Am Biebricher Rheinufer laden neue Sitzstufen jetzt zum Verweilen ein – mit direktem Blick aufs Wasser.
Das Biebricher Rheinufer hat einen neuen Anziehungspunkt. Mit der offiziellen Einweihung der neuen Sitzstufen auf den Rheinwiesen hat Wiesbaden am Freitag ein weiteres Projekt zur Aufwertung des Wiesbadener Rheinufers abgeschlossen. Die Anlage soll Besuchern künftig ermöglichen, den Fluss unmittelbarer zu erleben – mit freiem Blick auf den Rhein, vorbeiziehende Schiffe und die wechselnden Wasserstände.
Büergerwunsch entsprochen
Die Sitzstufen entstanden direkt an der Uferböschung und ergänzen die bereits vorhandenen Aufenthaltsangebote entlang des beliebten Naherholungsgebiets. Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende sprach bei der Einweihung von einem Projekt, das einen vielfach geäußerten Wunsch der Bürger aufgreife. „Mit dem Projekt wird ein Wunsch der Bürger nach zusätzlichen Sitzmöglichkeiten mit freiem Blick auf den Rhein erfüllt“, sagte Mende.
Direkter Kontakt zum Fluss
Anders als klassische Sitzbänke bringen die Stufen Besucher näher an das Wasser heran. Wer Platz nimmt, erlebt die Dynamik des Flusses unmittelbar: vorbeifahrende Frachtschiffe, Wellenbewegungen und die Strömung des Rheins rücken in den Mittelpunkt.
Die Umsetzung stellte die Planer allerdings vor Herausforderungen. Das Biebricher Rheinufer liegt im Überschwemmungsgebiet des Rheins. Mehrmals im Jahr tritt der Fluss über die Ufer. Deshalb entschieden sich die Verantwortlichen für eine zurückhaltende Bauweise. Die Sitzstufen wurden als behutsame Einschnitte in die bestehende Uferböschung integriert und fügen sich unauffällig in die Landschaft ein.
Teil des Rhein.Main.Ufer-Konzepts
Gefördert wurde das Projekt von der Regionalpark Ballungsraum RheinMain GmbH. Deren Geschäftsführer Kjell Schmidt sieht in der Anlage einen weiteren wichtigen Baustein entlang der Regionalparkroute Leinpfad. Ziel sei es gewesen, einen besonderen Aufenthaltsort direkt am Wasser zu schaffen.
Auch aus Sicht des Stadtplanungsamtes passt das Projekt in eine größere Strategie. „Wir freuen uns besonders, dass mit den Sitzstufen eine weitere Maßnahme aus dem Rhein.Main.Ufer-Konzept realisiert werden konnte“, betonte Amtsleiter Camillo Huber-Braun. Das Konzept umfasst insgesamt 126 Maßnahmen, die das Wiesbadener Rheinufer langfristig attraktiver machen sollen.
Mehr Schatten und bessere Zugänglichkeit
Neben den Sitzstufen wurden auf den Rheinwiesen zwei neue Bäume gepflanzt. Sie sollen künftig Schatten spenden und gleichzeitig zur Verjüngung des teilweise überalterten Baumbestands beitragen. Die Pflanzungen wurden über das Bundesförderprogramm Natürlicher Klimaschutz in Kommunen unterstützt.
Besonderes Augenmerk legten die Planer außerdem auf die Zugänglichkeit. Eine der Sitzstufen verfügt über eine barrierearme Zuwegung und einen erweiterten Stellbereich. Dadurch können auch Menschen mit Rollator, Rollstuhl oder Kinderwagen den neuen Aufenthaltsort problemlos nutzen.
Für Verkehrsdezernent Andreas Kowol ist die Maßnahme Teil einer größeren Entwicklung entlang des Rheins. Gemeinsam mit dem neuen Radweg zwischen Schierstein und Biebrich sowie der Freizeitanlage unter der Schiersteiner Brücke entstehe am Biebricher Rheinufer ein Naherholungsraum mit hoher Aufenthaltsqualität – direkt am Wasser und mitten in der Stadt.




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