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Stadt zieht positive Bilanz zum Digitalen Zwilling

Ein Jahr nach der Veröffentlichung des Digitalen Zwillings Wiesbaden zieht die Landeshauptstadt Wiesbaden eine positive Bilanz. Das virtuelle Abbild der Stadt hat sich zu einem wichtigen Werkzeug für Planung, Beteiligung und Information entwickelt und bietet damit konkreten Nutzen für Verwaltung, Politik und Stadtgesellschaft.

Kyra Intelliana 2 Stunden vor 0

Ein Jahr nach der Veröffentlichung des Digitalen Zwillings Wiesbaden zieht die Landeshauptstadt Wiesbaden eine positive Bilanz. Das virtuelle Abbild der Stadt hat sich zu einem wichtigen Werkzeug für Planung, Beteiligung und Information entwickelt und bietet damit konkreten Nutzen für Verwaltung, Politik und Stadtgesellschaft.

„Der Digitale Zwilling ist das digitale Nervensystem der Smart City. Er verknüpft Daten, schafft ein gemeinsames Lagebild und ermöglicht es Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Stadtgesellschaft auf einer gemeinsamen Wissensbasis zusammenzuarbeiten. Nach einem Jahr sehen wir deutlich: Wer Daten teilt und intelligent vernetzt, schafft die Grundlage für eine nachhaltigere und lebenswertere Stadt“, erklärt Smart-City-Dezernentin Maral Koohestanian.

Seit dem Start im Sommer 2025 wurde der Digitale Zwilling kontinuierlich erweitert. Neue Daten, Funktionen und Anwendungen machen städtische Entwicklungen konkret erlebbar: So liefern etwa Sensordaten zum Radverkehr erstmals detaillierte Einblicke in Nutzung und Wirkung neuer Infrastrukturmaßnahmen. Künftig können sich Bürgerinnen und Bürger zudem mithilfe von 360-Grad-Visualisierungen ein realistisches Bild geplanter Veränderungen machen, etwa bei der Umgestaltung der Schwalbacher Straße.

Langfristig soll der Digitale Zwilling dabei unterstützen, zentrale Fragen der Stadtentwicklung zu beantworten, etwa zur Verkehrsplanung, zu Klimafolgen oder zur Wirkung neuer Bauprojekte. Dafür werden schrittweise weitere Daten und Simulationsmodelle integriert.

Inzwischen bildet der Digitale Zwilling ein breites Spektrum städtischer Themen ab: von Basisdaten über Verkehr und Infrastruktur bis hin zu Umwelt, Klima und Energie. Auch soziale Aspekte, Bildung, Freizeit und Kultur sind integriert. Ergänzt wird das Angebot durch Inhalte zur Öffentlichkeitsbeteiligung sowie historische Pläne, die die Entwicklung der Stadt im Zeitverlauf nachvollziehbar machen. Diese thematische Vielfalt ermöglicht es, unterschiedliche Perspektiven auf die Stadt zusammenzuführen und komplexe Zusammenhänge sichtbar zu machen. Der Digitale Zwilling entwickelt sich damit zunehmend zu einer zentralen Plattform für Information, Planung und Beteiligung.

Auch kulturelle Inhalte sind inzwischen Teil des Digitalen Zwillings: Im Rahmen des Programms World Design Capital 2026 lassen sich Projekte digital erkunden. Ein neues Storytelling-Tool ermöglicht, komplexe Themen anschaulich und interaktiv zu vermitteln. Weitere digitale Touren, beispielsweise zur Stadtgeschichte oder zu Orten der Demokratie, sind in Vorbereitung.

Ein weiterer Fokus liegt auf der Beteiligung: Online-Beteiligungsverfahren der Stadt sind nun direkt im Digitalen Zwilling sichtbar. Bürgerinnen und Bürger können sich frühzeitig über Projekte informieren, den aktuellen Stand nachvollziehen und sich aktiv mit Rückmeldungen einbringen.

Darüber hinaus steht das Entwicklerteam für Gespräche mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung und ist auf größeren Festen der Stadt vertreten, wie etwa auf dem Theatrium 2026, dem Fahrradfest zum Abschluss der diesjährigen Stadtradeln-Kampagne oder dem Interkulturellen Sommerfest am Samstag, 29. August, auf dem Schlossplatz. Für Anregungen zur Weiterentwicklung steht das Entwicklerteam auch jederzeit per E-Mail zur Verfügung: zwillingwiesbadende.

Der Digitale Zwilling Wiesbaden wird innerhalb der Wiesbadener Verwaltung bereichsübergreifend entwickelt und beruht auf einer Kooperation der Wiesbadener Stadtvermessung im Tiefbau- und Vermessungsamt und dem Referat für Smart City sowie auf der Mitwirkung mehrerer Fachbereiche der Stadtverwaltung.

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