Die Ballannahme funktionierte über weite Strecken nicht so gut. Damit fehlte dem VC Wiesbaden das variantenreiche Spiel und das Spiel über die Mitte.

Nach einer spektakulären Lichtshow im Rahmen erlebten die 1407 Zuschauer in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit beim Spiel des VC Wiesbaden zu Beginn ein spielerisches Feuerwerk der Gäste aus Potsdam. Das Team um Cheftrainer Guillermo Hernández ging gleich mit 0:5 in Führung. Um einen Dorn in das Spiel der Brandenburger zu setzen, griff VCW-Coach Christian Sossenheimer früh zum Mittel der Wahl und nahm die erste taktische Auszeit. Danach fand der VCW in die Partie, holte den Rückstand im Eiltempo auf und ging sogar mit einer 8:7-Führung in die erste technische Auszeit. Durch mutige Angriffe einerseits und eine hohe Fehlerquote auf Seiten des SC Potsdam bauten die VCW-Spielerinnen ihren Vorsprung zur zweiten technischen Auszeit aus. Schließlich war es Diagonalangreiferin Frauke Neuhaus, die dem ersten Satz durch eine furiose Aufschlagsserie ein schnelles Ende bereitete. Beim Spielstand von 18:14 bekam sie das Aufschlagsrecht. Der SC Potsdam wackelte in der Annahme und konnte so seine Side-outs nicht durchbringen. Nach sieben Punkten am Stück gewann der VCW Satz 1 deutlich mit 25:14.

„Wir haben konzentriert unseren Matchplan durchgezogen.“

Tanja Großer

Im zweiten Satz startete der VCW von Beginn an hellwach. Schnell setze es sich mit 8:2 bzw. 16:10 von Potsdam ab. „Wir haben konzentriert unseren Matchplan durchgezogen, mutig angegriffen und durch druckvolle Aufschläge Potsdam zu einer hohen Fehlerquote gedrängt“, resümiert Tanja Großer die ersten beiden Sätze. Das starke Auftreten des VCW-Teams wurde mit einem 25:17 Satzerfolg belohnt, mit dem es in die sechsminütige Satzpause ging. 

„Wir haben ab dem 3. Satz unsere Leichtigkeit verloren und durch viele Fehler – insbesondere in der Annahme – Potsdam in die Partie gebracht.“

Frauke Neuhaus, Diagonalangreiferin

Nach der kleinen Pause kamen die Brandenburger Spielerinnen wie ausgewechselt auf das Feld. Die Annahme stabilisierte sich und die Angriffsschläge wurden immer ausgefeilter. Auf Seiten des VCW rissen dagegen alle Fäden. Bis zum Spielstand von 6:10 spielten die Hesseninnen noch einigermaßen auf Augenhöhe mit, doch dann zogen die Gäste davon und konnten die Führung zur zweiten technischen Auszeit auf 6:16 ausbauen. „Durch die Probleme in der Annahme hat uns die Option über die Mitte zu spielen gefehlt, was es für Potsdam leicht gemacht hat, einen guten Block zu stellen“, erklärt Cheftrainer Christian Sossenheimer nach dem Spiel. In der Tat war der Block ein wichtiger Faktor für den Erfolg des SC Potsdam: Insgesamt standen für die Brandenburgerinnen 15 Blockpunkte zu Buche (VCW 10), wovon fast alle ab dem 3. Satz gemacht wurden. Nach der 6:16-Führung machten die Potsdamerinnen kurzen Prozess und holten sich Satz Nummer 3 mit 11:25. 

Die Gold-Medaillie ging an die. Potsdamer Zuspielerin Denise Imoudu, die MVP Silbermedaille an Tanja Großer.

