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Landeshauptstadt Wiesbaden stellt Ergebnisse ihrer ersten LSBT*IQ-Befragung vor

Bürgermeisterin Christiane Hinninger stellte am Mittwoch, 29. April, im Rathaus die Ergebnisse einer Online-Befragung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*, intergeschlechtlichen und queeren Menschen (LSBT*IQ) in Wiesbaden vor. Die Befragung befasst sich insbesondere mit homo- und transfeindlichen Erfahrungen sowie dem Sicherheitsempfinden der Zielgruppe.

Kyra Intelliana 2 Stunden vor 0

Bürgermeisterin Christiane Hinninger stellte am Mittwoch, 29. April, im Rathaus die Ergebnisse einer Online-Befragung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*, intergeschlechtlichen und queeren Menschen (LSBT*IQ) in Wiesbaden vor. Die Befragung befasst sich insbesondere mit homo- und transfeindlichen Erfahrungen sowie dem Sicherheitsempfinden der Zielgruppe.

Gemeinsam mit Polizeivizepräsidentin Katrin Thaler vom Polizeipräsidium Westhessen sprach Hinninger über mögliche Maßnahmen zur Unterstützung von LSBT*IQ. 

Erstmals wurden Angehörige sexueller und geschlechtlicher Minderheiten in Wiesbaden zu ihrer Lebenssituation befragt. Über 200 Personen gaben Auskunft über Erfahrungen von Diskriminierung und Gewalt sowie über erlebte Unsicherheit im öffentlichen Raum. Die Erhebung wurde gezielt in der LSBT*IQ-Community verbreitet und ermöglicht in Bezug auf Straftaten eine Erhellung des Dunkelfelds ergänzend zur polizeilichen Kriminalstatistik. 

Die Ergebnisse zeigen: Die Mehrheit der Befragten fühlt sich im öffentlichen Raum tagsüber sicher, in den Abendstunden wächst jedoch die Unsicherheit. Besonders häufig werden Bereiche der Innenstadt, des Westends und des Bahnhofsvorplatzes, aber auch Bushaltestellen, als unsicher wahrgenommen. Zudem berichten Befragte von tatsächlich erlebten Angriffen wie Beleidigungen oder Bedrohungen. Auch körperliche Gewalt und sexuelle Belästigung sind für einen Teil der LSBT*IQ-Community reale Erfahrungen. 

Auffällig ist zudem, dass entsprechende Vorfälle nur in geringem Umfang zur Anzeige gebracht werden. Als Gründe hierfür werden unter anderem Unsicherheiten im Umgang mit Anzeigeverfahren sowie hinsichtlich des weiteren Ablaufs genannt. Dies unterstreicht die Bedeutung niedrigschwelliger Zugänge, vertrauensbildender Maßnahmen und einer weiterhin engen Zusammenarbeit zwischen Stadt, Polizei und Community.

Hinninger ordnet die Ergebnisse ein: „Unsere Studie zeigt, dass wir in den kommenden Jahren noch viel zu tun haben. Es ist nicht akzeptabel, dass sich viele homosexuelle, bisexuelle und trans* Personen insbesondere im öffentlichen Raum unsicher fühlen oder sogar Angriffen ausgesetzt sind. Wir nehmen die Ergebnisse sehr ernst und arbeiten gezielt an Maßnahmen, etwa an einer besseren Sichtbarkeit und Vernetzung von Unterstützungsangeboten für Betroffene. Auch die Zusammenarbeit mit der Polizei bleibt wichtig. Wer Opfer einer Straftat wird, soll Vertrauen haben, dass die Polizei hilft.“

Polizeivizepräsidentin Katrin Thaler betont: „Straftaten aufgrund der sexuellen oder geschlechtlichen Identität haben in unserer Gesellschaft keinen Platz – das Polizeipräsidium Westhessen geht konsequent dagegen vor.“ Zugleich sei es wichtig, Betroffene zu ermutigen, sich an die Polizei zu wenden: „Unser Ziel ist klar: Wir wollen mehr LSBT*IQ-feindliche Straftaten ins Hellfeld bringen, indem wir ansprechbar sind und das Vertrauen stärken. Unsere Ansprechpersonen sind ein wichtiges Bindeglied zur Community – sie schaffen Vertrauen und begleiten Betroffene auf Augenhöhe.“

Bisher umgesetzte Maßnahmen der Stadt werden von den Befragten der Studie überwiegend positiv bewertet, insbesondere die Regenbogenbeflaggung am Rathaus am Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie am 17. Mai und am Christopher Street Day am 30. Mai, die Bezuschussung des Christopher Street Days sowie die Einrichtung des Queeren Zentrums. Darauf will die Landeshauptstadt aufbauen. 

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