Viertelfinale gewonnen. In Berlin setzten sich zeitgleich die Berlin Adler durch. Für das Halbfinale in zwei Wochen heißt das: Die Wiesbaden Phantoms genießen gegen Berlin Heimspielrecht.

Das 7:6-Sieg der Wiesbaden Phantoms hatte alles in sich, was ein Footballspiel ausmacht: hochklassige Plays, starke Teams, Spannung bis zur letzten Minute und gute Stimmung. Entsprechend war das Hochgefühl der jungen Wiesbadener. In zwei Wochen geht es jetzt mit Heimspielrecht im Halbfinale gegen die Berlin Adler.

Richtige Einstellung

Die Coaches haben die U19 hervorragend selbstbewusst auftretenden Typhoons vorbereitet. Einzelne Spieler wurden dabei so gescoutet, dass einzelne Spieler mit ihren jeweiligen Stärken auf dem Radar der Wiesbadener Footballer auftauchten. Der vom US-amerikanischen Notre-Dame-College mit einem Stipendium ausgestattete D-Liner Alexander Ehrensberger beispielsweise machte gegen die Phantoms-O-Line um Steven Lenz und Marius Riehl keinen Stich, in der GFL-J-Gruppe West, der stärksten Gruppe der viergeteilten GFL-J, hatte der 2,05-Meter-Hüne noch auf ganzer Linie überzeugt.

Während die Line für Phantoms-Quarterback Tom-Emil Meissner genügend Zeit herausholte, um Pässe anzubringen, und die Runningbacks Yard um Yard gutmachten, schaffte es die Defense der Typhoons bis Ende des zweiten Quarters, die Phantoms von ihrer Endzone fernzuhalten. Erst 56 Sekunden vor Ablauf der Uhr nutzte Meissner freien Raum, überbrückte die letzten acht Yards zum 6:0 selbst und brachte sein Team damit in Führung. Da auch Vincent Gabel Martínez traf, ging die U19 mit 7:0 in die Halbzeit.

Spannung pur

Die Typhoons waren von eigenen Punkten weiter entfernt als die Phantoms, lagen allerdings auch nach dem nächsten Wechsel des Ballrechts nur einen Score zurück. Als noch knapp fünf Minuten zu spielen war, sah alles nach einem Sieg der Phantoms aus, die es danach bis auf die 40-Yard-Linie der Düsseldorfer geschafft hatten. Typhoons-Linebacker Frederic Bossmann schockte die Wiesbadener allerdings mit einer sehenswerten Interception, die sein Team auf der eigenen 31-Yard-Linie und bei 3:40 Minuten verbleibender Spielzeit in Ballbesitz brachte.

Quarterback Max Bühling führte die Typhoons in beeindruckender Manier über das Feld und die ansonsten hervorragend agierende Wiesbadener Defense von Markus Krugmeister hatte nur eine Minute später das einzige Mal im gesamten Spielverlauf das Nachsehen als Düsseldorf mit einem kurzen Lauf auf 6:7 verkürzte. Der anschließende Snap zum PAT misslang, die Typhoons erhielten wegen eines Fehlstarts fünf Yards Strafe und als Holder Bühling auch einen zweiten schlechten Snap unter Kontrolle bringen musste, verfehlte der Schuss von Kicker Arian Ghorbani unter dem Jubel der Gastgeber das Tor.

Knapper Sieg für Wiesbaden

Die Phantoms erzielten ein neues First Down und hatten nun die Chance, die Zeit herunterlaufen zu lassen. Mit einem denkbar knappen Sieg haben die jungen Wiesbadener damit das dritte U19-Halbfinale in drei Jahren erreicht. Der Erfolg solle nun zwar gefeiert werden, so die Phantoms-Coaches, die jedoch auch betonten, den Blick nicht vom Verbesserungspotenzial des Teams abschweifen zu lassen. „Wir haben noch viel Luft nach oben. Und Berlin wird nochmal eine ganz andere Größenordnung“, warnte Head Coach Christian Freund.

Alle Ergebnisse

27.07.2019 / 14:00 h Phantoms – Typhoons 7:6
27.07.2019 / 15:00 h Adler – Razorbacks 23:15
28.07.2019 / 13:00 h Unicorns – Hurricanes 58:12
28.07.2019 / 15:00 h. Crocodiles – Rebels 45:0

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Die offizielle Internetseite der Wiesbaden Phantoms finden Sie unter: wiesbaden-phantoms.de

 

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