#WeichenStellen: City-Bahn „Ja“ oder „Nein“? An diesem Punkt scheiden ich die Geister. In zwei Monaten entscheiden die Bürger, wo die Reise hingeht. Für die Teilnehmer der Demo liegt die Antwort auf der Hand.

Die Teilnehmer zogen bei bester Stimmung unter dem Hashtag #WeichenStellen, friedlich und mit Musik vom Hauptbahnhof entlang der geplanten City-Bahn-Route vom Bahnhof über die Ringkirche bis zum Luisenplatz. Das konsequente Tragen von Masken, das Einhalten der Sicherheitsabständen und viele, viele freiwillige Ordner ermöglichten auch unter Corona-Bedingungen eine sichere Veranstaltung. Während der Demo wurde von den Menschen aller Altersklassen selbstgemalte Schilder, Luftballons, Banner und Flaggen geschwenkt und lautstark die Verwirklichung einer Straßenbahn in Wiesbaden gefordert.

„Redner sprachen aus Sicht der Arbeitnehmer, der Anwohner, der Jugend aber auch aus Sicht der Autofahrer. Und alle, egal ob der politische Hintergrund konservativ, ökologisch oder links war, oder aus welcher gesellschaftlichen Organisation die Menschen kommen, kamen zu dem Ergebnis, dass die City-Bahn ein wichtiger Baustein in der Verkehrswende für Wiesbaden und die gesamte Umgebung sein wird.“ – Manuel Wüst auf Facebook, #WeichenStellen

Bei der Auftaktkundgebung auf dem Bahnhofsplatz erläuterte zunächst der Wiesbadener Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Grüne), warum Wiesbaden bei der Verkehrsentwicklung an seine Grenzen stößt und weshalb eine Straßenbahn so wichtig für unsere Stadt ist. Sascha Schmidt (Kreisvorsitzender des DGB) und Elisabeth Kula (Die Linke, MdL Hessen) betonten die sozialen Aspekte des Projekts – ein attraktiver ÖPNV sei wichtig, damit das Grundrecht auf Mobilität auch ohne eigenes Auto erfüllt werden könne. Und Lara Klaes vom Jugendbündnis für die City-Bahn erklärte schließlich, dass ein Weiter So in der Verkehrspolitik den nachfolgenden Generationen schadet und jetzt die Weichen für eine Mobilität gestellt werden müssen, die mit Ihrer Vision von Stadtleben zusammen passt.

„Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende bezieht klar Position für eine Straßenbahn in unserer Stadt und lädt jeden in den kommenden Wochen zum Dialog ein.“ – Dirk Vielmeyer auf Facebook, #WeichenStellen

Bei der Abschlusskundgebung auf dem Luisenplatz legten Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende, SPD, und Oberbürgermeister Michael Ebling, SPD, sowie der Verkehrsdezernent des Rheingau-Taunus-Kreises, Günter Döring, SPD, die entscheidenden Vorteile der City-Bahn für die Vernetzung der Region dar. Die City-Bahn trage maßgeblich zur Verbesserung des überlasteten Busangebots in und um Wiesbaden bei. Die Alternativen seien noch nie so gut untersucht worden wie jetzt und eine Straßenbahn habe sich dabei als die Abstand vielversprechendste Lösung für Wiesbaden und die Region erwiesen.

“Wenn ich weiter mit meinem Moped rum düsen kann, stimme ich mit Ja… Leben und Leben lassen sag ich mal, finde eine moderne Straßenbahn cool! why not. Wie gesagt so lange man zu nix gezwungen wird.“ – Klaus Strasser auf Facebook, #WeichenStellen

Der Bundestagsabgeordnete Martin Rabanus (MdB, SPD) aus Taunusstein erklärte, wie wichtig die Verbindung für Einpendler aus Taunusstein sei, die erst mit der City-Bahn eine ernsthafte Alternative zum Auto erhalten würden. Nur durch eine deutlich bessere Nahverkehrsanbindung könne die Anzahl an Autos mit den Kennzeichen RÜD und SWA abnehmen, die Wiesbadens 1. und 2. Ring verstopfen. Außerdem sieht er sich in der Verantwortung, die Fördergelder von Bund und Land nach Wiesbaden zu holen, damit diese Investition hier in der Region Arbeitsplätze schaffen kann und die Verkehrs- und Umweltprobleme lindern kann. Schließlich fördert der Bund mit 75 Prozent der Kosten so viel wie noch nie – Geld, das zweckgebunden ist für städtischen, schienengebundenen ÖPNV.

