Das Fahrrad ist längst zu einem beliebten Fortbewegungsmittel mutiert und drängt das Auto zurück. Ein Drahtesel ist aber deutlich leichter zu stehlen. Fahrraddiebe haben Hochsaison. Fahrradcodierung: Ist Ihr Rad schon registriert?

Es ist das Horrorszenarium schlechthin. Die ganze Woche freut man sich auf das Wochenende und auf eine schöne Fahrradtour am Rhein entlang – etwa zum Weinstand in Eltville. Man verabredet sich mit Freunden und fährt zusammen los.

Sicher unterwegs, kurz gefasst

Fahrradcodierung – Sicherheit rund um das Fahrrad
Wann: Dienstag, 27. Juni 2021, zwischen 10:00 und 15:00 Uhr
Wo: 1. Revier, Platz der Deutschen Einheit, 65185 Wiesbaden (Anfahrt planen!)
Kosten: keine

Eine Anmeldung per Mail an svo.prev01.ppwh@polizei.hessen.de  oder in Ausnahmefällen unter (0611) 345-2320 ist hierfür zwingend erforderlich. Um den Prozess vor Ort zu beschleunigen, empfiehlt es sich außerdem, die Rahmennummer bei der Anmeldung mitzuschicken.

Nach einem leckeren Gläschen Wein kommt man zurück zum abgestellten Fahrrad, möchte nach Hause fahren – und das Rad ist weg. Man stellt sich die Frage, Habe ich es hier oder doch woanders abgestellt, hat es jemand weggestellt? Schnell kommt die Gewissheit: Das Fahrrad ist weg. Was bleibt, ist der Weg zur Polizei, Anzeige erstatten und der Heimweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Rund 50000 Fahrräder werden jedes Jahr gestohlen, – nur zehn Prozent aller Diebstähle werden laut Polizeistatistik aufgeklärt.

Fahrrad schützen

Der richtige Schutz des eigenen Fahrrads beginnt vor dem Abschließen und Anketten. Jeder Fahrradbesitzer sollte alle wichtigen Informationen zum Fahrrad aufzuschreiben und an einem sicheren Ort aufzubewahren. Ganz Sorgfältige führen einen Fahrradpass gleich dem KfZ-Schein des PKWs immer bei sich. Darin stehen Daten wie Name, Fahrradnummer oder die bei der Codierung vergebene Nummer. Mit diesen Daten gestohlene und gefundene Fahrräder schnell dem rechtmäßigen Besitzer zuordnen.

Viele Händler stellen beim Fahrradkauf einen herstellerseitigen oder polizeilichen Fahrradpass aus. Käufer sollten gezielt danach fragen, rät die Polizei.

„Schon ganz einfache Mittel reichen, um Fahrräder vor Langfingern zu schützen. Ein geeignetes Schloss zum Beispiel, mit dem das Rad fest angeschlossen werden kann und eine individuelle Kennzeichnung.“ – Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes

Die Fahrradcodierung enthält die meisten Daten. Neben der Fahrradnummer / Rahmennummer werden dabei Gemeindeschlüssel, Straßenschlüssel, Hausnummer und Initialen erfasst. Anhand der amtlichen Schlüsselzahlen von Fundämtern und Polizeidienststellen lässt sich der Code schnell  entschlüsseln. Selbst wenn ein Fahrrad nicht in der Sachfahndung notiert ist und nicht zwingend zum Dieb führt, kann ein Fahrrad Dank Codierung zumindest der Wohnanschrift des Eigentümers zugeordnet werden.

Den Drahtesel richtig kennzeichnen – Individueller geht es nicht. Bild: Ralf Brinkmann

Den Drahtesel richtig kennzeichnen – Individueller geht es nicht. Bild: Ralf Brinkmann

Fahrradcodierung

Sie sind angetan von der Möglichkeit das Fahrrad codieren zu lassen – fragen sich, wo das möglich ist. Gerne wird hier auf den Fachhandel verwiesen. Keiner kenne sich da besser aus. Dass das Rad gleich dort codiert werden könne, ist aber ein Trugschluss. Eine gute Anlaufstelle ist die Polizei, die nächste Polizeidienststelle in ihrer Nähe: oder einfach Wiesbaden lebt! Hier finden Sie den passenden Hinweis, etwa den nächsten Termin, siehe oben.

 

Foto oben: ©2017 Ralf Brinkmann

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Die offizielle Internetseite des Polizeipräsidiums Westhessen finden Sie unter www.polizei.hessen.de.

 

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