Das Bild änderte sich auch im vierten Satz nicht. Die VCW-Spielerinnen ließen hier ab dem Spielstand von 6:10 den SCP deutlich davonziehen und gaben den Satz mit 15:25 her. Somit musste nach vier gespielten Sätzen der Tie-Break über Sieg oder Niederlage entscheiden. Bis zum Spielstand von 5:5 konnte sich keines der beiden Teams absetzen, doch dann waren es erneut die Gäste, die durch mutige Angriffsschläge in die Offensive gingen – mit Erfolg. Zur technischen Auszeit, die im Tie-Break den Seitenwechsel bedeutet, führte Potsdam mit 5:8. Der Vorsprung von drei Zählern hielt bis zum Spielstand von 10:13. In der Crunch-Time konnten die von den Fans lautstark unterstützten VCW-Spielerinnen noch einmal auf 12:13 bzw. 13:14 herankommen. Wie schon gegen NawaRo Straubing konnten eigene Punktchancen nicht genutzt werden und so es waren die Potsdamerinnen, die am Ende durch mutige Angriffe den Satz mit 13:15 und das Spiel mit 2:3 für sich entscheiden konnten. Damit gehen zwei Punkte auf das Konto des SC Potsdam und einer bleibt in Wiesbaden. Als wertvollste Spielerin der Partie wurde auf Seiten des SC Potsdam Zuspielerin Denise Imoudu gewählt. Die MVP-Silbermedaille ging an Tanja Großer, die insgesamt stolze 24 Punkte für den VCW erzielte.

Aufstellung

VC Wiesbaden mit 3, Nynke Oud – 4, Tanja Großer – 5, Nathalie Lemmens – 6 Selma Hetmann – 7, Laurren Plum – 9, Klara Vyklická – 11, Frauke Neuhaus – 12, Juli Wenzel, Julia – 13, Shannon Dugan – 14, Lena Vedder – 16, Renate Bjerland – 18, Lisa Stock, Lisa
SC Potsdam mit 2, Valerie Nichol – 3, Natalie Wilczek, 4, Britten Abercrombie – 5, Sofija Medic – 6, Antonia Stautz – 8, Deborah Scholz – 9, Lisa Gründing – 10, Annegret Hölzig – 14, Denise Imoudu – 15 Aleksandra Jegdic – 17, Laura Emonts

Impressionen vom Spiel

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Ergebnisse, 1. Volleyball Bundesliga, Damen, 2019.2020, 2. Spieltag

Wiesbaden Potsdam 2:3 / 89:96 (25:14 25:17 11:25 15:25 13:15)
Dresden Aachen 2:3 / 107:103 (25:16 22:25 25:22 23:25 12:15)
Schwerin Erfurt 3:1 / 99:84 (25:17 24:26 25:22 25:19)
Münster Suhl 3:0 / 75:61 (25:22 25:16 25:23)
Straubing Stuttgart 0:3 / 62:75 (21:25 22:25 19:25)

Tabelle, 1. Volleyball Bundesliga, Damen, 2019.2020, 2. Spieltag

Mannschaft Spiele Siege Sätze Punkte
1Allianz MTV Stuttgart 3309:019
2SC Potsdam 3309:038
3Ladies in Black Aachen 3309:047
4SSC Palmberg Schwerin 3208:057
5USC Münster 4207:076
6Rote Raben Vilsbiburg 2206:035
7NawaRo Straubing 3103:063
8Schwarz-Weiß Erfurt 3004:091
9Dresdner SC 3003:091
10VC Wiesbaden 2002:061
11VfB Suhl LOTTO Thüringen 3002:090

Ausblick

Das positive am zweiten Spieltag ist, Wiesbadens Volleyballerinnen haben trotz der Heimniederlage gegen den Tabellenführer aus Potsdamm die rote Laterne an den VfB Suhl Lotto Thüringen abgegeben. Nächster Gegner am kommenden Samstag ist wieder der Tabellenführer. Diesmal heißt er Allianz MTV Stuttgart.

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Die offizielle Internetseite des VC Wiesbaden finden Sie unter www.vc-wiesbaden.de.

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