Aufgrund einer aktuellen Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts hat die Bundesregierung Corona-Impfungen mit Astrazeneca vorsorglich ausgesetzt.

In mehreren Fällen wurde in Deutschland in zeitlichem Zusammenhang mit einer Impfung mit Astrazeneca eine spezielle Form von schwerwiegenden Hirnvenen-Thrombosen in Verbindung mit einem Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie) und Blutungen festgestellt. Aufgrund der Vorkomnisse und der Datenlage hat das Paul-Ehrlich-Instituts empfohlen, die Corona-Impfungen mit dem Impfstoff vorsorglich auszusetezn. Das Hessische Innenministerium hat alle 28 Impfzentren angewiesen, Impfungen mit dem Vakzin Astrazeneca umgehend einzustellen. Alle Impftermine mit Astrazeneca werden storniert. Personen, die bereits eine Termin-Zusage zur Impfung mit dem Astrazeneca-Impfstoff erhalten haben, werden sofort vom Land Hessen informiert. Sobald für diese Impfberechtigten Ersatztermine angeboten werden können, werden sie ebenfalls unterrichtet.

Bisher wurden in Hessen 114703 Personen mit dem Vakzin geimpft. 43 Menschen haben bereits die Zweitimpfung erhalten.

Das Paul-Ehrlich-Institut weist darauf hin, dass Personen, die den COVID-19-Impfstoff Astrazeneca erhalten haben und sich mehr als vier Tage nach der Impfung zunehmend unwohl fühlen z.B. mit starken und anhaltenden Kopfschmerzen oder punktförmigen Hautblutungen, sollten sich unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben.

Wie schwerwiegend sind die Nebenwirkungen?

Dem PEI liegen Hinweise für einen Zusammenhang zwischen der Corona-Impfung mit Astrazeneca und einigen wenigen Fällen von Hirnvenen-Thrombosen vor. Diese Erkrankung ist so schwerwiegend (bis hin zu Todesfällen), dass es nicht zu vertreten ist, ohne Prüfung weiter zu impfen.

Seit Beginn der Impfung sind sieben solcher Fälle in Deutschland registriert worden – davon 3 Todesfälle.

Wer ist betroffen?

Das ist noch Gegenstand der Untersuchungen. Auffällig ist aber, dass auch jüngere Menschen betroffen sind – besonders Frauen.

(Symbolfoto: ©2021 kovop58 – iStock / Pressemeldung)

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