Wiesbaden Tennis Open lässt Hoffnungen wachsen und platzen. Tag zwei brachte Spannung, Rückschläge und eine deutsche „Erfolgsgeschichte“.
Der zweite Tag im Hauptfeld der Wiesbaden Tennis Open (WTO) auf der Anlage T2 in Nordenstadt schrieb seine eigenen Geschichten. Nachdem am Montag einige deutschen Spielerinnen früh ausschieden, keimte Hoffnung auf. Einige kämpften sich im 32er-Feld eine Runde weiter – jedoch hielten nicht alle dem Druck stand.
Vor allem das Aus von Jule Niemeier schmerzte. Die deutsche Hoffnung lieferte sich mit der Österreicherin Grabher ein intensives Duell. Das Match hatte bereits am Dienstagabend an Fahrt aufgenommen, musste beim Stand von 1:1 jedoch unterbrochen werden. Als beide Spielerinnen am Mittwochmittag zurückkehrten, entwickelte sich ein Spiel mit Wendungen und spürbarer Nervosität.
Niemeier kämpft – und verliert
Niemeier hielt dagegen, variierte ihr Spiel und suchte den Weg nach vorn. Doch Grabher blieb vorne liegend stabil, nutzte ihre Chancen und setzte sich am Ende durch. Besonders in den entscheidenden Momenten wirkte die Österreicherin ruhiger. Niemeier hingegen ließ zu viele Möglichkeiten liegen und verlor mehrfach ihren Aufschlag.
Das Ergebnis spiegelte ein Spiel, das enger war, als es die Zahlen zeigen. Doch im Profitennis zählen die Punkte – und die machte Grabher.#
Brockmann sorgt für Lichtblick
Während Niemeier ausschied, setzte Tessa Brockmann auf dem Center-Court ein Zeichen. Sie gewann ihr Match gegen die favorisierte Maria Timofeeva in zwei umkämpften Sätzen und zog als erste deutsche Spielerin in die zweite Runde der WTO ein. Brockmann bewies Nervenstärke, kämpfte sich durch lange Rallyes und nutzte ihre Chancen im richtigen Moment.
Auch Anna-Lena Friedsam hielt die deutsche Fahne hoch. Sie drehte ihr Match nach verlorenem ersten Satz. Am Ende stand ein verdienter Dreisatzsieg – hart erarbeitet, taktisch klug umgesetzt. Friedsam zeigte, dass sie nicht nur über die Technik, sondern auch über die mentale Stabilität verfügt, Spiele zu drehen. Für das Turnier bedeutet das: Mit ihr bleibt eine deutsche Spielerin im Rennen, die weiß, wie man sich durch enge Matches kämpft. Emily Seibold hingegen musste sich deutlich geschlagen geben.
Volle Ränge, große Bühne
Turnierorganisator Rolf Schmidt zeigte sich am Abend dennoch zufrieden. „Die Anlage ist voll, die Zuschauer kommen, die Atmosphäre stimmt“, sagte er. Das Wetter spiele mit, nur der Wind erschwere mitunter das Spiel. Besonders wichtig bleibe für ihn die Stimmung – und die sei auf der Anlage spürbar.
Dass bekannte deutsche Namen früh ausschieden, bedauerte Schmidt. „Die Namen ziehen natürlich“, erklärte er. Doch zugleich betonte er, dass auch internationale Spielerinnen für hochklassiges Tennis sorgen.
Offenes Turnier bleibt spannend
Die WTO bleiben unberechenbar. Topgesetzte Spielerinnen scheitern, Außenseiterinnen nutzen ihre Chance. Genau das macht den Reiz des Turniers aus. Für die Zuschauer in Wiesbaden bedeutet das: weiter kommen, hinsetzen, zuschauen – und sich überraschen lassen.
| Spielerin 1 | Spielerin 2 | Ergebnis | Runde |
|---|---|---|---|
| 🌍 Falei A. | 🇩🇪 Friedsam A.-L. | 1:2 (6:3, 4:6, 5:7) | 1. Runde |
| 🇧🇪 Vandewinkel H. | 🌍 Andreeva E. | 0:2 (2:6, 0:6) | 1. Runde |
| 🇩🇪 Seibold E. | 🇬🇧 Jones F. | 0:2 (2:6, 1:6) | 1. Runde |
| 🇨🇿 Havlíčková L. | 🇱🇻 Semenistaja D. | 0:2 (4:6, 2:6) | 1. Runde |
| 🇦🇹 Grabher J. | 🇩🇪 Niemeier J. | 2:1 (4:6, 7:6, 6:3) | 1. Runde |
| 🇵🇱 Klimovičová L. | 🇦🇲 Avanesyan E. | 0:2 (2:6, 2:6) | 1. Runde |
| 🇺🇿 Timofeeva M. | 🇩🇪 Brockmann T. | 0:2 (5:7, 2:6) | 1. Runde |
Symbolbild ©2026 Volker Watschounek
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Die Internetseite der Wiesbaden Tennis Open finden Sie unter www.wiesbaden-tennis-open.de.



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