Die Betriebsärzte der Merck KGaA, der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, der Melsunger B. Braun SE sowie der Marburger Pharmaserv GmbH  impfen die Angestellten ihrer Unternehmen.

In Hessen hat am 3. Mai in vier großen Unternehmen den Testbetrieb der betriebsärztlichen Corona-Schutzimpfungen angefangen. Der Testbetrieb ist der Vorlauf zur nächsten Stufe – analog zum Verfahren bei Hausärzten – soll im Juni die Betriebsärzteschaft beim IOmpfen unterstützen. Für das Pilotprojekt stellt das Land dem Pharmaunternehmen Merck KGaA aus Darmstadt, der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH aus Frankfurt, der Melsunger B. Braun SE sowie der Marburger Pharmaserv GmbH insgesamt zunächst rund 10000 Impfdosen zur Verfügung.

„In Melsungen und an weiteren Standorten in Hessen startet heute unser Pilotverfahren für Impfungen in den Betrieben. Wir haben noch nicht ausreichend Impfstoff, um die Betriebsärzte flächendeckend einzubeziehen. Deshalb beginnen wir bei Unternehmen, die ganz entscheidend dazu beitragen, dass in Hessen und Deutschland weitergeimpft werden kann.“ – Hessens Innenminister Peter Beuth

Zum Start des Pilotverfahrens hat der Hessische Innenminister Peter Beuth die Firma B. Braun am Stammsitz im nordhessischen Melsungen besucht. Der Spezialist für Medizintechnik und Pharmabedarf ist europaweit Markführer in der Produktion von Impfzubehör. So stellt das Traditionsunternehmen die weltweit dringend benötigten Spritzen für Impfungen gegen das Corona-Virus her. Beuth dankte der Vorstandsvorsitzenden Anna Maria Braun stellvertretend für die Mitarbeiter, die mit ihrem täglichen Einsatz entscheidend dazu beitrügen, die Pandemie zu bekämpfen.

„Damit landesweit alle Bürger in den Impfzentren ihre schützenden Dosen erhalten, benötigen die Impfärzte millionenfach Zubehör. Die Frauen und Männer bei B. Braun arbeiten dafür im Schichtbetrieb. Ob in den Unternehmen, den Impfzentren oder den Praxen: Zehntausende Menschen setzen sich tagtäglich dafür ein, damit die Impfkampagne gelingt.“ – Hessens Innenminister Peter Beuth

Bereits im Laufe des Aprils hatte B. Braun ein Gebäude in Werk Stadtwaldpark in Melsungen als Standort für eine Impfstraße gewählt, da die Infrastruktur dort gut geeignet ist. Dort befinden sich hauptsächlich Büros, die im Moment aufgrund der Homeoffice-Regelungen des Unternehmens größtenteils nicht genutzt werden. Die technische Ausstattung für Lagerung und Aufbereitung der Impfstoffe wurden dort installiert, sodass auch Impfstoffe bei bis zu -70 Grad Celsius gelagert werden können. B. Braun erhält rund 2300 Impfdosen vom Land Hessen im Rahmen des Modellprojekts. Es ist geplant, 290 Personen pro Tag zu impfen, sodass die Impfaktion voraussichtlich acht Werktage dauern wird. Es werden Mitarbeiter in Gruppen aus verschiedenen Werken sowie der Logistik von den Standorten Melsungen und Bad Arolsen für die Impfung eingeplant.

„Als systemkritisches Unternehmen tragen wir dazu bei, die Corona-Schutzimpfung sowie die Versorgung von Patienten weltweit zu sichern. Wir freuen uns, als Pilotunternehmen die Impfkampagne zu unterstützen und somit einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie zu leisten.“ – B. Braun-Vorstandsvorsitzende Anna Maria Braun.

Weil sich in der dritten Priorisierungsgruppe hunderttausende Personen aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit impfen lassen können, werden neben den Impfzentren und Hausarztpraxen die betrieblichen Impfungen eine dritte Säule in der bundesweiten Impfkampagne bilden. Das Pilotverfahren mit den Pharmaunternehmen Merck KGaA aus Darmstadt, der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH aus Frankfurt, der Melsunger B. Braun SE sowie der Marburger Pharmaserv GmbH startet heute. Die jeweils dort Beschäftigten sind nach der Impfverordnung des Bundes Angehörige der Gruppe 3 und tragen darüber hinaus mit ihrer Arbeit für den Impffortschritt in der Bundesrepublik bei. In der vergangenen Woche konnten in den hessischen Impfzentren 190335 Menschen ihre erste und weitere 16072 ihre zweite Dosis erhalten, so viele wie nie zuvor.

Impfen Foto ©2021 Pexels Mikhail Nilov

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Aktuelle Cornona-Informationen aus Hessen gibt es online unter www.hessen.de.

 

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