, auf Wiesen, in Gärten und kleine Säle. Mit dem neuen Förderformat Stadtteilmusik schafft das Kulturamt gezielt Räume , in denen dezentrale Kulturangebote und unmittelbare Begegnungen stattfinden können. Statt großer Bühnen zählen Nähe, Spontaneität und die direkte Ansprache des Publikums.
Wer ein Konzert im eigenen Hinterhof plant oder eine Lesung mit musikalischer Begleitung im Viertel organisiert, kann nun Unterstützung beantragen. Die Idee folgt einem klaren Impuls: Kultur soll sich bewegen, sie soll sich einmischen, sie soll im Alltag stattfinden.
Klare Regeln, viel Gestaltungsspielraum
Gefördert werden kleinere Veranstaltungen, die öffentlich zugänglich sind und bei denen das kulturelle Erlebnis im Mittelpunkt steht. Klassische Straßenfeste oder bestehende Formate bleiben außen vor. Ebenso schließt die Förderung Gastronomiebetriebe aus, die ohnehin regelmäßig Livemusik anbieten.
Dafür öffnet sich ein breites Feld für kreative Formate. Zwischen dem 1. Mai und dem 31. Oktober können Veranstalter ihre Ideen umsetzen – ob auf einer Wiese im Wohnblock oder in einem improvisierten Innenraum.
Förderung für professionelle Musik
Das Kulturamt übernimmt die Gagen der Musiker mit bis zu 250 Euro pro Person und Auftritt. Maximal fließen 1000 Euro pro Konzert. Voraussetzung: Die Künstler arbeiten professionell und bestreiten ihren Lebensunterhalt überwiegend mit Musik. Ergänzend kann eine Technikpauschale von bis zu 250 Euro gewährt werden.
Organisation, Bewerbung und Durchführung liegen jedoch vollständig bei den Antragstellenden. Sie kümmern sich um Technik, Genehmigungen und Infrastruktur – und gestalten damit ihr eigenes kulturelles Ereignis.
Begrenzte Mittel, schneller Zugang
Interessierte können ihre Anträge bis zum 31. August einreichen. Die Mittel sind begrenzt, die Stadt entscheidet nach Eingang. Pro Antrag ist nur eine Förderung möglich, ebenso pro Ensemble nur ein Auftritt im Rahmen von Stadtteilmusik. Damit setzt Wiesbaden auf Eigeninitiative – und auf die Kraft kleiner Formate, die große Wirkung entfalten können.
Symbolbild – Musiker erobern Stadträume. Hier beim Biebricher Höfest 2025.©2026 Volker Watschounek
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