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Im Bild von links nach Rechts: LAILA STIELER, Tahera Ameer, Melvina Kotios, Lesepatin Trang Le Hong, Schauspieler Şahin Eryılmaz, Lesepate: Schauspieler Samir Salim, Lesepatin: Schauspielerin Abak Safaei-Rad

Krimi trifft Realität: Diskussion zu „Tatort rechtsaußen“

Beim Deutschen Fernsehkrimi Festival trifft Fiktion auf Realität: In Wiesbaden diskutieren am 7. Mai Filmschaffende über Rechtsextremismus im Krimi. Dazu präsentieren Nachwuchsautor*innen ihre Ideen im Drehbuchwettbewerb „Tatort rechtsaußen“ – mutig, unbequem und aktueller denn je.

Volker Watschounek 2 Wochen vor 0

Krimis können mehr als Spannung. Beim Deutschen Fernsehkrimi Festival diskutiert Wiesbaden, wie Filme auf Rechtsextremismus reagieren.

Krimis lieben klare Fronten. Gut gegen Böse, Ermittler gegen Täter. Doch die Realität spielt selten so sauber. Genau dort setzt das Deutsche Fernsehkrimi Festival an – und bringt mit „Tatort rechtsaußen“ eine Debatte auf die Bühne, die brennt.

22. Deutsches Fernsehkrimi Festival, kurz gefasst

Festival – Gesprächsrunde und <drehbuchwettbewerb
Eintritt: frei
Wann: Donnerstag, 7. Mai, 18:00 Uhr
Wo: Caligari Filmbühne, Marktplatz 9, 65183 Wiesabden

Am Donnerstag, 7. Mai, verwandelt sich die Caligari FilmBühne in einen Ort, an dem nicht nur Fälle gelöst, sondern Fragen gestellt werden. Große Fragen. Unbequeme Fragen. Und vor allem: notwendige Fragen.

Wenn Realität ins Drehbuch drängt

Rechtsextremismus wächst, verändert sich, sucht neue Wege – und drängt längst in digitale Räume und Alltagskulturen. Die Filmwelt steht damit vor einer Herausforderung: Wie erzählt man davon, ohne in Klischees zu verfallen? Wie zeigt man Gewalt, ohne sie zu reproduzieren? Und wie viel Mut erlaubt ein System, das oft auf Quote statt Risiko setzt?

Hier diskutieren keine Statisten, sondern Stimmen mit Gewicht:
Tahera Ameer bringt Perspektiven aus der Praxis ein,
Laila Stieler weiß, wie Geschichten wirken,
und Melvina Kotios kennt die Mechanismen hinter den Kulissen.

Kurz gesagt: Hier trifft Haltung auf Handwerk.

Nachwuchs, der nicht schweigt

Nach der Debatte wird es konkret. Sehr konkret. Über 60 Autorinnen haben Ideen eingereicht – ein Rekord. Vier davon schaffen es auf die Bühne. Schauspielerinnen lesen, Autor*innen zittern, das Publikum hört zu. Die Themen? Rechte Gewalt, digitale Radikalisierung, Angriffe auf queere und obdachlose Menschen. Kein Stoff für leichte Unterhaltung – aber genau das ist der Punkt. Denn der Drehbuchwettbewerb „Tatort rechtsaußen“ will nicht beruhigen. Er will aufrütteln. Und vielleicht auch ein bisschen provozieren.

Wiesbaden als Denkraum

Zwischen Film, Realität und Publikum entsteht ein Abend, der mehr ist als ein Programmpunkt. Oder anders gesagt: Wer nur einen Krimi erwartet, wird überrascht. Wer zuhört, nimmt mehr mit als eine gute Story. Und wer schreibt, könnte am Ende gewinnen. Die Auszeichnung folgt einen Tag später – beim Deutschen FernsehKrimi-Preis.

Foto – Zusammenstelllung Wiesbaden lebt! ©2026 Peter van Heesen/Andreas Höfer/Jason Sellers

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Erstveröffentlichung: 06.05.2026
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