Scherning setzt auf Konsequenz, Stehle bringt Tempo. Ein intensives Duell wartet in der BRITA Arena.
Der SV Wehen Wiesbaden steht vor einer der größten Aufgaben dieser Saison. Am 36. Spieltag empfängt das Team den Tabellenführer VfL Osnabrück in der BRITA Arena – und will dabei mehr als nur mithalten.
Zwischen Glaube und Konsequenz
Wiesbaden geht mit gemischten Gefühlen in diese Partie. Trainer Daniel Scherning blickt auf das Spiel gegen Aue zurück und erkennt ein Muster: Seine Mannschaft investiert viel, doch sie belohnt sich zu selten. Zweimal ging sie in Führung, ließ sich den Vorsprung aber wieder nehmen. Gerade Standardsituationen kippten zuletzt zu oft gegen Wiesbaden.
Scherning fordert daher mehr Konsequenz. Die Mannschaft soll an sich glauben, klarer handeln und die kleinen Momente wieder auf ihre Seite ziehen. Unter der Woche arbeitet das Team gezielt daran – und will am Sonntag zeigen, dass sich der Aufwand endlich auszahlt.
Hoffnungsträger kehrt zurück
Mit Simon Stehle kehrt ein Spieler zurück, der dem Angriff neue Dynamik geben soll. Scherning beschreibt ihn fast wie einen Neuzugang. Stehle bringt Tempo, sucht konsequent den Weg in die Tiefe und attackiert die letzte Linie. Genau diese Qualitäten haben Wiesbaden zuletzt gefehlt.
Seine Rückkehr könnte zum entscheidenden Faktor werden – gerade gegen eine Mannschaft, die defensiv kaum Schwächen zeigt. Schwächend dagegen dürfte sich die Gel-Rot Sperre von Niklas May auswirken.
Respekt vor einem starken Gegner
Osnabrück reist als Spitzenreiter an – stabil, effizient und abgeklärt. Scherning kennt den Verein gut, schließlich verdankt er ihm seinen Einstieg als Cheftrainer im Profifußball. Die emotionale Komponente spielt für ihn dennoch nur eine Nebenrolle.
Auf dem Platz zählt die Struktur: Osnabrück verteidigt diszipliniert, lässt kaum Chancen zu und schaltet nach Ballgewinnen schnell um. Für Wiesbaden bedeutet das: wach bleiben, Räume schließen und die wenigen eigenen Chancen konsequent nutzen.
Balance als Schlüssel
Der Matchplan steht. Wiesbaden will mutig angreifen, aber gleichzeitig stabil bleiben. Scherning spricht von Balance – zwischen Risiko und Absicherung. Seine Mannschaft muss Zweikämpfe gewinnen, Räume kontrollieren und vor allem das eigene Tor schützen.
Je länger das Spiel offen bleibt, desto größer werden die Chancen. Die Atmosphäre in der Arena dürfte ihr Übriges tun: Viele Gäste-Fans, viel Druck, viel Energie.
Ein besonderer Fußballnachmittag kündigt sich an – mit offenem Ausgang.
Archivfoto – Niklas May ©2026 Volker Watschounek
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