Bei einer besonderen Deponieführung zeigen die ELW, warum Wiesbadens Deponie heute auch ein Refugium für seltene Tiere ist.
Wer an eine Deponie denkt, hat meist Müllfahrzeuge, Container und technische Anlagen vor Augen. Dass sich auf dem Gelände zugleich ein bemerkenswerter Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen entwickelt hat, können Interessierte am Samstag, 13. Juni, bei einer besonderen Deponieführung der ELW erleben.
Deponie Dyckerhoffbruch, kurz gefasst
Führung – Deponieführung im Rahmmen der Woche der Biologischen Vielfalt
Teilnahme: frei
Wann: Samstag, 13. September 2026, 11:00 Uhr
Wo: Deponie Dyckerhoffbruch, Deponiestraße 15, Wiesbaden
Im Rahmen der Woche der Biologischen Vielfalt öffnen die Entsorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden um 11 Uhr ihre Tore für einen Blick hinter die Kulissen. Dabei steht nicht die Abfallentsorgung im Mittelpunkt, sondern die Natur, die sich auf und rund um die Deponie angesiedelt hat.
Was früher vielerorts kritisch betrachtet wurde, hat sich in Wiesbaden zu einem Ort entwickelt, an dem Naturschutz und technische Infrastruktur nebeneinander bestehen. Begrünte Deponieabschnitte und gezielt angelegte Ausgleichsflächen schaffen Rückzugsräume für zahlreiche Tierarten.
Heimat für Weißstorch, Eisvogel und Nachtigall
Mehr als 50 Vogelarten finden auf dem Gelände geeignete Lebensbedingungen. Dazu zählen unter anderem Weißstorch, Graureiher, Schwarzmilan, Habicht, Mäusebussard, Pirol und Nachtigall. Besonders bemerkenswert: Zwölf der nachgewiesenen Vogelarten stehen auf der Roten Liste der in Hessen bedrohten Brutvögel.
Für Arten wie Schwarzkehlchen, Steinschmätzer oder Eisvogel wurden teilweise sogar gezielt Lebensräume geschaffen. Besucher erhalten während der Führung Einblicke in die Maßnahmen, mit denen die biologische Vielfalt gefördert wird.
Neue Biotope auf 1,8 Hektar
Östlich der jüngsten Deponieerweiterung entstanden auf rund 1,8 Hektar zusätzliche Biotopflächen. Steinhaufen, Sandbereiche und Totholz bieten ideale Bedingungen für Reptilien wie die Zauneidechse. Daneben entwickelt sich eine artenreiche Magerwiese, die zahlreichen Schmetterlingen und anderen Insekten Nahrung und Lebensraum bietet.
Die Führung macht deutlich, wie moderne Deponien heute nicht nur Ressourcen managen, sondern auch einen Beitrag zum Naturschutz leisten können.
Die Teilnahme an der Deponieführung ist kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.
Foto – Deponie Dykerhoffbruch ©2018 Birgit-Glindmeier
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Gleich anmelden zur Deponieführung.
Weitere Informationen zu den Wochen der Bologischen Vielfalt in Wiesbaden.




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