Neue Selbsthilfegruppe für Autoimmunerkrankungen bildet sich. Der Fokus liegt auf Austausch, Ernährung und Lebensqualität. Erster Termin ist Mitte Mai.
Wer mit einer Autoimmunerkrankung lebt, kennt das Gefühl: Der Körper spielt sein eigenes Spiel, und Antworten kommen oft nur zögerlich. Genau hier setzt eine neue Selbsthilfegruppe in Wiesbaden an. Am Mittwoch, 13. Mai, lädt sie erstmals zum offenen Gründungstreffen ein – und will einen Raum schaffen, in dem Zuhören wichtiger ist als Diagnosen.
Selbsthilfegruppen in Wiesbaden
Rund 100 Selbsthilfegruppen existieren bereits in Wiesbaden. Sie treffen sich regelmäßig, tauschen sich aus, organisieren sich selbst. Unterstützt werden sie durch die Selbsthilfekontaktstelle im Gesundheitsamt, die berät und vermittelt.
Selbsthilfe – Verzeichnis der Wiesbadener Selbsthilfegruppen
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Um 19 Uhr öffnen sich die Türen im Wiesbadener BürgerKolleg am Michelsberg 6. Interessierte und Betroffene treffen sich, lernen sich kennen, tauschen Erfahrungen aus. Eine kurze Anmeldung per E-Mail genügt, um dabei zu sein.
Wenn der Körper gegen sich selbst arbeitet
Autoimmunerkrankungen treten in vielen Formen auf. Mal greifen sie den Darm an, mal die Schilddrüse, mal das Nervensystem. Namen wie Multiple Sklerose, Morbus Crohn oder Hashimoto klingen medizinisch – doch dahinter stehen Menschen, die ihren Alltag neu sortieren müssen. Die neue Gruppe will genau dort ansetzen. Sie bringt Betroffene zusammen, die ähnliche Wege gehen. Sie hört zu, fragt nach, teilt Erfahrungen. Statt isoliert zu kämpfen, entsteht ein Gespräch auf Augenhöhe.
Austausch, der stärkt – und manchmal entlastet
Im Mittelpunkt steht der persönliche Austausch. Keine Vorträge, keine festen Programme, sondern Gespräche, die sich entwickeln dürfen. Wer kommt, bringt Fragen mit – und oft auch Antworten für andere. Ein Thema wird dabei besonders häufig auf den Tisch kommen: Ernährung. Was hilft? Was verschlechtert Symptome? Was funktioniert im Alltag? Die Gruppe will diese Fragen nicht dogmatisch beantworten, sondern gemeinsam erkunden.
Dabei geht es nicht nur um medizinische Aspekte. Es geht auch um Lebensqualität. Um das Gefühl, verstanden zu werden. Und manchmal auch um ein schlichtes „Mir geht es ähnlich“.
Symbolfoto ©2025 KI-generiert
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Erstveröffentlichung: 05.05.2026


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