Waldwiesentäler: Seien Sie in der Natur stets möglichst leise. Benutzen Sie im Freien und Wald nur die vorgegebenen Wege. Beachten sie die Beschilderung und ausgewiesenen Ruhezonen für Tiere jeglicher Art. Setzen Sie keine Tiere aus.

In Corona-Zeiten drängt es die Menschen verstärkt in die Waldwiesentäler von Wiesbaden. Leider werden dabei aktuell wichtige Verhaltensregeln, die dem Schutz wildlebender Tiere und seltener Pflanzen dienen, missachtet. Das Umweltamt Wiesbaden bittet daher beim Aufenthalt in diesen Schutzgebieten dringend um umsichtiges Verhalten im Sinne des Naturschutzes.

Wiesbadens Waldwiesentäler

Um die in den Waldwiesentälern Rabengrund, Goldsteintal, Kellersbachtal und Weilburger Tal vorkommenden seltenen Pflanzen und wildlebenden Tiere bestmöglich zu schützen, sollten sich die Besucher dieser Naturschutzgebiete auch in Corona-Zeiten an bestimmte Verhaltensregeln halten. Eine besondere Bedeutung kommt dabei dem Einhalten des Wegegebots zu. Das heißt, Spaziergänger und Wanderer sollten soweit möglich die vorhandenen Wege benutzen. Entschließen sie sich zu einer Rast, einer kleinen Verschnaufpause mit Snack, sollten Sie sich nicht weiter als 10 Meter von den Wegen entfernen. Eingezäunte Flächen dürfen grundsätzlich nicht betreten werden. Es ist auch nicht erlaubt auf den Wiesen zu Grillen, Federball zu spielen oder anderen Ballspielen nachzugehen. Zum Schutz des Wildes und der Pflanzen sind Hunde unbedingt an die Leine zu nehmen  und verursachte Abfälle mitzunehmen.

Schützenswerte Waldwiesentäler

Schutzgebiete zeichnen sich durch eine Vielzahl seltener Pflanzen wie Orchideen und einer Reihe kaum noch vorkommender Blütenpflanzen aus. Diese sind aufgrund ihrer Empfindlichkeit gegenüber Störungen wie Trittschäden, Ausgraben durch Hunde oder indirekte Düngung durch Abfälle besonders gefährdet. So sind im Rabengrund aufgrund von fehlerhaftem Nutzerverhalten seltene Pflanzenarten wie das Rautenfarn Mondraute und die Orchidee Herbstwendelwurz bereits verschwunden. Bestände vom Brand-Knabenkraut und der Grünen Hohlzunge, beides seltene Orchideenarten, sowie das Kleine Mädesüß, ein Rosengewächs, sind erheblich zurückgegangen.

Der Naturfreund

Der Naturfreund verzichtet darauf, wildlebende Pflanzen zu pflücken und zu sammeln, auch wenn geringe Mengen nicht besonders geschützter Arten für den eigenen Gebrauch gestattet sind. Wer die Natur schätzt verzichtet darauf Schmuckreisig von Bäumen, Sträuchern oder Hecken unbefugt zu entnehmen. Wenn der Natur das gelassen wird, was ihr gehört, gibt die Natur dem Menschen auch das, was der Mensch braucht – vor allen Dingen Ruhe und Erholung.

Verhaltensrregeln

  • Stören Sie die in der Natur lebenden Tiere nicht und verhalten Sie sich immer leise
  • Benutzen Sie nur die vorgesehenen Wege und halten Sie ihren Hund an der Leine
  • Beachten Sie die ausgeschilderten Betretungsverbote und Ruhezonen für bedrohte Arten
  • Sammeln und Pflücken Sie bitte keine Pflanzen oder Teile von Pflanzen
  • Baden, tauchen und zelten Sie bitte nur an den dafür vorgesehenen Plätzen
  • Machen Sie kein Feuer
  • Lassen Sie keine Flugkörper wie Drachen oder Drohnen steigen
  • Denken Sie bitte daran, Müll und Abfälle jeglicher Art wieder mit nach Hause zu nehmen
  • Setzen Sie keine mitgebrachten Pflanzen oder Tiere aus. (Bild Pixabay, bearbeitet ∆)

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Die offizielle Internetseite von Wiesbadens Umweltamt finden Sie unter www.wiesbaden.de.

 

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