„Von Mainz, über die Wiesbadener Innenstadt und Taunusstein bis nach Bad Schwalbach: Rund 40 Kilometer lang wäre die erste Linie der City-Bahn.“ – Wiesbadener Kurier am 29. Juli 2020, #WeichenStellen

Die rheinland-pfälzische Landesministerin Anne Spiegel (MdL Rheinland-Pfalz, Grüne) zeigte auf, wie wichtig das Projekt nicht nur für Mainz und Rheinhessen, sondern perspektivisch auch für die Anbindung des rheinland-pfälzischen Taunus sei. Hierfür stellte sie sogar finanzielle Mittel aus dem Nachbarbundesland in Aussicht. Die Wähler sollen sich diese Verantwortung bei der Abstimmung zum Bürgerentscheid am 1. November bewusst machen.

„Die Sorgen und Ängste der City-Bahn-Gegner würde ich ja gerne ernst nehmen, aber irgendwie haben sie keine wirklichen Argumente außer: „Ich will das nicht!“. Es wird wahrscheinlich so kommen, dass bei der Abstimmung viele dagegen stimmen, um „denen da oben es mal so richtig zu zeigen“. Ein Grund mehr gegen Volksabstimmungen zu sein.“ – Gernot Schauermann auf Facebook

Martin Kraft, Vorsitzender von Bürger Pro City-Bahn e.V., betrat mit einem Mehr #Mut für Wiesbaden-T-Shirt die Bühne und fordert die Wiesbadener dazu auf, nicht aus Angst vor Veränderung in den Probleme der Gegenwart zu verharren, sondern mutig die Zukunft einer bessere, eine lebenswerteren Stadt für alle zu gestalten. Wandel gehörte zum Wesen eine Großstadt und die Herausforderungen der Zukunft seinen immens. Es käme jetzt darauf an diese Veränderung aktiv zu gestalten, statt sich passiv in immer größere Probleme treiben zu lassen. Er rief die Anwesenden zum Dialog mit den vielen noch Unentschlossen auf, um beim Bürgerentscheid am 1. November mit einem mutigen Ja! die Weichen für die Zukunft zu stellen.

#WeichenStellen

Alle Unterstützer sind sich einig, dass die Verkehrs- und Umweltprobleme der Stadt und der Umgebung am besten mit dem Bau der Straßenbahn angegangen werden können. Der Verein Bürger Pro City-Bahn e.V. fordert die Bürger auf, zur Abstimmung zu gehen oder von der Möglichkeit der Briefwahl Gebrauch zu machen, um die Weichen für ein schöneres Wiesbaden zu stellen.

Über den Verein Bürger Pro City-Bahn e.V.

Bei Bürger Pro City-Bahn e.V. engagieren sich Menschen aus Wiesbaden und Umgebung für die Verkehrswende in Wiesbaden und einen nachhaltigen Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs in unserer Region. Die Planung und den Bau der City-Bahn begleiten wir konstruktiv und wirken auf eine bestmöglichen Lösung für unsere Stadt hin. Ein Schwerpunkt unserer Arbeit besteht darin, die Stadtöffentlichkeit über die Rahmenbedingungen zu informieren und das Projekt in einen konstruktiven Dialog zu begleiten. Wir verstehen die City-Bahn als einen essentiellen Baustein auf dem Weg zu einer lebenswerteren, verkehrsärmeren und grüneren Stadt.

Weitere Nachrichten aus dem Ortsbezirk Mitte lesen Sie hier.

Die offizielle Internetseite pro City-Bahn finden Sie unter procitybahn.de.

 

Sie möchten keinen Beitrag mehr verpassen und stets aktuell informiert sein? Dann bestellen Sie doch gleich unseren Newsletter oder folgen uns auf Twitter, Instagram und werden Sie Fan von Wiesbaden lebt!