Der Bouleplatz auf dem Luisenplatz ist wieder geöffnet. Kostenlose Kugeln, mobile Stühle und zwei Bahnen machen die Innenstadt zum Treffpunkt.
Der Bouleplatz auf dem Luisenplatz startet in seine zweite Saison. Nach der Winterpause öffnen beide Bahnen erneut für alle, die Lust auf Bewegung, Begegnung und ein kleines Spiel unter freiem Himmel haben. Mitten in der Innenstadt ist damit wieder ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, lachen und Kugeln über den Kies rollen lassen.
Boule kurz erklärt
Beim Boule – genauer gesagt bei der Variante Pétanque – versuchen zwei Teams, ihre Metallkugeln näher an eine kleine Zielkugel zu platzieren als der Gegner. Diese Zielkugel heißt „Schweinchen“ oder Cochonnet. Gewonnen hat das Team, das zuerst 13 Punkte erreicht.
So treten die Teams an
Beim Tête-à-tête spielt eine Person gegen eine Person – jede hat drei Kugeln.
Bei der Doublette spielen zwei gegen zwei, ebenfalls mit drei Kugeln pro Spieler.
Bei der Triplette treten drei gegen drei an, hier wirft jeder zwei Kugeln.
So beginnt das Spiel
Per Münzwurf wird entschieden, welches Team startet. Ein Spieler zieht einen Wurfkreis mit etwa 35 bis 50 Zentimetern Durchmesser und wirft das Schweinchen auf eine Entfernung von sechs bis zehn Metern. Danach folgt die erste Kugel.
Beim Wurf gilt: Beide Füße bleiben im Kreis und müssen den Boden berühren, bis die Kugel landet.
So läuft eine Runde
Danach spielt immer das Team weiter, dessen Kugel nicht am nächsten am Schweinchen liegt. Es versucht, den Punkt zu übernehmen – entweder durch geschicktes Platzieren oder indem es gegnerische Kugeln wegschießt.
Erst wenn alle Kugeln gespielt sind, wird gezählt.
So werden Punkte vergeben
Nur ein Team erhält Punkte. Für jede Kugel, die näher am Schweinchen liegt als die beste Kugel des Gegners, gibt es einen Punkt. Pro Runde sind bis zu sechs Punkte möglich.
Das Team, das die Runde gewinnt, zieht einen neuen Wurfkreis – und eröffnet die nächste Aufnahme.
Spiel, Gespräch und Stadtleben
Der Bouleplatz auf dem Luisenplatz liegt direkt neben dem Waterloo-Denkmal. Dort greifen Passanten spontan zur Kugel, Freundesgruppen messen ihr Geschick – und Neugierige probieren das französische Traditionsspiel zum ersten Mal aus.
Wer keine eigenen Kugeln besitzt, leiht sich ein Set bequem über die Sportbox per App aus. Auch die Zuko-Box steht bereit: Bis zu zwölf mobile Stühle lassen sich kostenlos ausleihen. So entsteht rund um die Bahn ein kleiner Treffpunkt mitten im urbanen Alltag.
Die Anlage ist täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Der Zugang bleibt bewusst niedrigschwellig: Jeder darf spielen, Erfahrung braucht niemand.
Ein Treffpunkt für alle Generationen
Die Boulebahn entstand erst im vergangenen Herbst. Seitdem zieht sie immer mehr Menschen an – vom geübten Pétanque-Spieler bis zur Familie, die einfach eine ruhige Stunde im Grünen sucht. Bürgermeisterin Christiane Hinninger sieht darin ein gelungenes Beispiel für lebendige Stadtentwicklung. Bürgerschaft, Ortsbeirat und Verwaltung hätten gemeinsam einen Ort geschaffen, der Begegnung ermögliche und das Miteinander stärke.
Boule für Anfänger – Aktionen geplant
Auch in der neuen Saison soll der Platz mehr sein als nur eine Spielfläche. Geplant sind begleitende Aktionen wie „Boule für Anfänger“, bei denen Interessierte das Spiel kennenlernen können. So bleibt der Luisenplatz ein Ort, an dem Freizeit, Bewegung und Stadtleben zusammenfinden. Wer vorbeikommt, merkt schnell: Boule ist mehr als ein Spiel. Es bringt Menschen ins Gespräch – ganz ohne große Regeln.
Symbolfoto ©2025 Volker Watschounek / Wiesbaden lebt!
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Boule spielen, einfach erklärt.



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