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Maikundgebung

DGB demonstriert am 1. Mai für soziale Gerechtigkeit

Zum 1. Mai 2026 ruft der DGB Wiesbaden auf den Kranzplatz. Unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ stehen soziale Gerechtigkeit, sichere Arbeit und faire Löhne im Mittelpunkt. Neben Reden gibt es ein Familienfest mit Musik, Infoständen und Programm.

Volker Watschounek 2 Tagen vor 0

Am 1. Mai ruft der DGB in Wiesbaden zur Kundgebung auf dem Kranzplatz auf. Im Fokus stehen Jobs, Löhne und soziale Sicherheit.

Die Bühne ist bereitet, die Botschaften sind klar, der Ton bleibt bestimmt: Am 1. Mai zieht es auch in Wiesbaden wieder Gewerkschafter auf die Straße. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und seine Mitgliedsgewerkschaften rufen zur traditionellen Kundgebung auf dem Kranzplatz – und setzen in diesem Jahr auf ein Motto, das wenig Interpretationsspielraum lässt: „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“.

Maikundgebung, kurz gefasst

Kundgebung –  Erst unsere Jobs, dann eure Profite
Wann: Sonntag, 1. Mai 2026, 11:00 Uhr
Wo: Kranzplatz, Kochbrunnenpl. 3, 65183 Wiesbaden

Was nach klassischer Maiparole klingt, trifft in diesem Frühjahr auf eine wirtschaftliche Lage, die viele Menschen zunehmend verunsichert. Steigende Preise, fragile Märkte, politische Spannungen – die Gegenwart verlangt Antworten. Und genau die wollen die Gewerkschaften lautstark einfordern.

„Die Beschäftigten halten den Laden am Laufen“

Sascha Schmidt, Vorsitzender des DGB Wiesbaden Rheingau-Taunus, findet deutliche Worte. Die wirtschaftliche Situation sei angespannt, viele Beschäftigte blickten mit Sorge auf ihre Zukunft. Doch er stellt klar: Die Verantwortung für Krisen liege nicht bei den Arbeitnehmern. „Sie sind es, die jeden Tag arbeiten und damit den Laden am Laufen halten“, so Schmidt.

Seine Forderung richtet sich vor allem an die Arbeitgeber: investieren, Arbeitsplätze sichern, Verantwortung übernehmen. Wer vom Standort profitiere, müsse sich auch zu ihm bekennen. Es ist ein Appell, der über Wiesbaden hinaus wirkt – und doch hier konkret wird.

Streitpunkt Sozialstaat

Besonders kritisch sieht der DGB die aktuellen Reformdebatten auf Bundesebene. Der Sozialstaat dürfe nicht zur Verhandlungsmasse werden, mahnt Schmidt. Wer ihn als Kostenproblem darstelle, greife zu kurz. Vielmehr gehe es um Verteilungsgerechtigkeit und solide Finanzierung.

Diese Debatte trifft einen Nerv. Denn während Mieten steigen, Energie teurer wird und auch der Weg zur Arbeit mehr kostet, wächst bei vielen das Gefühl, dass die Rechnung am Ende nicht mehr aufgeht. Genau hier setzt der 1. Mai an: als politisches Ventil – und als Signal.

Kranzplatz wird zum Treffpunkt

Um 11 Uhr beginnt die Kundgebung auf dem Kranzplatz. Neben Schmidt sprechen unter anderem Marion Hackenthal (IG BCE Rhein-Main), Bernd Meffert (ver.di) sowie Manon Tuckfeld von der GEW Wiesbaden.

Doch der Tag bleibt nicht nur politisch. Die Rolling-Stones-Coverband „Fingerprint File“ sorgt für musikalische Begleitung, dazu kommen Infostände, ein Familienprogramm und Verpflegung. Der 1. Mai zeigt sich damit einmal mehr als Mischung aus Protest und Begegnung.

Zwischen Protest und Perspektive

Der Tag der Arbeit bleibt ein Seismograf. Er misst Stimmungen, bündelt Forderungen, schafft Öffentlichkeit. In Wiesbaden wird er 2026 vor allem eines zeigen: dass viele Menschen nicht bereit sind, wirtschaftliche Unsicherheiten einfach hinzunehmen.

Oder, um es mit dem Motto zu sagen: Erst die Jobs – dann der Rest

Foto oben ©2021 Volker Watschounek

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Die Internetseite des DGB Wiesbaden finden Sie unter www.dgb.de.

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