„Mein Engel, mein alles, mein Ich…“ So beginnt einer der wohl berühmtesten Liebesbriefe der Musikgeschichte. Ein Liebsebrief eines Virtuosen, den dieser nie abschickte.

Ganz anders seine Kompositionen. Zu seinen Stärken gehörte das freie Improvisieren und Fantasieren auf dem Instrument und schon zu Lebzeiten war sein Talent in die höchsten gesellschaftlichen Kreise der habsburgischen Metropole bekannt. Rund 250 Jahre sind seit dem vergangen. Vor 250 Jahren ist Ludwig van Beethoven geboren.

Lutherkirche, kurz gefasst

Konzert – Beethoven – historisch – modern
Wann: Dienstag, 14. Nvember 2020
Wo: Lutherkirche Wiesbaden, Sartoriusstraße 16, 65187 Wiesbaden (Anfahrt planen!)
Eintritt: frei

Anlässlich des 250. Geburtstags von Ludwig van Beethoven (1770-1827) präsentierte die Wiesbadener Musikakademie (WMA) und die Wiesbadener Musik- & Kunstschule (WMK) mit der Veranstaltungsreihe Unser Beethoven bereits drei anspruchsvolle und unterhaltsame Konzerte mit Werken des Geburtstagskindes (wir berichteten). Für das Abschlusskonzert dieser besonderen Konzertreihe ziehen die WMA und WMK nicht zuletzt wegen der verschärften Corona-Bedingungen am 10. November in die Lutherkirche.

Vergleich: alt und modern

Das Konzert bietet einen interessanten und selten zu erlebenden Live-Vergleich: Studierende der WMA und Schülerinnen und Schüler der WMK spielen Klavierwerke auf dem modernen Flügel und einem Hammerflügel. Der delikate und differenzierte Klang des Hammerflügels – ein Nachbau nach Anton Walter 1795 – wird in geeigneten Werken wie den 11 Bagatellen zur Geltung kommen – ein spannender Kontrast zur virtuosen Dramatik etwa der 32 Variationen c-Moll auf dem modernen Konzertflügel.

Über Ludwig van Beethoven

Ludwig van Beethoven ist am 17. Dezember 1770 in Bonn, Kurköln getauft worden. Als Pianist führte er die Wiener Klassik zu ihrer höchsten Entwicklung und bereitete der Musik der Romantik den Weg. Er gilt als einer der bedeutendsten Komponisten schlechthin. Anfangs als Klaviervirtuose bekannt wurden die höheren Kreise aus ihn und sein Talent zum freien Improvisieren und Fantasieren aufmerksam. Ein Gehörleiden, das sich im Laufe der Zeit zur fast völligen Taubheit verschlimmerte, setzte seiner Karriere als Pianist jedoch ein vorzeitiges Ende. Die Krankheit löste eine Krise aus, über die Beethoven 1802 in seinem Heiligenstädter Testament Zeugnis ablegte. Beethoven pflegte vielerlei Kontakte zu Frauen aus seinem Umfeld. Berühmt ist sein 1812 geschriebener Brief an die unsterbliche Geliebte, deren Identität bis heute nicht zweifelsfrei geklärt ist.

Mit der Verschlechterung seines Gehörs konzentrierte sich Beethoven mehr und mehr aufs Komponieren. Während andere Komponisten ihre Werke oft schnell zu Papier brachten, rang Beethoven um jede Note. Immer wieder wurde nachgearbeitet und verbessert. Aus seinem umfangreichen konzertanten Werk stechen insbesondere die neun Sinfonien und seine Klavierwerke hervor. (Quelle: Wikipedia)

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Die offizielle Internetseite der Wiesbadener Musikakademie findet Sie unter wma-wiesbaden.de.

 

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