Fünf Fälle von Corona-Mutation in Baden Württemberg, Ein Fall in Köln und ein Fall in Vechta. Jetzt die tückische Mutation Covid B.1.1.7 auch in Hessen angekommen.

Am 12.01.2021 wurde erstmals bei einem Mann aus Hessen die mutierte Variante B.1.1.7 das Coronavirus nachgewiesen. Er wird derzeit in einer hessischen Klinik intensivmedizinisch behandelt. Die Ansteckung erfolgte durch den direkten Kontakt zu einer Person, die aus Großbritannien nach Deutschland eingereist war. Die Person war bei der Einreise symptomfrei und wurde zunächst negativ auf SARS-CoV-2 getestet. Wenige Tage später zeigte sie Symptome und in der Folge auch die Person, bei der die die mutierte Variante B.1.1.7 nun nachgewiesen wurde.

„Der aktuelle Fall zeigt, wie wichtig es ist, die Quarantänemaßnahmen einzuhalten. Die Tests nach der Einreise sind wichtig, den größten Schutz vor einer Infektion bietet aber nur die Quarantäne.“ – Hessens Gesundheitsminister Kai Klose

Die behandelnde Klinik hat eine Probe an das Institut für medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt geschickt. Daraus wurde die mutierte Virus-Variante isoliert. Der Nachweis der Variante B.1.1.7 konnte vom Nationalen Konsiliarlabor für Coronaviren an der Charité Berlin bestätigt werden.

Die in Frankfurt vorgenommene Isolierung des Virus ermöglicht nun, dass weitere virologische Eigenschaften dieser Variante näher untersucht werden. Insbesondere ist immer noch nicht bewiesen, ob diese Variante infektiöser ist. Das kann man nun in Zellkultur untersuchen. Die Viruslinie B.1.1.7 wurde in Großbritannien am 20. September bei einer engmaschigen Routine-Überwachung des Virus entdeckt und hat sich dann sehr stark ausgebreitet.

„Der beste Schutz ist es, zu Hause zu bleiben. Der aktuelle Fall zeigt, dass es in der jetzigen Situation wichtig ist, auf alle vermeidbaren Auslandsreisen zu verzichten – für den gemeinschaftlichen und den eigenen Gesundheitsschutz.“ – Hessens Gesundheitsminister Kai Klose

Gemeinsames Ziel von Bund und Ländern ist, den Eintrag von Mutationen mit möglichen pandemieverschärfenden Eigenschaften aus dem Ausland möglichst stark einzudämmen, solche Mutationen in Deutschland durch verstärkte Sequenzierung zu entdecken und deren Ausbreitung durch priorisierte Nachverfolgung und Quarantäne möglichst weitgehend zu begrenzen. Das Bundesministerium der Gesundheit wird auf Basis des 3. Bevölkerungsschutzgesetzes zur verstärkten Sequenzierung eine Verordnung erlassen. Es ist davon auszugehen, dass die Reiseaktivitäten eingeschränkt werden.Da das Virus inzwischen auch mehrfach in Deutschland nachgewiesen wurde, sollten ebenso auf reisen in die bekannten Orte verzichtet werden.

Ältere Coronavirus Nachrichten aus Hessen.

Die offizielle Internetseite des Robert-Koch-Instituts mit Fallzahlen finden Sie unter: www.rki.de.

 

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