H2O bezeichnet die chemische Verbindung aus den Sauerstoff (O) und Wasserstoff (H). Umgangssprachlich wird die  Bezeichnung Wasser verwendet. Eis und Wasserdampf sind andere Aggregatzustände.

Wiesbaden ist eine Stadt des Wassers. Täglich sprudeln zwei Millionen Liter Thermalwasser aus 27 Quellen in die Stadt. Aus dem Taunus fließen 55 Bäche in Richtung Wiesbaden und mit dem Rhein strömen in jeder Sekunde 2300 Kubikmeter Wasser an Wiesbaden vorbei.

Landesmuseum (Museum Wiesbaden), kurz gefasst

Jahr des Wassers – „Vom Wert des Wassers. Alles im Fluss? “
Wann: 22. April 2022 bis zum 5. Februar 2023
Wo: Hessisches Landesmuseum für Kunst und Kultur (Museum Wiesbaden), Friedrich-Ebert-Allee 2, 65185 Wiesbaden
Öffnungszeiten: dienstags und donnerstags 10:00 bis 20:00 Uhr, mittwochs und freitags 10:00 bis 17:00 Uhr, sonntags und Feiertage 10:00—18:00 Uhr,  montags geschlossen
Eintritt: Dauerausstellung* 6,— Euro (4,— Euro ermäßigt) | Sonderausstellung 10,00 Euro (7,— Euro ermäßigt)

Anlässlich des Wiesbadener Jahres des Wassers betrachtet das Museum Wiesbaden mit zwei Sonderausstellungen das Thema Wasser aus den Blickwinkeln von Kunst und Natur. Die naturhistorische Schau Vom Wert des Wassers. Alles im Fluss? macht den Auftakt der beiden Wasserausstellungen. Vom 22. April 2022 bis zum 5. Februar 2023 zeigt die Ausstellung auf, wie Wasser Wiesbadens Geschichte und Gegenwart beeinflusste. In der Ausstellung wird dies eindrucksvoll an einem Rheinufer-Diorama und einem neun Quadratmeter großen Stadtmodell vermittelt.

„Die Ausstellung thematisiert so auch wichtige Zukunftsfragen. Der Wert des Wassers steigt. Klimawandel, Versiegelung und Agrarindustrialisierung setzen dem Wasser zu. Wir wollen zeigen welche Entwicklungen bevorstehen und wie nachhaltiges Handeln zum Schutz des Wassers beiträgt und hilft, dass alles im Fluss bleibt.“ – Hannes Lerp, Kurator

Das Element des Wassers prägt Wiesbadens Geschichte: schon während der letzten Eiszeit erholten sich die Pferdejäger in den Thermalquellen unweit des Rheines. Römer nannten den Ort Aquae Mattiacorum und wiesen damit auf die Heilwirkung der heißen Quellen hin. Und im 19. Jahrhundert avancierte Wiesbaden zu einem der bedeutendsten Kurbäder Europas. Industrien siedelten sich am Rhein an und die wachsende Bevölkerung stellt immer neue Herausforderung an die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung. In der neuen naturhistorischen Ausstellung im Hessischen Landesmuseum für Kunst und Natur vermitteln zahlreiche Objekte Wiesbadens Umgang mit dem Wasser – vom Thermalwasser, der Renaturierung von Bächen bis hin zur Geschichte der Kanalisation.

„Global denken und lokal handeln – Damit wir als Gesellschaft unsere eigene Lebensgrundlage nicht vollends ruinieren, müssen wir beide Dimensionen in den Blick nehmen. Deshalb thematisieren wir das große Zukunftsthema Wasser bewusst im regionalen Kontext der Stadt Wiesbaden und seiner Region.“ –  Dr. Andreas Henning, Direktor des Museums Wiesbaden

Die Schau bietet auf 800 Quadratmetern einen facettenreiche Einblicke in die Geschichte der Wasserstadt Wiesbaden für Groß und Klein. Sie fokussiert einerseits die Nutzung des Wassers durch den Menschen und andererseits die Bedeutung des Wassers für die Natur. So stehen sich zwei große Inszenierungen gegenüber und bilden das Zentrum der Ausstellung. Sie machen nicht nur den Wasserreichtum Wiesbadens sichtbar, sondern zeigen auch Konflikte, Missstände und Entwicklungsmöglichkeiten auf.

„Exemplarisch wird Wasser als zentrales Lebenselement und kostbare Ressource erlebbar. Wir freuen uns, dass wir das Wiesbadener Wasserjahr mit dieser umfangreichen Sonderausstellung bereichern können und Gerd-Uwe Mende als Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden die Schirmherrschaft übernommen hat.“ –  Dr. Andreas Henning, Direktor des Museums Wiesbaden

Ein maßstabsgerechtes Modell der Wiesbadener Innenstadt verortet nicht nur die sprudelnden Thermalquellen und das städtische Kanalnetz: Besucher können entdecken, an welchen Stellen Bäche unter der Stadt verlaufen. Dem gegenüber steht ein naturnahes Diorama, für das das Präparatorenteam des Museums fünf Meter Rheinufer mit Tieren und Pflanzen ins Museum geholt hat. Die Naturvielfalt im und am Wasser kann auch in Aquarien, Fotografien und Modellen erforscht werden. So können Kleinstlebewesen in Vergrößerung entweder unter dem Mikroskop oder in überlebensgroßen Modellen studiert werden. In Lebensgröße beeindruckt die Vielfalt der einheimischen Süßwasserfische. Mit seinen heißen Thermalquellen bietet Wiesbaden etwa auch einer wärmeliebenden Tierwelt ein Auskommen – nicht immer zur Freude der Anwohner.

„Wasser gibt es im Regen, in Bächen und Flüssen, in Seen und Meeren, aber bei uns auch an jedem Wasserhahn. Reines Wasser ist durchsichtig und hat keine Farbe. Es hat keinen Geschmack und keinen Geruch. In der Chemie ist Wasser eine Verbindung von Sauerstoff und Wasserstoff.“ – Wikipedia für Kinder

Eine Ausstellung für die ganze Familie – Junge Gäste können die Ausstellung selbständig erkunden – geleitet vom Riesen Ekko, einer Wiesbadener Sagengestalt. Die Entdeckungstour spürt den Fragen nach: Was ist Wasser?, Wo ist Wasser und wozu dient es?, Wer lebt im Wasser? und führt dabei zu vielen Mitmachstationen. An Mikroskopen können kleinste Wasserlebewesen entdeckt werden, mit einer Murmelbahn wird der Weg des Wassers in der Stadt gefolgt. Ein großer Touchscreen gibt Auskunft über die Bäche von Wiesbaden und eine Rätselwand verrät einiges über Wiesbadener Wasserbesonderheiten.

Foto oben ©2021 Museum Wiesbaden Studienausstellung/Bernd Fickert 2022

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Die offizielle Internetseite vom Museum Wiesbaden finden Sie unter museum-wiesbaden.de.

 

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