Vor 81 Jahren, in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, brannten die Synagogen. Sie brannten im gesamten Deutschen Reich,  in Österreich und in der Tschechoslowakei.

Die hessische Landeshauptstadt, die Jüdische Gemeinde Wiesbaden und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Wiesbaden laden alle Bürger ein, mit ihnen am Standort der 1938 zerstörten großen Wiesbadener Synagoge an die Reichspogromnacht und und die vielen jüdischen Opfer zu erinnern.

Gedenkfeier, kurz gefasst

Erinnernan die Zeit vom 7. und 10. November 1938
Wann:
Samstag, 9. November 2019, 19:00 Uhr
Wo: Gedenkstätte Synagoge am Michelsberg, Gedenkstätte Michelsberg, Coulinstraße, 65183 Wiesbaden (Anfahrt planen!)

Viele Juden standen am Rande ihrer Existenz. Jüdische Einrichtungen, Häuser und Geschäfte wurden mutwillig und zerstörerisch heimgesucht. Seit 1954 findet in Wiesbaden jedes Jahr  am 9. November das Gedenken an die Gräultaten durch die Nationalsozialisten statt. 

Dr. Jacob Gutmark, Jüdische Gemeinde Wiesbaden

Dr. Jacob Gutmark, Jüdische Gemeinde Wiesbaden

El Male Rachamim

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende wird für die Stadt und Dr. Jacob Gutmark für den Vorstand der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden sprechen. Umrahmt wird das Programm mit Beiträgen von Schülern des Leistungskurses Geschichte der Carl-von-Ossietzky-Schule Wiesbaden, sowie Schülern des Oberstufenkurses Jüdische Religion der Diltheyschule Wiesbaden sowie durch Jugendliche des Jugendzentrums „Oz“ der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden.

Anschließend werden symbolisch für die sechs Millionen Opfer der Schoah sechs Gedenkkerzen angezündet. Es folgen das Kaddisch, gesprochen von Dr. Gutmark und der Vortrag des Psalm 23 und des Gebets El Male Rachamim durch Dr. Martin Pam von der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden.

(Reichs-)Kristallnacht, Pogromnacht

Die Novemberpogrome 1938 – bezogen auf die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 auch (Reichs-)Kristallnacht oder Reichspogromnacht genannt – waren vom nationalsozialistischen Regime organisierte und gelenkte Gewaltmaßnahmen gegen Juden im gesamten Deutschen Reich. Dabei wurden vom 7. bis 13. November 1938 viele  Menschen ermordet oder in den Suizid getrieben. Über 1.400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört. Ab dem 10. November wurden ungefähr 30.000 Juden in Konzentrationslagern inhaftiert, von denen Hunderte ermordet wurden oder an den Haftfolgen starben.

Die Pogrome markieren den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden seit 1933 zur systematischen Verfolgung, die knapp drei Jahre später in den Holocaust mündete.Erinnern an die Reichspogromnacht

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Weitere Informationen zur Reichspogromnacht finden Sie auf den Internetseiten der Landeszentrale für politische Bildung unter www.lpb-bw.de.

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