Der Traum vom Eigenheim ist trotz der hohen Immobilienpreise weiter am Leben. Was bedeutet Eigenheim überhaupt? Was kommt da auf mich zu und wo kann ich sparen?

Ein Hausbau ist für viele Bauherren eine emotionale Angelegenheit. Nicht nur wird oft ein lang ersehnter Traum Wirklichkeit – man geht auch finanzielle Verpflichtungen für viele Jahre, oft Jahrzehnte ein. Da ist es umso wichtiger, das Vorhaben umfassend zu planen, um diese aufregende Lebensphase optimal zu meistern. Tausend Dinge müssen organisiert und durchdacht werden. Wiesbaden Lebt! gibt Ihnen ein paar Tipps, mit denen das Bauvorhaben ohne großen Stress gelingt – und Sie es außerdem schaffen, an einigen Stellen Geld zu sparen.

Sparen durch Eigenleistung

Eine der wichtigsten Fragen bei der Planung eines Hausbaus ist die nach der Baufinanzierung. Eine Möglichkeit, die Kosten zu senken, ist es, selbst mit anzupacken – vorausgesetzt, die nötigen handwerklichen Fähigkeiten sind vorhanden. Insbesondere in der Ausbauphase lässt sich auf diese Weise Geld sparen. Jedoch müssen Bauherren mit dieser Strategie natürlich auch das nötige Zeitkontingent mitbringen. Sie sollten sich darauf einstellen, mehrere hundert Stunden Arbeit auf der Baustelle zu verbringen und Freizeit und Erholung für einen gewissen Zeitraum hintenanzustellen. Um dabei nicht mit dem Bauprojekt in Verzug zu geraten, ist es daher wichtig, sowohl das eigene Zeitkontingent als auch die handwerklichen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen. Manche Arbeiten überlässt man dabei generell besser den Experten. Dazu gehören die Elektroinstallation sowie das Erledigen von Sanitärinstallationsarbeiten.

Finanzierungs- und Förderungsmöglichkeiten ausloten

Bei der Finanzierung lässt sich sowohl durch Fördermöglichkeiten als auch mit Hilfe von Steuersparmodellen einiges an Kosten reduzieren. Hier lohnt es sich, vorab ausführlich zu informieren und beraten zu lassen. So machen kleine Zinsdifferenzen über den gesamten Finanzierungszeitraum oft einen Unterschied von mehreren Tausend Euro. Umso wichtiger ist es da, die Angebote der Banken miteinander zu vergleichen und die Differenzen auszurechnen, beispielsweise mit einem Zinsvergleichsrechner. Fördermöglichkeiten gibt es viele. Auch wenn es im Dschungel der Angebote schwer ist, den Durchblick zu behalten, haben wir die Wichtigsten für Sie zusammengefasst:

  • KfW-Zuschüsse: Hierbei handelt es sich um Förderungsdarlehen und Tilgungszuschüsse der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Bauherren müssen bestimmten Kriterien entsprechen, um eine KfW-Förderung zu erhalten – beispielsweise in Bezug auf die Energieeffizienz von Einfamilienhäusern.
  • Wohn-Riester: Diese Förderung ermöglicht es, von Zulagen und möglicherweise auch Steuervorteilen zu profitieren. Wie hoch die jährliche Riester-Förderung ist, richtet sich hauptsächlich nach der Familiensituation. Familien mit Kindern profitieren dabei am meisten von den Zulagen.
  • Baukindergeld kann von Familien beantragt werden, die mindestens ein Kind haben. Hier gibt es eine jährliche staatliche Förderung, soweit das zu versteuernde Jahreshaushaltseinkommen einen bestimmten Betrag nicht übersteigt.
  • Mitunter lohnen sich auch Bausparverträge. Bei bestimmten Einkommensgrenzen lässt sich dabei zusätzlich von staatlichen Zulagen wie der Wohnungsbauprämie oder der Arbeitnehmersparzulage profitieren.

Grundstück und Lage

Viele Bauherren – vor allem junge Familien – träumen von viel Platz und einem großen Garten. Dabei ist es gerade das Grundstück, bei dem man bereits ordentlich sparen kann. So sind Baugrundstücke im Inneren der Stadt in der Regel deutlich teurer als am Stadtrand oder außerhalb. Auch in Ballungszentren lassen sich jedoch preiswertere Bauplätze finden, beispielsweise in Form von Baulücken oder Nachverdichtungen von Hinterhöfen. Achten Sie beim Kauf darauf, ob bereits die wichtigen Versorgungs-, Abwasser- und Kabelleitungen angelegt worden sind. Ist das nicht der Fall, müssen Sie mit zusätzlichen Kosten rechnen. Auch die Größe des Grundstückes beeinflusst zu einem großen Teil den Preis. So ist es sinnvoll, sich vorab zu überlegen, wie viel Größe wirklich benötigt wird. Je größer ein Grundstück, umso höher sind nämlich auch die laufenden Kosten. Dazu gehören beispielsweise jährlich anfallende Steuern und Gebühren sowie die beim Kauf anfallenden höheren Notarkosten. Außerdem sind größere Gärten in ihrem Pflege-Aufwand nicht zu unterschätzen. Es lohnt sich also nur, die zusätzlichen Kosten in Kauf zu nehmen, wenn wirklich ausreichend Zeit für die Bewirtschaftung vorhanden ist.

Einrichtung aus der Wohnung mitnehmen

Die meisten Menschen, die von einer Wohnung in ein Haus umziehen, haben mit einem Mal deutlich mehr Wohnfläche zur Verfügung als vorher. Diese neuen Räume wollen natürlich mit Möbeln gefüllt und schön eingerichtet werden. Da jedoch der Hausbau selbst oft bereits sehr kostspielig war, ist nicht immer das nötige Geld vorhanden, um sich teure Einrichtungsgegenstände zu kaufen. Vor allem in Krisenzeiten kann es sinnvoll sein, zunächst etwas Geld zu sparen. Anstatt also sofort zum nächsten Möbelhaus zu gehen, sollte man sich überlegen, ob man nicht die alten Möbel noch weiterverwenden kann. Oft bekommt man auch über Plattformen wie eBay-Kleinanzeigen oder Flohmärkte kostengünstig gebrauchte Möbelstücke. So könnte man zunächst eine provisorische Einrichtung zusammenstellen und dann nach und nach die Stücke austauschen, bis es einem gefällt.

Foto oben ©2022 Pixabay

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Baufinanzierung leicht gemacht mit Schwäbisch Schall. Informationen gibt es Internet schwaebisch-hall.de.

 

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