Unter Schülern ist es nichts Neues. Lesen macht Spaß, besonders wenn dahinter kein schulischer Druck steht. Deshalb wurde für Schüler der 3. bis 6. Kasse das Projekt „Ich bin eine Leseratte“ geschaffen.

Es ist Bergfest, würde der Architekt sagen. Seit den Sommerferien und noch bis zu den Herbstferien sind in je 15 hessischen und thüringischen Büchereien Schüler der 3. bis 6. Schulklasse angesprochen, sich in an dem Schule-unabhängigen Projekt Ich bin eine Leseratte zu beteiligen. Schulkinder sind aufgerufen, nicht nur sechs spannende Bücher zu lesen, sondern auch ihren eigenen literarischen Kritikerverstand zu entwickeln. Wiesbaden ist in diesem Jahr nicht dabei. Die nächste teilnehmende Bücherei befindet sich in Kelkhein, im Taunus.

Acht Titel lesen und bewerten

In der Stadtbibliothek liegen für die Leseratten und den Kindern, die Leseratten werden möchten, acht Titel gleich in mehrfacher Ausführung bereit. Und damit Kinder nicht auf das frei werden von einzelnen Titeln warten müssen,  gibt es von jedem Buchtitel mehrere Exemplare. Die Titel Lauten

Leseratte werden

– Megumi Iwasa / Jörg Mühle: Viele Grüße, deine Giraffe (2017)
– Annette Pehnt/ Jutta Bauer: Der Bärbeiß. Schrecklich gut gelaunt (2017)
– Bibi Dumon Tak / Meike Blatnik: Mücke, Maus und Maulwurf – Die allernormalsten Tiere der Welt (2016)
– Antje Herden: Wir Buddenbergs. Der Schatz, der mit der Post kam (2018)
– Stephan Knösel: Master of Disaster. Chaos ist mein zweiter Name (2017)
– Jochen Till: Luzifer junior 1 – Zu gut für die Hölle (2017)
– Arienne Bolt/Linde Fass: Die abenteuerliche Reise der Ballerinus (2018)
– Gideon Samson: Sternschnuppensommer (2018).

Alle interessierten jungen Leser sind aufgerufen, in die Bücherei zu kommen, sich zunächst eins der Bücher auszusuchen und ein Mitmachheft mit Fragebögen zu sichern. Nicht alle Bücher müssen gelesen werden, aber eine richtige Leseratte sollte schon drei bis vier schaffen. Zeit ist schließlich bis zu den Herbstferien.
Zusätzlich beinhaltet das Fragebogenheft eine freie Doppelseite für eine besondere Bücherei-Herausforderung, das bedeutet, dass die  die Büchereien können einen zusätzlichen Titel aus ihrem Bestand in das Projekt integrieren.

Kritik üben

Im Anschluss an das Projekt – also nach den Herbstferien – ist die junge Leserschaft aufgefordert, den Lesestoff in einem Heft zu bewerten und in Form von Zeichnungen auf Papier zu bringen. Für besonders eifrige „Leseratten“ lobt die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen Preise aus: Zu gewinnen gibt es Buchgutscheine, mit denen individuelle Buchwünsche in der nächsten Buchhandlung erfüllt werden können. Zum Abschluss des Projektes werden alle Schüler, die sich am Leseprojekt beteiligt haben, in ihre Bücherei zu einem Lesefest eingeladen, in dessen Rahmen diese Preise zu gewinnen sind.

„literarischen Kritikerverstand“

Das Projekt „Ich bin eine Leseratte“ animiert Kinder und Jugendliche nicht nur zum Lesen von spannenden Büchern, sondern auch dazu, den eigenen „literarischen Kritikerverstand“ zu entwickeln und sich auch kreativ-künstlerisch mit dem Lesestoff auseinanderzusetzen.

Die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen stellt gemeinsam mit der Nassauischen Sparkasse (Naspa) das Lesematerial sowie Arbeits- und Werbematerialien zur Verfügung. Die Stiftung verbindet mit der Durchführung des Freizeit-Leseprojektes gleich zwei ihrer Förderschwerpunkte miteinander: die Stärkung von Bibliotheken und die Vermittlung kultureller Werte an Kinder. (Bild: Fantasy Book von Theo Crazzolara. Flickr / Theo Crazzolara / CC-BY-2.0)

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