Nächste Woche wieder ganz normal von Kostheim nach Wiesbaden. Die östliche Seite des Knotenpunkts Otto-Suhr-Ring ist fertiggestellt.

Ab Montag, 23. November, wird das Leben für die Anwohner in Kostheim und Kastel sowie für die Kunden und Beschäftigten im Gewerbegebiet an der Boelckestraße ein Stück leichter. Durch den Baufortschritt auf der Boelckestraße können die gewohnten Abbiegewege auf der Otto-Suhr-Ring und dem Otto-Suhr-Ring von Mainz nach Kostheim und aus Kostheim kommend nach Wiesbaden wieder eingerichtet werden. Damit wird der Verkehr rund um die Metro deutlich entlastet.

gewohnten Abbiegewege auf dem Otto-Suhr-Ring

Die gewohnten Abbiegewege auf dem Otto-Suhr-Ring Stadt: Wiesbaden

Die neuen Bordsteine und die neue barrierefreie Bushaltestelle sind bereits angelegt. Nach den noch nötigen Verdichtungsarbeiten wird der Asphalt für die Fahrbahn aufgebracht. Im nächsten Bauabschnitt wird der westliche Teil des Knotenpunkts angegangen und abgeschlossen.

Großbaustelle

Die Boelckestraße wird bis 2022 in einem aufendigen Projekt in ihrer Leistungsfähigkeit für das Gewerbegebiet Petersweg Ost erweitert und umgebaut. Dabei werden auch alle unterirdischen Versorgungsleitungen für Wasser, Gas, Strom und die digitale Glasfaser-Infrastruktur im Kreuzungsbereich Boelckestraße/Otto-Suhr-Ring modernisiert und neu verlegt. Zudem wird der Bachlauf des Ochsenbrunnenbachs an die Oberfläche gebracht und der gesamte Bereich in einem noch nicht da gewesenen Rahmen  gestaltet. Dazu zählt auch die Einrichtung eines neuen baulich getrennten Geh- und Fahrradwegs.

„Trotz der hohen Komplexität des Bauvorhabens und unter den derzeitigen  Bedingungen der Pandemie sind wir voll im Zeitplan des Gesamtprojektes, auch wenn einzelne Teilbauphasen einen geringfügig höheren Zeitbedarf haben als geplant.“ – Karsten Hense,  Tiefbau- und Vermessungsamt

Komplexes Bauvorhaben mit viel Detailarbeit in der Tiefe – Die Umlegung des Verkehrs in den nächsten Bauabschnitt nach der Herstellung der neuen Fahrbahn ist jedoch nur die sichtbare Spitze des komplexen Bauvorhabens. Im Untergrund wurden zwischenzeitlich alle Versorgungs- und Telekommunikationsleitungen im Kreuzungsbereich abschnittsweise um- oder neu verlegt. Diese Arbeiten waren nicht für jeden offensichtlich, aber sehr zeitaufwendig, da sie nur abschnittsweise ausgeführt werden konnten, um die Bewegung mit den Geräten auf der Baustelle noch zu ermöglichen und die Arbeiten durchführen zu können und um die Versorgung aller Abnehmer/Kunden und den Brandschutz jederzeit zu gewährleisten.

Neuer Kanal: Ochsenbrunnenbach

Ebenfalls im Untergrund wurden zwischenzeitlich die neuen Rohre für den Ochsenbrunnenbach verlegt, der durch ganz Kastel bis zur Mündung im Rhein entlang der Boelckestraße unterirdisch weiterverläuft. Hierzu wurden auf einer Länge von rund 270 Metern drei parallele Rohrleitungen aus speziellem Glasfaserkunststoff verlegt und an zwei neu hergestellte Schachtbauwerke, jeweils am derzeitigen Bauanfang und Bauende, angeschlossen. Im Abschnitt vom landwirtschaftlichen Betrieb der Familie Koch bis zur Ernst-Galonske-Straße wird der Bach an der neuen Boelckestraße auf die Seite gegenüber der Metro geführt. In diesem Abschnitt wird er zur Aufwertung des Areals und für eine verbesserte Biodiversität oberirdisch geführt.

Die neuen Rohre für den Ochsenbrunnenbach

Die neuen Rohre für den Ochsenbrunnenbach sind verlegt Foto: Tiefbau- und Vermessungsamt

Zusätzliche Komplexität hatten die gesetzlich vorgeschriebenen archäologischen Arbeiten und die Sondierung auf Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg auf die Baustelle gebracht. Das gesamte Gebiet auf dem die spätere Straße hergestellt wird, wurde bei laufendem Baustellenbetrieb einer gründlichen Untersuchung unterzogen, um anhand von eventuellen Bau- und Siedlungsresten ein Bild über die frühere Besiedlung in diesem Bereich von Kastel zu erhalten. Aufgrund der mehrfachen Überformung der Flächen im Bereich der späteren Fahrbahn wurden dabei keine bedeutenden Funde gemacht. Die archäologischen Arbeiten im Bereich der späteren Gewerbeflächen laufen derzeit noch planmäßig weiter, betreffen aber den zeitlichen Ausbau der Boelckestraße nicht.

Kampfmittelsondierung

Auch bei der Kampfmittelsondierung bis fünf Meter Tiefe wurden keine Blindgänger aufgespürt, so dass die Arbeiten nach Abschluss der Untersuchungen planmäßig fortgesetzt werden konnten.

Hygienevorschriften

Auch das bestehende Hygienekonzept für die Baustelle, nach denen die Anzahl der gleichzeitig anwesenden Arbeitskräfte in einem Baubereich nach Möglichkeit geringgehalten wird, um die Anforderungen in der Corona-Pandemie einzuhalten, hat bisher nicht zu wesentlichen Verzögerungen des Bauvorhabens geführt. So arbeiten weiterhin verschiedene Firmen derzeit grundsätzlich nicht in einem Graben/Baufeld zusammen, sondern lediglich nacheinander oder wenn möglich mit größerem Abstand. Das kann den Anschein erwecken, dass nur wenig Personal auf der Baustelle tätig sei.

Weitere Nachrichten aus dem Ortsbezirk Kostheim lesen Sie hier.

Die offizielle Internetseite des Tiefbau-und Vermessungsamts finden Sie unter www.wiesbaden.de.

 

Sie möchten keinen Beitrag mehr verpassen und stets aktuell informiert sein? Dann bestellen Sie doch gleich unseren Newsletter oder folgen uns auf Twitter, Instagram und werden Sie Fan von Wiesbaden lebt!