Faszinierende Gitarrenriffs, melodiöse Tastenschläge und die extravagante Stimme von Sänger Michael Sadler prägen seit 40 Jahren den Sound der kanadischen Band.
„Wiesbaden?“ Für die kanadische Band war die Landeshauptstadt 40 Jahre lang ein schwarzer Fleck und auf ihrer Abschiedstour habe man sich ein wenig Zeit genommen, die Stadt aus der Nähe zu betrachten. „Wiesbaden ist eine schöne Stadt“, ließ Michael Sadler die Fans der kanadischen Rockband SAGA dann auch wissen. Doch bevor es soweit war, standen als Vorgruppe die Townworker auf der Bühne.
Townworker als Vorgruppe zu SAGA
Das man mal als Vorgruppe zu SAGA auf der Bühne stehe, daran hätte im Vorfeld keiner der Bandmitglieder auch nur im Traum gedacht – und das man sich nicht messen wollte, machte allein schon die Titelauswahl der Cover-Band deutlich. Ab 19 Uhr spielten die Townworker 60 Minuten Deutsch-Rock: von Marius Müller Westenhagen, Udo Lindenberg bis Bap und zum Anschluss eine sagenhafte Nummer von Rammstein. Besser hätte die Überleitung nach Kanada nicht sein können.
Überleitung. Die Bühne glich einer Bibliothek und die Konzertbesucher waren zu Gast bei … bei SAGA privat. Ganz so, als verständigten sich Michael Sadler, Jim Crichton, Ian Crichton, Jim „Daryl“ Gilmour und Mike Thorne darauf, auf Tour zu gehen. Halt zu machen in Wiesbaden? Eine Tour, die im zweiten Set nach der Pause mit progressive Rock erst so richtig los ging – und an dem Abend einfach kein Ende nehmen wollte. „Danke Saga!“
Über Saga
Die Wurzeln der Band gehen zurück auf das Jahr 1977 und nach Toronto. Von dort schwappte die Musik 1978 nach Europa. Fans aus der hiesigen Prog-Rock Szene nahmen die Mischung aus Rock, tiefgründigen Texten und von Synthesizern geprägten Instrumentalteilen mit großem Lob auf.
Über zwanzig veröffentlichte Alben und diverse Gold- und Platinschallplatten machen die Band zu einer Größe der Szene. Als das kommerziell erfolgreichste Album gilt übrigens „Worlds Apart“.
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