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Michael Anthony Müller in seinem Atelier sitzend.

Künstler-Talk im Museum Reinhard Ernst mit Michael Anthony Müller

Ein Bild, fünf Teile, unzählige Deutungen: Michael Anthony Müller spricht am 17. Mai im Museum Reinhard Ernst über „Titanomachie“. Gemeinsam mit Kuratorin Lea Schäfer und Gast Rudolf Zwirner öffnet er einen Raum, in dem Kunst nicht erklärt, sondern erlebt, diskutiert und neu gedacht wird.

Volker Watschounek 2 Stunden vor 0

Wenn Bilder sprechen könnten, würden sie widersprechen: Michael Anthony Müller lädt ein zuzuhören und Fragen zu stellen.

Manchmal reicht ein Bild nicht. Manchmal braucht es ein Gespräch. Und manchmal entsteht genau daraus ein Nachmittag, der länger nachhallt als jede Ausstellung. Am Sonntag lädt das Museum Reinhard Ernst zum Künstler-Talk mit Michael Anthony Müller – und wer kommt, bekommt mehr als nur Kunst erklärt. Er erlebt, wie sie entsteht.

Museum Rheinhard Ernst, kurz gefasst

Künstler Talk Kuratorin Lea Schäfer im Dialog mit Michael Anthony Müller
Eintritt: 8 Euro, zzgl. Eintritt ins Museum
Wann: Sonntag, 17. Mai 2026 um 15 Uhr
Wo: Museum Reinhard Ernst, Wilhelmstraße 1, 65185 Wiesbaden

Wenn Titanen kämpfen – und die Leinwand bebt

Müller bringt mit „Titanomachie“ ein Werk nach Wiesbaden, das nicht flüstert, sondern spricht. Laut. Direkt. Und manchmal ein bisschen rätselhaft. Fünf Teile, eine Wand, viele Fragen. Die zentrale Frage: Was passiert, wenn ein antiker Götterkampf auf abstrakte Malerei trifft? Müller antwortet. – nicht mit klaren Linien. Er lässt Farben kollidieren, Formen verschwimmen und Bedeutungen offen. Genau darin liegt der Reiz: Wer hinschaut, entdeckt keine fertige Geschichte – sondern beginnt, selbst eine zu erzählen.

Kunst, die sich nicht festnageln lässt

Im Gespräch mit Kuratorin Lea Schäfer geht es nicht um einfache Antworten. Es geht um Bewegung. Um Zweifel. Um das, was zwischen den Pinselstrichen passiert. Müller beschreibt Abstraktion nicht als Weglassen, sondern als Freilegen. Er sucht das, was unter der Oberfläche arbeitet. Was sich nicht sofort zeigt. Was eher spürbar ist als sichtbar. Kurz gesagt: Wer klare Bilder erwartet, wird überrascht. Wer sich treiben lässt, bleibt hängen.

Ein Gast, der den Blick weitet

Mit dabei: Rudolf Zwirner. Ein Name, der in der Kunstwelt Gewicht hat – und dem Gespräch eine zusätzliche Perspektive gibt. Zusammen öffnen sie einen Raum, in dem Kunst nicht erklärt wird wie ein Stundenplan. Sondern diskutiert wie ein gutes Buch.

Warum sich der Besuch lohnt

Weil dieser Nachmittag mehr kann als Kunst zeigen. Er bringt Menschen ins Gespräch. Er stellt Fragen, die bleiben. Und er beweist: Manchmal versteht man ein Bild erst, wenn man dem Künstler zuhört.

Oder anders gesagt: Wer hier sitzt, schaut danach anders.

Foto ©2026 Robert Schittko

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Die Internetseite des Museum Reinhard Ernst finden Sie unter www.museum-reinhard-ernst.de.
Mehr von Helen Frankenthaler auf Wikipedia.Erstveröffentlichung: 24.10.2025

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