Der Regierungschef lobte das außerordentliche gesellschaftliche Engagement Meyers für den deutsch-jüdischen Turn- und Sportverein Makkabi Frankfurt sowie seinen weitreichenden Einsatz in der jüdischen Gemeinde. Rhein sagte am Dienstag beim Festakt in Frankfurt: „Alon Meyer ist ein unermüdlicher Kämpfer für Toleranz und Zusammenhalt und für eine starke Demokratie. Er beweist immer wieder, dass Sport Nähe schafft und dass Begegnung das beste Mittel gegen Vorurteile ist. Alon Meyer hat dem jüdischen Sport vor allem in Deutschland Sichtbarkeit, eine starke Stimme und neues Selbstbewusstsein gegeben.“
Seit 1995 ist Alon Meyer Vorstandsmitglied des von seinem Vater 1965 gegründeten Ortsverein TuS Makkabi Frankfurt. Der ist mit mehr als 4.000 Mitgliedern und 27 Abteilungen der mitgliederstärkste und spartenreichste Ortsverein im Dachverband Makkabi Deutschland, der gut 5.000 Mitglieder aus 87 Nationen und zwölf Religionen zählt. Zwischen 80 und 90 Prozent der Vereinsmitglieder sind nicht-jüdisch. Seit 2007 ist Meyer zudem Vereinspräsident des TuS Makkabi Frankfurt, seit 2013 setzt er Akzente als Präsident des Dachverbands Makkabi Deutschland und Mitglied des sich 2023 gebildeten verbandsinternen Arbeitskreises „Gegen Gewalt im Sport“. Als Präsident richtete Meyer 2015 das größte jüdische Sportfest Europas, die European Maccabi Games, aus, das erstmalig in Deutschland stattfand.
Gegen Antisemitismus und Diskriminierung
Ministerpräsident Rhein würdigte das umfassende Engagement Meyers und sagte: „Alon Meyer engagiert sich seit Jahrzehnten gegen Rassismus und setzt sich mit großer persönlicher Überzeugungskraft und starker öffentlicher Sichtbarkeit dafür ein, dass Antisemitismus und Diskriminierung im Sport und in der Gesellschaft keinen Platz haben. Sein Einsatz bereicherte den TuS Makkabi und die deutsche Sportlandschaft.“ Alon Meyer habe in verschiedenen Funktionen im Sportverein Makkabi zahlreiche Projekte initiiert. Dazu zähle auch die Wanderausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung“, die an deutsch-jüdische Sportstars erinnert. Die Ausstellung wird seit zehn Jahren in mehr als 40 Städten präsentiert; sie wurde gemeinsam mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der DFB-Kulturstiftung als Projekt deutsch-jüdischer Erinnerungskultur initiiert. Außerdem hat Alon Meyer nach den Worten des Regierungschefs 2020 mit dem Zentralrat der Juden das Projekt „Zusammen1“ auf den Weg gebracht, ein etabliertes Bildungs- und Präventionsprojekt gegen Antisemitismus und Diskriminierung im organisierten Sport.
Engagement für die jüdische Gemeinde
Der Ministerpräsident verwies zudem auf das facettenreiche Engagement Meyers für die jüdische Gemeinde. Seit 2004 ist Meyer Mitglied im Gemeinderat der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main. Seit 2015 vertritt er zudem die Gemeinde als Delegierter bei der Ratstagung des Zentralrats der Juden in Deutschland. Seit 2023 bringt er seine Erfahrungen und Perspektiven darüber hinaus als Kuratoriumsmitglied im Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in das Gremium ein. Rhein sagte: „Alon Meyer engagiert sich mit großem Einsatz für die jüdische Gemeinde und leistet damit einen wichtigen Beitrag für ein friedvolles gesellschaftliches Zusammenleben, auch über das Land Hessen hinaus. Für sein unermüdliches Engagement, seine Klarheit, seinen Mut und seinen Dienst an unserem Gemeinwesen wird er von der Bundesrepublik Deutschland mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens ausgezeichnet.“





