Mythos Beethoven – Zu der Legende Ludwig van Beethovens gehört, dass er Meisterwerke produzierte, ohne sie hören zu können. Er sei taub gewesen. Seine Konversationshefte beweisen das Gegenteil.

Beethovens Werke haben die Musikgeschichte nachhaltig geprägt und das Interesse an seiner Musik ist bis heute ungebrochen. 2020 wird daher weltweit das Beethovenjahr mit Konzerten und zahlreichen Veranstaltungen gefeiert. Auch in Wiesbaden würdigt man den gr0ßen Komponisten, dessen Werke zu Lebzeiten als Bizarr, schroff und capriciös galten. Dessen Instrumentalwerke bei Uraufführungen oft verrissen wurden.

Kulturforum, kurz gefasst

Beethovenkonzerte in Wiesbaden – Stimmen die überzeugen
Wann: Donnerstag, 27. Februar 2020, 19:00 Uhr – Liederabend
Dienstag, 9. Juni 2020, 19:00 Uhr – QuerBEETH
Donnerstag, 10. September 2020, 19:00 Uhr – Spätwerke
Dienstag, 10. November 2020, 19:00 Uhr – Beethoven – historisch – modern
Wo: Wiesbadener Musik- u. Kunstschule e.V., Friedrichstraße 16, 65185 Wiesbaden (Anfahrt planen!)
Eintritt: zu allen Konzerten frei

Mit Unser Beethoven startet am 27. Februar im Kulturforum Wiesbadens Hommage an den in Bonn 1770 getauften Komponisten. Die Wiesbadener Veranstaltungsreihe beginnt mit dem Liederabend An die ferne Geliebte. Der Titel des berühmten Liederzyklus steht als Motto über dem Konzert, in dem Studierende der WMA ausgewählte Lieder aus den über 90 Vertonungen Beethovens präsentieren. Zentrales Thema der Lieder sind die vielfältigen Facetten der Sehnsucht und der Liebe. Das musikalische Programm wird ergänzt durch Gedichte und Texte von Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich von Matthisson, Christian Ludwig Reissig und anderen deutschen Dichtern.

„Wer Beethovens Werke zum ersten Mal hört, war stets überrascht. Seine Musik war absolut neu und galt „äußerst schwierig“ und passte in kein Raster. Von einem Klassiker zu reden, fiel damals niemandem ein.“ – Deutschlandfunk

Weiter geht es am 9. Juni unter dem Motto QuerBEETH. Schüler der WMK präsentieren einen Querschnitt durch alle Fachbereiche der Musikschule. Auf dem Programm stehen sowohl Auszüge aus anspruchsvollen Klaviersonaten als auch Werke für Streicher, unter anderem die berühmte Romanze F-Dur für Violine. Darüber hinaus bietet das Vokalensemble der WMK mit Joyful, joyful aus Sister Act einen Ausflug in die Filmmusik.

„Für mich ist es ein sehr bedeutungsvoller Umstand, dass Beethoven am Ende seiner Tage taub ward und sogar die unsichtbare Tonwelt keine klingende Realität mehr für ihn hatte.“ – Lutetia, 1841

„Große Werke“ führen Studierende der WMA am 10. September im Kulturforum auf. Das dritte Konzert der Reihe führt die Hörer durch alle Schaffensphasen des Meisters: von jugendlich-dramatischen Kammermusikwerken über den „mittleren“ Beethoven bis in die anspruchsvolle Welt des Spätwerks.

„Manche, sehr großartige Stücke Beethovens, vor allem Ouverturen, klingen aus der Entfernung nur bum bum.“ – Beethoven-Verehrer Theodor W. Adorno

Einen hochinteressanten und selten zu erlebenden „Live-Vergleich“ bietet das letzte Konzert 10. November. Bei „Beethoven – historisch – modern“ spielen Studierende der WMA und Schülerinnen und Schüler der WMK Werke auf dem modernen Flügel und einem Hammerflügel – ein spannender Kontrast, der Beethovens Werke in ihrer Klangvielfalt zur Geltung bringt. (Bild: Flickr | CC0 1.0 Open Grid Scheduler / Grid-Engine)

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Die offizielle Internetseite der Wiesbadener Musikakademie findet Sie unter wma-wiesbaden.de.

 

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