Corona wird nicht über Blut übertragen. Die Hygienestandards beim Blutabnehmen wurde dennoch erhöht. Aufgrund der besonderen Umstände sollte Spender aber mehr Zeit mitbringen. Blutkonserven sind sicher.

Die erlassenen Lockerungen nach dem Shutdown sorgen zu ansteigendem Blutbedarf in den Kliniken. Über mehrere Wochen wurden, zur Schaffung von Personal- und Bettenkapazitäten für COVID-19 Patienten, nicht dringend erforderliche Operationen zunächst ausgesetzt. Der Blutbedarf ging entsprechend zurück. Wie von zahlreichen Patienten dringend erwartet, kehren die Kliniken nach den Lockerungen nun wieder zum ursprünglichen Operationsplan zurück wodurch der Bedarf an Blutkonserven steigt.

„Blut zu spenden rettet Leben. Deshalb ist es auch unter den aktuellen Einschränkungen von Veranstaltungen erlaubt, Blutspenden zu gehen.“ – Kai Klose, Minister für Soziales und Integration

Das trägt zu einer steigenden Nachfrage an Blutkonserven bei: Jede Woche werden in Hessen zur Patientenversorgung mehrere tausend Blutspenden benötigt – jeder kann, z.B. als Unfallopfer, auf Blutspenden angewiesen sein. Ich bitte deshalb alle Hessinnen und Hessen, jetzt Blut zu spenden und so dazu beizutragen, dass kein Versorgungsengpass entsteht, erklärte Kai Klose, Minister für Soziales und Integration, letzte Woche in Wiesbaden.

„Blutprodukte sind auch in Krisenzeiten notwendig, um Schwerkranken und Unfallopfern helfen zu können.“ – Kai Klose, Minister für Soziales und Integration

Minister Klose appelliert in diesem Zusammenhang an die Bundesärztekammer. Der Minister sagte, dass die Kammer ihre Haltung überdenken solle, ganze Gruppen unabhängig vom individuellen Verhalten faktisch von der Blutspende auszuschließen. Personen, die Blut spenden möchten, sollten online einen Termin vereinbaren, um den vorgegebenen Schutzmaßnahmen gerecht werden zu können.

„Da Blutprodukte nur kurzfristig haltbar sind, konnten während des Shutdowns keine langfristigen Vorräte angelegt werden. Der DRK-Blutspendedienst bittet daher jetzt dringend gesunde Menschen um ihre Blutspende.“ – Kai Klose, Minister für Soziales und Integration

Erstspender können bis zum vollendeten 65. Lebensjahr Blut spenden. Das maximale Spenderalter für Blutspender ist das vollendete 73. Lebensjahr. Blut spenden darf aktuell nicht, wer in den letzten vier Wochen aus dem Ausland zurückgekehrt ist. Spendenwillige mit Kontakt zu einer Person, die positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde, können für vier Wochen nach dem letzten Kontakt kein Blut spenden. Personen, die an COVID-19 erkrankt waren, werden für vier Wochen nach Ausheilung von der Blutspende zurückgestellt.

Damit Wartezeiten vermieden und der erforderliche Mindestabstand eingehalten werden kann, bittet der Blutspendedienst das Terminreservierungssystem unter www.blutspende.de/termine zur individuellen Terminvereinbarung zu nutzen. Bitte zur Blutspende den Personalausweis mitbringen! (Bild Blutspenden – Bild von Ahmad Ardity auf Pixabay)

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