Corona-Impfung: Im ersten Schub wird Hessen 10000 Impfdosen erhalten. Für die Inbetriebnahme der Impfzentren ist die Menge zu gering. Deshalb wird das Personal in Kliniken mit Covid-Stationen von mobilen Teams geimpft.

Was für Hessen gilt wird in Wiesbaden nicht anders sein, und so bereitet sich die Landeshauptstadt intensiv auf den Start der freiwilligen Corona-Impfung vor. Kurz nach Weihnachten werden zu den Ärzteteam und dem Personal der Krankenhäuser voraussichtlich die ersten Menschen in Alten- und Pflegeheimen geimpft. Das Impfzentrum im Rhein-Main Congress-Center (RMCC) bleibt deshalb vorerst noch geschlossen.

„Wir sind froh, dass der Impfstoff bald in Wiesbaden zur Verfügung stehen wird. Das ist der Schlüssel für die Rückkehr zur Normalität. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg. Die jetzt vor uns liegende Aufgabe ist gewaltig.“Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende sowie Bürgermeister und Gesundheitsdezernent Dr. Oliver Franz.

Anfangs werden nicht ausreichend Impfstoffdosen für alle Wiesbadener zur Verfügung stehen. Wiesbaden kann nur mit den zugeteilten Impfdosen arbeiten und hat auf die Zuteilung selbst keinen Einfluss. Die Impfung erfolgt schrittweise in priorisierten Gruppen entsprechend der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut und der Impf-Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums.

Zuerst Ärzte und medizinisches Personal

In der ersten Impfwelle sollen Ältere über 80 Jahre und Pflegeheimbewohner zum Zuge kommen, sowie das Personal etwa in Notaufnahmen oder Corona-Stationen sowie in der Altenpflege. In der zweiten Stufe sind Personen ab 70 Jahren sowie Menschen mit einem hohen Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Danach folgen im dritten Schritt Menschen ab 60 Jahren, Krebskranke, stark Übergewichtige, chronisch Nierenkranke, HIV-Infizierte und Diabetiker – außerdem Polizei, Justiz- und Regierungsmitglieder und Mitarbeiter des Lebensmittel-Einzelhandel. Die Corona-Schutzimpfung ist freiwillig. Jeder Bürger, der eine Corona-Schutzimpfung kostenfrei erhalten möchte, soll auch geimpft werden.

Das Land informiert

Sobald in Hessen der erste Impfstoff verfügbar ist, wird das Land Hessen die priorisierten Personengruppen zeitnah über die Möglichkeiten und die Terminierung der Impfung informieren. Hessen will zur Terminierung auch das vom Bund geplante einheitliche Anmeldeverfahren einsetzen. Bürger werden gebeten, nicht ohne Terminvereinbarung am Impfzentrum zu erscheinen. Immobile Menschen, wie etwa in Alten- und Pflegeheimen, werden von den mobilen Impfteams besucht, um die Impfungen vor Ort durchzuführen.

Ablauf im Impfzentrum

Im Impfzentrum angekommen meldet man sich an. Dabei wird in Wiesbaden auch die Körpertemperatur kontaktlos erfasst. Danach folgt ein Gespräch mit einem Arzt über mögliche Risiken und Nebenwirkungen. Danach wird die Impfung in einefr der acht Impfstraßen und dort in Einzelkabinen durchgeführt. Im Anschluss werden die Geimpften dann einige Minuten beobachtet – ob etwa allergische Reaktionen auftreten.
Die Impfung ist für die Bevölkerung kostenfrei. Den Aufwand für die Impfung teilen sich Bund, Länder und Krankenkassen.

Vorsicht: Trittbrettfahrer

Die Landespolizei Hessen weist darauf hin, dass aktuell Kriminelle die Angst vor dem Corona-Virus auf vielfältige Weise ausnutzen. Bürgerinnen und Bürger sollen vorsichtig sein, wenn falsche Mitarbeitern von Behörden oder Unternehmen an ihrer Tür klingeln. Auch Impfteams kommen nicht unangemeldet einfach vorbei.

Die Polizei rät:

– Unbekannte nicht in die Wohnung lassen.
– Von Amtspersonen den Ausweis zeigen lassen und gegebenenfalls im Zweifel bei der entsprechenden Behörde rückversichern.
– Keine Wertgegenstände oder Geld an der Haustür übergeben.
– Energisch gegenüber aufdringlichen Besuchern auftreten, Tür schließen, laut werden und Öffentlichkeit erzeugen oder die Notrufnummer 110 wählen.

Ältere Coronavirus Nachrichten aus Hessen.

Corona-Nachrichten von letzter Woche lesen Sie hier.

Die offizielle Internetseite des Robert-Koch-Instituts mit Fallzahlen finden Sie unter: www.rki.de.

 

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