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Foto oben: Gäste kreieren ihr eigenes Ornament am Jugendstilizer. ©2023 Bernd Fickert

Der „Jugendstilizer“ lädt ein, kreativ zu werden

Ein neues digitales Vermittlungstool im Museum Wiesbaden führt ab April Besucher der Jugendstil-Dauerausstellung an die Kunstgattung Jugendstil heran und setzt das Ornament als zentrales Gestaltungselement in den Fokus.

Volker Watschounek 1 Jahr vor 0

Experiment Ornament – Studierende der HSRM entwickeln ein digitales Vermittlungstool rund ums Ornament im Jugendstil.

Zusammen mit dem Team des Museums Wiesbaden haben Studierende des Studiengangs Kommunikationsdesign der Hochschule RheinMain (HSRM) den ‚Jugendstilizer‘ entwickelt. Damit steigen Nutzer in die Welt der Ornamente ein.

Museum Wiesbaden, kurzgefasst

Dauerausstellung – Jugendstil Experiment Ornament
Neu: Aktionsraum Ornamentik
Wo: Hessisches Landesmuseum für Kunst und Natur (Museums Wiesbaden), Friedrich-Ebert-Allee 2, 65185 Wiesbaden (Karte / Navigation)
Eintritt:  6,00 Euro, (4,- Euro ermäßigt) Freier Eintritt für junge Menschen unter 18 Jahren

Ornamente haben ihre Betrachter Schin immer fasziniert, und so schließt sich der Kreis bei Ernst Haeckels Werk Kunstformen der Natur. Minutenlang betrachten Kunstschaffende die mit den symmetrischen Darstellungen verborgene Meereswelt schon um 1900. Zudem eröffneten japanische Holzschnitte einen neuen Blick auf Konturen und Farbräume und veränderten die Kunst des Fin de Siècles nachhaltig. Bis heute dient die Formsprache der Jahrhundertwende mit ihren geschwungenen Linien, markanten Konturen und ihrer Adaption von Formen aus Flora und Fauna als mannigfaltige Inspirationsquelle.
Von den Plakaten und Schallplattencovers der Plakatgestalter des ‚Summers of Love‘ der 1960er-Jahre bis hin zu zeitgenössischem Game Design – Ornamente haben ihren Reiz als gestalterische Elemente nicht verloren.

„Wir haben uns gefragt, welchen Stellenwert das Jugendstilornament noch heute hat, und wie sich ein digitales Tool zur Vermittlung wie der ‚Jugendstilizer‘ logisch in den Kontext des Hauses einbinden lässt.“ – Projektleiterinnen Jana Dennhard und Valerie Ucke

Die Projektleiterinnen und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen am Museum Wiesbaden Jana Dennhard und Valerie Ucke hoffen mit dem Aktionsraum neue Perspektiven auf die gestalterischen Mittel des Jugendstils zu eröffnen, und die Besucher zu eigener Kreativität zu ermutigen. Bis heute besitze die Kunst der Jahrhundertwende ästhetische wie inhaltliche Aktualität. Dr. Andreas Henning, Direktor des Museum Wiesbaden, ergänzt, dass die  Studierenden der Hochschule RheinMain das Museumsteam mit ihrem so professionellen Konzept sofort überzeugt haben.

„Der innovative Ansatz vom ‚Jugendstilizers lädt dazu ein, sich mit einem Kernaspekt des Jugendstils zu beschäftigen.“ – Dr. Andreas Henning

Die Präsidentin der Hochschule RheinMain freut sich, dass die Studierenden aus dem Bereich  Kommunikationsdesign das Museum mit ihrem Konzept für die Jugendstil-Sammlung im Museum Wiesbaden überzeugen konnten. Die anwendungsbezogene Lehre sei für die Hochschule und die Studierenden sehr relevant, so Prof. Dr. Eva Waller, Präsidentin der Hochschule RheinMain.

„Wir sind überzeugt, dass der Aktionsraum ‚Experiment Ornament‘ unsere Museumsgäste dazu inspiriert, sich auf Entdeckungstouren durch unsere herausragende Jugendstil-Sammlung zu begeben.“ – Dr. Andreas Henning

Eingebettet in den neuen Aktionsraum ‚Experiment Ornament‘ wird das digitale Tool ‚Jugendstilizer‘ als Herzstück der Präsentation spielerisch und partizipativ dazu beitragen, Wissen über die Inspirationsquellen und Formensprache von Ornamenten sowie ihrer Verwendung zu vermitteln – und vor allem dazu einladen, selbst aktiv zu werden. Anhand einer reduzierten Auswahl von Objekten des alltäglichen Lebens thematisiert der Aktionsraum inhaltliche Gestaltungsthemen des Jugendstils. Linienführung, Typographie, Licht und Transparenz, Formensprache naturhistorischer Entdeckungen, zeitgenössische Adaptionen und Weiterentwicklungen der Kunst um die Jahrhundertwende werden an einzelnen Stationen näher beleuchtet.

Experiment Ornament

Foto: Gast im Aktionsraum „Experiment Ornament. ©2023 Bern Fickert

Das Museum Wiesbaden lädt ein den Jugendstil aus neuen Perspektiven zu betrachten und zu erleben. Besucher:innen sind dazu eingeladen, mithilfe des ‚Jugendstilizers‘ ein eigenes und individuelles Ornament zu erschaffen. Dieses können sie über die Sozialen Netzwerke teilen oder vor Ort ausdrucken und als Andenken und Inspirationsquelle nach Hause mitnehmen.

Hintergrundinformation

Ein Seminar des Studiengangs Kommunikationsdesign von Prof. Jörg Waldschütz hat sich zu Beginn des Jahres 2022 dem Thema der Belebung der Dauerausstellung im Museum Wiesbaden als Semesteraufgabe gestellt. Eine Gruppe, bestehend aus den drei Studentinnen Julia Muthler, Alisa Sawchuk und Leah Stephan, entwickelte schließlich die digitale Anwendung Jugendstilizer, die wesentliche Aspekte der Jugendstil-Kunstströmung bündelt und über eine interaktive Anwendung ins 21. Jahrhundert überführt.

Bild oben ©2023 Museum Wiesbaden/Foto Bernd Fickert

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Volker Watschounek lebt und arbeitet als freier Fotograf und Journalist in Wiesbaden. SEO und SEO-gerechtes Schreiben gehören zu seinem Portfolio. Mit Search Engine Marketing kennt er sich aus. Und mit Tinte ist er vertraut, wie mit Bits und Bytes. Als Redakteur und Fotograf bedient er Online-Medien, Zeitungen, Magazine und Fachmagazine. Auch immer mehr Firmen wissen sein Know-how zu schätzen.