Ohne Fahrverbote ist es Wiesbaden gelungen, die Grenzwerte für Stickoxide in der Stadt deutlich zu senken und die Luftqualität zu verbessern. Damit ist die Zeit für die Infotafeln an der Brücke zum Luisenforum abgelaufen. 

Knapp drei Jahre sind vergangen, seit dem das Verkehrsdezernat in der Brücke vom Luisenforum über die Schwalbacher Straße große Anzeigetafeln Charts im Zuge der drohenden Diesel-Fahrverbote  installiert hat. Sie wurden dort angebracht, um die Luftbelastungen in der Wiesbadener Innenstadt sichtbar zu machen: eine Belastung, die mit menschlichen Sinnen kaum wahrzunehmen ist. In verschiedenen Charts wurde der  Zusammenhang von Autoverkehr und schlechter Luft ebenso hergestellt –  wie der Appell, verstärkt auf nachhaltige Verkehrsmittel, wie Bus und Bahn oder das Fahrrad, umzusteigen.

„Aktuell drohen keine Dieselfahrverbote mehr, denn die Luftqualität hat sich in den letzten Jahren merklich verbessert. Wir liegen mit ca. 33 Mikrogramm Stickstoffdioxid (NO2) pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel derzeit klar unterhalb des Grenzwerts von 40 Mikrogramm.“ – Andreas Kowol,Umwelt- und Verkehrsdezernent

Umweltamtsleiter Dr. Klaus Friedrich ergänzt, dass die Stickdioxid–Konzentrationen in 2015 im Jahresmittel bei 54 Mikrogramm gelegen hätten. Sofern die Wetterlagen über die Wintermonate mitspiele, werde Wiesbaden in diesem Jahr den sinkenden Trend der letzten Jahre fortschreiben und die Grenzwerte aus der Vergangenheit im Jahresmittel deutlich unterschreiten.

„Trotz der positiven Entwicklung bei den Luftschadstoffen werden wir unsere Anstrengungen für saubere Luft in Wiesbaden fortsetzen. Dass die Grenzwerte eingehalten werden, heißt nämlich nicht zwangsläufig, dass die Luftqualität in Wiesbaden jederzeit und überall einwandfrei ist.“ – Andreas Kowol,Umwelt- und Verkehrsdezernent

Ursachen für die rückläufigen Konzentrationen sind sowohl die umfangreichen Maßnahmen des Luftreinhalteplans, wie etwa die Umstellung der Busflotte auf E-Antrieb oder der massive Ausbau der Radinfrastruktur, als auch die Verbesserung in der Motorentechnik und der Abgasreinigungsanlagen im Kraftfahrzeugbereich. Auch die Corona-Pandemie und der damit verbundene Anstieg der Home-Office-Nutzung haben zur Emissionsreduktion beigetragen.

Stadtluftanzeiger

Auch ohne Anzeigetafeln haben alle Wiesbadens Bürger die Möglichkeit, sich im Internet, zum Beispiel auf der städtischen Homepage, über die Messwerte zur Luftqualität in Wiesbaden informieren. Aktuelle Messwerte zur Luftqualität liefert auch die App des Umweltbundesamtes UBA Luft sowie die hier eingebundene Internetseite www.stadtluftanzeiger.de .

Foto oben @2020 Volker Watschounek

Weitere Nachrichten aus dem Ortsbezirk Mitte lesen Sie hier.

Die offizielle Internetseite des Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie finden Sie unter www.hlnug.de

 

Sie möchten keinen Beitrag mehr verpassen und stets aktuell informiert sein? Dann bestellen Sie doch gleich unseren Newsletter oder folgen uns auf Twitter, Instagram und werden Sie Fan von Wiesbaden lebt!