„Tarbut – Zeit für jüdische Kultur“ wurde 2008 von der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden ins Leben gerufen wurde. In diesem Jahr erhielt sie dafür den Kulturpreis der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Der Kulturpreis Landeshauptstadt Wiesbaden wurde 2020 der Jüdischen Gemeinde für ihre Veranstaltungsreihe Tarbut –Zeit für jüdische Kultur zugesprochen. Wegen der der Corona-Pandemie fand die Preisverleihung nicht im vergangenen Jahr statt. Vergessen sollte sie aber auch nicht werden. Vergangenen Sonntag wurde die Preisverleihung ohne   Publikum nachgeholt. Die Jury unter dem Vorsitz des Kulturdezernenten Axel Imholz hatte sie dafür ausgesproche.

„Tarbut hat sich in den letzten Jahren nicht nur zu einem wichtigen Programmpunkt des Wiesbadener Kulturlebens etabliert.“ – Axel Imholz, Kulturdezernent

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Preisverleihung auf das Jahr 2021 verschoben, verbunden mit der Hoffnung, dass sich das Pandemie-Geschehen entspannt. Die aktuelle Lage ließ eine Veranstaltung unter den üblichen Bedingungen allerdings nicht zu. Daher wurde die Kulturpreis-Verleihung ohne Gäste aufgezeichnet. Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende beging gemeinsam mit der Stadtverordnetenvorsteherin Christa Gabriel und Stadtrat Axel Imholz unter der Einhaltung der Hygienevorschriften den Festakt.

„Dass die Kulturpreisverleihung nicht wie gewohnt stattfindet, ist auf der einen Seite traurig, da die Verleihung des Kulturpreises immer auch eine Feierstunde ist,“ – Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende

 Kulturschaffende und ehemalige Preisträger kommen stets zu diesem besonderen Anlass zusammen und nutzen die Gelegenheit zur Begegnung und zum Austausch, so der Oberbürgermeister. Auf der anderen Seite habe man dem digitalen Format auch Positives abgewinnen können: So könnten in dieser Form viel mehr Menschen die Feierstunde erleben, die sonst in geschlossener Gesellschaft im Festsaal des Rathauses stattfindet.
„Das facettenreiche und hochwertige Angebot ist auch ein Zeichen von Mut, Offenheit und Vertrauen der Jüdischen Gemeinde gegenüber der Wiesbadener Bevölkerung.“ – Axel Imholz, Kulturdezernent

Entgegengenommen wurde der Preis von Seiten der Jüdischen Gemeinde von Geschäftsführer Steve Landau und dem Vorstand mit Beatrice Remmert, Dr. Jakob Gutmark, Peter Königsberger und Anatoli Gochmann.

Hartmut Boger (Förderverein Akademie für Ältere, Vorstand vhs Wiesbaden) gab in seiner Laudatio als Wegbegleiter und Freund der Jüdischen Gemeinde einen Einblick in die vielfältige Kultur- und Bildungsarbeit der Jüdischen Gemeinde.

Die Verleihung des Kulturpreises

 

Künstlerisch umrahmt wurde die Feierstunde von Alex Jacobowitz, der mit seinem Xylophon nicht nur ein außergewöhnliches musikalisches Erlebnis ist, sondern auch Einblicke und Informationen zur jüdischen Kultur gibt.

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Die offizielle Internetseite der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden finden Sie unter www.jg-wi.de.

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