Der SV Wehen Wiesbaden steigt am 25. Spieltag der 3. Liga in den Mannschaftsbus und fährt auswärts zum SSV Jahn Regensburg.
Am Samstag um 14 Uhr rollt der Ball im Jahnstadion. Der SV Wehen Wiesben reist mit breiter Brust – und mit einer klaren Mission. Cheftrainer Daniel Scherning bringt es auf den Punkt: „Entscheidend ist, dass wir am Ende ein Tor mehr haben als der Gegner.“
Die Mannschaft geht mit Rückenwind in die Partie. Sie verteidigt kompakt, arbeitet aggressiv gegen den Ball und läuft mehr als viele Konkurrenten. Seit November kassiert der SVWW ligaweit die wenigsten Gegentore. Diese Entwicklung kommt nicht von ungefähr.
„Wir haben eine klare Struktur installiert und konsequent an unseren Basics gearbeitet“, sagt Scherning. „Vor allem im Defensivverhalten haben wir einen Riesenschritt gemacht.“ Die Arbeit beginnt bei den Stürmern und endet nicht vor dem eigenen Strafraum. Wiesbaden verschiebt geschlossen, attackiert früh und lässt dem Gegner kaum Luft.
Doch der SVWW kann längst mehr als nur verteidigen. Das Team trifft nach Standards, zieht aus der Distanz ab und schaltet blitzschnell um. „Wir besetzen die Box besser, wir erzielen Kontertore, wir variieren im Abschluss“, erklärt Scherning. „Diese Inhalte bringen wir inzwischen auf den Platz.“
Regensburg wartet – und lauert
SSV Jahn Regensburg steht unter Druck. Der Abstand zu den Abstiegsplätzen bleibt gering. Regensburg sammelt viele Ecken, kommt bei Standards regelmäßig zu Abschlüssen und schaltet nach Ballgewinn schnell um. „Wenn sie den Ball erobern, geht die Post ab“, warnt Scherning.
Im Zentrum lenken Benedikt Saller und Adrian Fein das Spiel. Außen marschieren die Flügelspieler rauf und runter. Vorne wartet mit Eric Hottmann ein klarer Zielspieler, dahinter wirbelt Noel Eichinger zwischen den Linien. „Das müssen wir im Verbund verteidigen“, fordert der SVWW-Coach. „Wir brauchen Klarheit in unseren Aktionen und müssen konsequent bleiben.“
Englische Woche – Fokus auf das Wesentliche
Die Vorbereitung lief unter Zeitdruck. Nach dem Pokalspiel blieb kaum Raum für lange Einheiten. Stattdessen setzte der SVWW auf Regeneration, Videoanalyse und klare Ansagen. „Manchmal hilft es, wenn du wenig Zeit hast“, sagt Scherning. „Dann richtet sich der Blick komplett auf das nächste Spiel.“
Personell bangt Wiesbaden noch um Nikolas Agrafiotis, der einen Schlag abbekam. Sicher fehlen Robin Kalem, Simon Stehle, Florian Stritzel und Ole Wohlers. Dennoch bleibt die Marschroute klar: Intensität, Disziplin und Mut. „Die Basis liegt in unserer Leistung“, betont Scherning. „Wenn wir an unsere Grenze gehen, können wir das Spiel gewinnen.“
Der SVWW weiß, dass 90 Minuten entscheiden. Nicht der erste Angriff, nicht die erste Chance. „Unsere Aufgabe ist es nicht, nach 20 Minuten zu führen“, sagt Scherning. „Wir müssen über die gesamte Spielzeit bereit sein.“ Auswärts in Regensburg will Wiesbaden genau das zeigen – Reife, Energie und Entschlossenheit. Und am Ende? Ein Tor mehr.
Archivfoto – Jordy Gillikens ©2026 Volker Watschounek
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