Während der Sommerferien werben im Freibad Kleinfeldchen so genannte „Awareness-Teams“ für einen respektvollen Umgang von Badegästen untereinander. Sie sind zugleich Ansprechpersonen für die Kampagne „Luisa ist hier“, mit der Frauen diskrete und niedrigschwellige Unterstützung bekommen, wenn sie in eine unangenehme oder bedrohliche Situation kommen.
Die Teams des Vereins Mobile Jugendarbeit (MOJA) sind durch weiße T-Shirts sowie lila Westen erkennbar. Sie waren erstmals am letzten Juni-Wochenende im Einsatz und sind nun an allen Wochenenden bis einschließlich Sonntag, 9. August, jeweils von 12 bis 18 Uhr im Freibad Kleinfeldchen unterwegs.
Ob verbale Grenzüberschreitungen oder andere übergriffige Situationen – die Awareness-Teams sind vor Ort ansprechbar und informieren über eine respektvolle und gleichberechtigte Schwimmbad- und Freizeitkultur. Sie informieren auch über die bundesweite Kampagne „Luisa ist hier!“, die in Wiesbaden vom Kommunalen Frauenreferat koordiniert wird. Seit Mai beteiligt sich der städtische Bäderbetrieb mattiaqua, zu dem das Freibad Kleinfeldchen gehört, an der Kampagne. Wer sich mit der Frage „Ist Luisa hier?“ an Mitarbeitende von Mattiaqua wendet, erhält Unterstützung. Die Mitarbeitenden von mattiaqua sind für solche Fälle geschult und können Hilfe anbieten.
Thomas Baum, Betriebsleiter von mattiaqua, sagt: „Uns ist wichtig, dass unser Schwimmbad ein sicherer Ort für alle ist. Dass wir die Awareness-Teams einsetzen und bei der Kampagne „Luisa ist hier!“ mitmachen, ist kein Anlass zur Sorge. Im Gegenteil: Beides ist als Gütesiegel zu verstehen und macht deutlich, dass es bei mattiaqua keinen Platz für sexistisches oder übergriffiges Verhalten gibt.“
Carolin Rauscher, Referentin im Kommunalen Frauenreferat, ergänzt: „Mit der Umsetzung der Kampagne ‚Luisa ist hier‘ bei mattiaqua setzen wir ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und machen öffentliche Räume sicherer.“




