Es heißt die Omikron-Variante könne sich schneller ausbreiten und teilweise die Immunabwehr von Geimpften aushebeln. Dumpfe Vermutung oder Fakt?

Auf einer kleinen Datenbasis hat die Weltgesundheitsorganisation die Omnikron-Variante vor zwei Wochen als bedenklich eingestuft. Seit hat sich die Faktenlage deutlich verändert – nicht zurückdrehen lässt sich die Tatsache, das am 16. Dezember die ersten beidem Corona-Fälle mit der Omikron-Variante (B.1.1.529) nachgewiesen und bestätigt wurden.

Quarantäne für alle

Aufgrund der Gefahr der stärkeren Übertragbarkeit der Omikron-Variante bearbeitet das Gesundheitsamt die Fälle mit der größtmöglichen Sicherheitsstufe. Neben den beiden infizierten Personen betrifft die Quarantänisierung daher weiterhin alle engen Kontaktpersonen der positiv getesteten Personen. Diese wurden bereits ermittelt und abgesondert. Eine Möglichkeit der Freitestung besteht nicht. Dies gilt auch für vollständig geimpfte oder genesene enge Kontaktpersonen. Der abgesonderte Personenkreis erhält zudem die Möglichkeit, eine Testung mittels PCR-Test wahrzunehmen.

Omikron überrascht die Forscher

Die neue Virusvariante versetzt die Experten in Staunen. Aus dem Labor der Universität Freiburg ist zu vernehmen, dass Omikron im Vergleich zu früheren Varianten in seinem Oberflächenprotein mehr als doppelt so viel Mutationen mitführt. Wir dachten gar nicht, dass das Virus so anders aussehen kann, gibt sich Jonas Fuchs verwundert. Aufgrund der Veränderungen gibt es die Vermutung, dass die neue Variante sich noch besser verbreitet als Alpha und Delta. Darüber hinaus vermuten die Freiburger Forscher, dass die Variante zu weniger schweren Verläufen führt.

Omikron (B.1.1.529) 

Über die Omikron Variante wurde Ende September zuerst vom südafrikanischen Gesundheitsministerium berichtet. Am 26. November wurde sie von der WHO zur VOC erklärt. Phylogenetische Untersuchungen zeigen, dass Omikron unabhängig von der derzeit dominierenden Delta-Variante entstanden ist. Sie besitzt im Vergleich zum ursprünglichen SARS-CoV-2 aus Wuhan eine ungewöhnlich hohe Zahl von ca. 30 Aminosäureänderungen im Spike-Protein, darunter solche mit bekanntem phänotypischem Einfluss (Erhöhung der Transmission, Immunevasion, Übertragbarkeit), aber auch viele Mutationen, deren Bedeutung unklar ist. Die Variante ist in Wiesbaden nachgewiesen (Quelle: Wikipedia)

Omikron und Symptome

Laut Aussage der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom 28. November gebe es noch keine Informationen, ob sich die Krankheitssymptome von Omikron von anderen Varianten unterscheiden. Den Grund dafür sehen Wissenschaftler darin, dass Südafrika eine andere Altersstruktur aufweise als Deutschland und dort viele Omikron-Infizierte bereits von einer anderen Corona-Variante genesen seien. Die UK Health Security Agency hat sich am 9. Dezember einer Bewertung der Krankheitsschwere enthalten, weil das Datenmaterial für eine Bewertung zu gering ist.

Wirksamkeit der Therapien gegen COVID-19

Die WHO gab am 28. November an, Kortikosteroide wie Dexamethason und IL6-Rezeptorblocker wie Tocilizumab würden weiterhin wirken.

Foto oben @2021 Pixabay

Zahlen, Daten udn Fakten.

Die offizielle Internetseite des Robert-Koch-Instituts mit Fallzahlen finden Sie unter: www.rki.de.

 

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