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Fassasntcih durch Colonel Ringo Middles.

Fassanstich läutet Freudnschaftsfest auf dem Hainerberg ein

Mit zwei Hammerschlägen hat Colonel Ringo Middles das deutsch-amerikanische Freundschaftsfest auf dem Hainerberg eröffnet. Gemeinsam mit Brigadegeneral Steven Carpenter und Oberbürgermeister Gerd-Uwe Mende fiel der Startschuss für mehrere Tage voller Begegnungen, Musik, Fahrgeschäfte und amerikanischer Gastfreundschaft.

Volker Watschounek 2 Stunden vor 0

Zwei Hammerschlägen brauchte Colonel Ringo Middles bis das Bier sprudelte. Alle Infos zum deutsch-amerikanische Freundschaftsfest.

Es dauerte nur wenige Sekunden, dann war das Ritual vollbracht. Colonel Ringo Middles setzte den eigens mitgebrachten Holzhammer an, und schlug den Messinghahn mit einem kräftigen und einem zweiten absichernden fragenden Schlag ins Fass und eröffnete damit das deutsch-amerikanische Freundschaftsfest auf dem Hainerberg.

Ein neues Gesicht beim traditionellen Ritual

Für Colonel Ringo Middles war der Fassanstich eine Premiere. Erst seit wenigen Wochen steht er an der Spitze der U.S. Army Garrison Wiesbaden. Entsprechend aufmerksam verfolgte Brigadegeneral Steven Carpenter jeden Handgriff. Der Kommandeur des Multi-Domain Command Europe kennt die Tradition aus seiner Zeit im bayerischen Grafenwöhr. Dort hatte er selbst bereits mehrfach den Fassanstich vollzogen – und, wie er augenzwinkernd verriet, zuletzt mit nur einem einzigen Hammerschlag geschafft.

Vor dem großen Moment erklärte Carpenter Colonel Ringo Middles noch einmal das Vorgehen, richtete den Hahn aus und bereitete das Fass vor. Nach dem erfolgreichen Fassanstich gratulierte er Middles herzlich. Der ließ sich nicht lange bitten und zapfte anschließend die ersten Maß Bier selbst.

Ein Fest der Partnerschaft

Zuvor hatte Colonel Middles die Besucher auf Deutsch und Englisch begrüßt. Familien, Freunde, Soldaten und Wiesbadener seien zusammengekommen, um nicht nur ein Volksfest zu feiern, sondern auch die enge Verbindung zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten sichtbar zu machen.

Dieses Fest ist Ausdruck einer Freundschaft, die über viele Jahrzehnte gewachsen ist und die auch in Zukunft fortbestehen wird“, sagte der Garnisonskommandeur. Sein Dank galt der Landeshauptstadt Wiesbaden, dem Polizeipräsidium Westhessen, den Rettungskräften und den zahlreichen Helfern, die gemeinsam für einen sicheren Ablauf sorgen. Wir haben Hand in Hand gearbeitet, um allen ein ausgelassenes, aber sicheres Fest zu ermöglichen.

Besonders hob Middles das Organisationsteam sowie die zahlreichen Ehrenamtlichen hervor. Ohne sie wäre das Fest nicht denkbar. Das deutsch-amerikanische Freundschaftsfest sei jedes Jahr die Gelegenheit, die Tore der Garnison zu öffnen und den Menschen amerikanische Gastfreundschaft näherzubringen.

In diesem Jahr erhält das Fest zusätzlich eine besondere Bedeutung. Die Vereinigten Staaten feiern ihren 250. Geburtstag.Wir sind zwei Nationen und ein Team, sagte Middles und schloss seine Rede mit einem deutsch-amerikanischen Wunsch, der bestens zum Anlass passte:Ein Prosit der Gemütlichkeit.

Freundschaft in bewegten Zeiten

Auch Oberbürgermeister Gerd-Uwe Mende stellte die Bedeutung des Festes heraus. Das deutsch-amerikanische Freundschaftsfest habe längst seinen festen Platz im Veranstaltungskalender der Landeshauptstadt gefunden. Jahr für Jahr bringe es Menschen beider Nationen zusammen.

Gerade in diesen etwas schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass wir die Freundschaft zwischen unseren Nationen ausdrücken“, sagte Mende. Das Fest ermögliche Begegnungen auf Augenhöhe – nicht zwischen Regierungen oder Institutionen, sondern zwischen Bürgerinnen und Bürgern.

Zugleich hieß der Oberbürgermeister den neuen Garnisonskommandeur offiziell willkommen. Er freue sich auf die Zusammenarbeit und hoffe, dass sich Middles und seine Familie in Wiesbaden schnell zuhause fühlen würden.

