Der Magistrat Wiesbaden trifft sich erstmals in neuer Besetzung. Oberbürgermeister Mende setzt auf Zusammenarbeit und klare Entscheidungen.
Wenn sich dienstags im Rathaus die Türen schließen, beginnt in Wiesbaden ein politischer Alltag, der selten laut, aber oft entscheidend ist. Der Magistrat, das operative Herz der Stadtverwaltung, kam heute, am 5. Mi, erstmals in neuer Besetzung zusammen. Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende begrüßte die frisch gewählten Mitglieder – und machte gleich deutlich, worauf es ankommen soll: Zusammenarbeit statt Profilierung, Entscheidungen statt Verzögerung.
Mitglieder im haupamtlichen Magistrat
Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende, Bürgermeisterin Christiane Hinninger, Hendrik Schmehl, Dezernent für Finanzen, Schule und Kultur, Milena Löbcke, Dezernentin für Integration und Recht, Gesundheit und Tierschutz, Andreas Kowol, Dezernent für Bauen und Verkehr, Dr. Patricia Becher, Dezernentin für Soziales, Bildung und Wohnen, sowie Maral Koohestanian, Dezernentin für Smart City, Europa und Ordnung.
Ein Gremium, das lenkt und umsetzt
Der Magistrat wirkt im Hintergrund – und gerade deshalb so nachhaltig. Hier laufen die Fäden zusammen: Das Gremium bereitet Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung vor, setzt sie um und entscheidet über laufende Verwaltungsfragen. Woche für Woche, meist dienstags, strukturiert es die Geschicke der Stadt.
Mende beschreibt den Magistrat bewusst als Kollegialorgan. Ein Begriff, der mehr verspricht als bloße Zusammenarbeit. Er meint Vertrauen, Diskussion – und am Ende oft Einigkeit. Nicht immer spektakulär, aber effizient. Dass viele Entscheidungen einstimmig fallen, wertet der Oberbürgermeister als Zeichen eines funktionierenden politischen Klimas.
Neue Gesichter, bekannte Aufgaben
Gewählt wurden die neuen Mitglieder bereits Ende April. Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit. Im hauptamtlichen Magistrat sitzen neben Mende unter anderem Bürgermeisterin Christiane Hinninger sowie mehrere Dezernentinnen und Dezernenten, die zentrale Ressorts verantworten: Finanzen, Kultur, Integration, Bauen oder Soziales.
Die Themenliste liest sich wie ein Querschnitt durch den Alltag einer wachsenden Stadt: Schulen, Verkehr, Wohnen, Digitalisierung. Wer hier entscheidet, greift direkt in das Leben der Bürgerinnen und Bürger ein – manchmal sichtbar, oft leise.
Ehrenamt mit politischem Gewicht
Neben den hauptamtlichen Mitgliedern gehört auch der Ehren-Magistrat zum Gremium. Eine Konstellation, die in der Kommunalpolitik eine besondere Rolle spielt. Ehrenamtliche Magistratsmitglieder bringen politische Perspektiven ein, ohne selbst ein Dezernat zu führen. Sie diskutieren, bewerten, stimmen ab – und sorgen so für zusätzliche Breite in den Entscheidungen.
Mitglieder im ehrenamtlichen Magistrat
Astrid Wallmann, Dr. Bernd Wittkowski, Irmtraut Salzmann, Eberhard Seidensticker, Joachim Tobschall, Helga Tomaschky-Fritz, Birgit Neumann, Alexander Hofmann, Ulla Bai, David Geisberger, Robert Lambrou, Monika Giesa, Bodo Kaffenberger, Katinka Bouffier, Christiene Jouaux-Frönd und Eugen Appelhans.
Diese Mischung aus Verwaltung und politischer Kontrolle macht den Magistrat zu einem Ort, an dem sich Praxis und Perspektive begegnen. Oder, weniger pathetisch gesagt: Hier trifft Verwaltung auf Wirklichkeit.
Zwischen Routine und Verantwortung
Der Start in die neue Amtszeit wirkt unspektakulär – und genau darin liegt seine Stärke. Keine großen Gesten, keine schnellen Versprechen. Stattdessen ein Satz des Oberbürgermeisters, der hängen bleibt: Man wolle „konstruktiv zusammenarbeiten“.
Und die entstehen, zumindest in Wiesbaden, dienstags hinter verschlossenen Türen.
Foto – Magistrat der LH Wiesbaden (v.l.n.r. v.u.n.o. Milena Löbke, Andreas Kowol, Christiane Hinninger, Dr, Patricia becher, OB Gert-Uwe Mende, Hendrik Schmehl, Maral Koohestanian, Bodo Kaffenberger, Eugen Appelhans, Ulla Bai, David Geisberger, Christiene Jouaux-Frönd, Joachim Tobschall, Katinka Bouffier, Dr. Bernd Wittkowski, Eberhard Seidensticker, Irmtraut Salzmann, Astrid Wallmann, Alexander Hofmann, Robert Lambrou, Monika Giesa) ©2025 LH Wiesbaden
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