Die Bundeswehr testet in Altersheimen. Das Bundesministerium wirbt Personal für Tests in Altenheimen an. Bis das einsatzbereit ist heißt gilt morgens in Wiesbadens Jugendherberge: „Abmarsch zu den Altenheimen.“

Der Einsatzbefehl steht und heute haben sich die 22 Soldaten der Bundeswehr in Wiesbaden vorgestellt – ihr erster Dienstbeginn ist Samstagmorgen. Nachdem sie am Freitag intensiv in der Anwendung der Antigen-Schnelltests geschult wurden, werden sie vom 6. Februar an das Deutsche Rote Kreuz bei der flächendeckende Testung in den Wiesbadener Pflegeeinrichtungen unterstützen.

„Mit der dringend benötigten Unterstützung der 22 Soldaten können von Samstag deutlich besser unserer Pflicht der wöchentlichen Tests nachkommen und dokumentieren.“ – Christoph Manjura, Sozialdezernent

Die aktuelle Einrichtungsschutzverordnung des Landes Hessen verpflichtet Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter und pflegebedürftiger Menschen jeden Mitarbeiter mindestens zweimal pro Woche sowie bei Dienstantritt nach einer Abwesenheit von mehr als drei Tagen auf das Vorliegen einer Infektion mit SARS-CoV-2 zu testen. Hinzu kommen die Tests für die Bewohner. Ebenfalls einen negativen Test vorweisen müssen Besucher der Einrichtungen, auch wenn die Verordnung hier offenlässt, woher die Besucher diesen bekommen.

„Es findet unsere Anerkennung, dass es zahlreichen Pflegeheimen gelingt, die Testungen mit eigenem Personal durchzuführen. Bis aber in allen Pflegeheimen die flächendeckende Testungen sichergestellt sind, haben wir die Unterstützung der Bundeswehr angefordert.“ – Christoph Manjura, Sozialdezernent

Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sind eine besonders gefährdete Bevölkerungsgruppe und es ist wichtig, dass sie durch diese Maßnahme noch besser vor der Ansteckung mit dem Corona-Virus geschützt werden. Knapp die Hälfte der Wiesbadener Pflegeheime kann diese Aufgabe, neben allen anderen, momentan jedoch nicht umsetzen. Wiesbaden hat deshalb einen Amtshilfeantrag auf Unterstützung durch die Bundeswehr gestellt. Die Unterstützung durch die Bundeswehr erfolgt zunächst drei Wochen.

„Ich kann mir vorstellen, dass wir über die drei Wochen hinaus auf die Soldaten angewiesen sein werden.“ –  Bürgermeister Dr.Oliver Franz.

In Federführung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales bzw. der Bundesagentur für Arbeit soll freiwilliges Personal gewonnen werden, das dann in den Einrichtungen angestellt wird und die Testungen durchführt. Die Zahl der Tests, die eine Einrichtung im Monat durchführen und abrechnen kann, ist einrichtungsbezogen und wird durch die Testkonzepte des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration vorgegeben. Bis zu dieser Höhe sind die Sachkosten in Höhe von 9,000 Euro je Test sowie Durchführungskosten, in Höhe von 9 Euro je durchgeführtem Test gegenüber der Pflegekasse erstattungsfähig.

„Wir hoffen, dass damit Besuche bei den Angehörigen, so unkompliziert wie möglich, stattfinden können.“ – Christoph Manjura, Sozialdezernent

Mit Unterstützung der Bundeswehr werden, neben den Testungen des Personals, insbesondere auch die Schnelltests für Besucher ermöglicht. In der Stadt sind damit momentan 80 Soldaten im Einsatz. Die Gesamtzahl setzt sich zusammen aus 46 Soldaten im Impfzentrum, 12 Kontaktnachverfolgung, 22 Testungen an Altenheimen.

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Die offizielle Internetseite des Robert-Koch-Instituts mit Fallzahlen finden Sie unter: www.rki.de.

 

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