Neuer Festplatz, neue Attraktionen

Nicht nur auf der Bühne hat sich etwas verändert. Festmeister Alexander Schramm hat den Festplatz in diesem Jahr umfassend neu struktirert. Mehrere Fahrgeschäfte feiern Premiere, darunter der Avenger, der High Impress sowie eine Familienachterbahn und ein neues 7D-Kino. Erstmals gibt es außerdem eine Bowlingbahn.

Auch kulinarisch baut das Fest seine amerikanische Seite weiter aus. Zusätzliche Foodstände ergänzen das Angebot. Neu sind unter anderem Pretzel Bites aus den USA für fünf Euro. Daneben stehen Baguette Caprese für fünf Euro, Salami-Baguette für sechs Euro oder ein Flammkuchen-Baguette für sieben Euro auf der Speisekarte. Die Currywurst mit Pommes kostet zehn Euro.

Die Maß Bier schlägt in diesem Jahr mit zwölf Euro zu Buche und erwies sich gleich nach dem Fassanstich als gefragtestes Getränk.

Liberty Wheel erinnert an 250 Jahre USA

Selbst das Riesenrad trägt in diesem Jahr eine amerikanische Handschrift. Es fällt zwar rund 10 Meter kleiner aus als in den Vorjahren, wurde anlässlich des 250. Geburtstags der Vereinigten Staaten jedoch zum Liberty Wheel umgestaltet. Eine rollstuhlgerechte Gondel sorgt dafür, dass möglichst alle Besucher den Blick über das Festgelände genießen können.

Die Preise für die Fahrgeschäfte bleiben übersichtlich. Die großen Attraktionen kosten einheitlich fünf Euro, Kinderfahrgeschäfte zwischen 3,50 und vier Euro.

Bis zum Ende des Festes erwarten die Veranstalter wieder mehrere Zehntausend Besucher. Zwischen amerikanischen Spezialitäten, deutscher Festzeltatmosphäre, Livemusik und Fahrgeschäften soll vor allem eines im Mittelpunkt stehen: die Begegnung zwischen Menschen beider Nationen – ganz im Sinne des Mottos, das Colonel Ringo Middles zum Abschluss seiner Rede formulierte: „Wir sind zwei Nationen und ein Team.“

Wichtige Hinweise für Besucher

Das deutsch-amerikanische Freundschaftsfest läuft noch bis Sonntag, 5. Juli, täglich von 12 bis 24 Uhr auf dem Hainerberg. Höhepunkt ist das traditionelle Feuerwerk zum amerikanischen Unabhängigkeitstag am Samstag, 4. Juli, das gegen 22.45 Uhr den Himmel über Wiesbaden erleuchten wird. Aus Sicherheitsgründen wird die New-York-Straße an diesem Abend von 20 bis 1 Uhr gesperrt.

Besucher ohne U.S.-Militärausweis gelangen ausschließlich über den Eingang an der New-York-Straße auf das Festgelände. Da keine öffentlichen Parkplätze zur Verfügung stehen, empfehlen die Veranstalter die Anreise mit Bus und Bahn oder zu Fuß. Erreicht das Fest seine maximale Besucherkapazität, werden die Eingänge vorübergehend geschlossen, bis ausreichend Gäste das Gelände verlassen haben.

Neben Fahrgeschäften, Live-Musik und zahlreichen Attraktionen erwartet die Besucher ein vielfältiges gastronomisches Angebot mit deutschen und amerikanischen Spezialitäten sowie einem Biergarten. Bezahlt werden kann überwiegend mit Euro oder US-Dollar, viele – jedoch nicht alle – Stände akzeptieren zudem Kreditkarten. Ein Geldautomat steht auf dem Gelände nicht zur Verfügung.

Aus Sicherheitsgründen sind Hunde – mit Ausnahme zertifizierter Assistenzhunde – ebenso wie Glasflaschen, mitgebrachte alkoholische Getränke, Waffen, Feuerwerkskörper, Pfeffersprays, Cannabis, Fahrräder und sperrige Gegenstände wie Campingstühle oder große Rucksäcke verboten. Taschen und Rucksäcke werden an den Eingängen kontrolliert. Angesichts der sommerlichen Temperaturen empfehlen die Veranstalter leichte Kleidung, eine Kopfbedeckung und ausreichend Wasser, damit Besucher den Festtag gut vorbereitet genießen können.

Bild – Deutsch-Amerikanisches Freundschaftsfest ©2026 Volker Watschounek

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