Rückblick und Ausblick auf 125 Jahre. Reden, Stücke aus dem aktuellem Programm und ein Vortrag.

Stichtag 16. Oktober 1894. Das Große Haus im Staatstheater Wiesbaden, seinerzeit noch Königlich Preußisches Hoftheater, wird mit einer feierlichen Veranstaltung und der Ouvertüre aus Tannhäuser und der Sängerkrieg eröffnet. Selbstverständlich haben die Planung viel früher angefangen. Ebenso wie die Planungen zum Festakt am Mittwochabend.

Zu Beginn der Feierstunde spielte das Hessische Staatsorchester unter der Leitung von Patrick Lange eine Overtüre nach Wagner, wie sollte es auch anders sein. Dann betrat Uwe-Eric Laufenberg seine Bühne – die Bretter, die Wiesbaden mit ausmachen – und begrüßte alle, die Geladenen auf den Rängen und gleich darauf die Fotografen in der Kaiser Loge. Laufenberg erzählte davon, wie er sich fühlte, als er zum ersten Mal im Staatstheater auf der Bühne stand, und davon, dass er im Grunde alle Bereiche des Theaters aus eigener Erfahrung kenne – nur das mit dem Tanzen habe er sich bisher noch nicht getraut. Ballettmeister Tim Plegge nahm diesen Ball gerne auf und versprach, nach einer passenden Rolle in Schwanensee zu suchen. Wir sind gespannt und werden die Besetzungslisten im Auge behalten.

Prunkvoller Bühneneingang

Laufenberg berichtete auch wie stolz er sei Intendant in Wiesbaden zu sein. Er hob hervor, dass das Wiesbadener Staatstheater eins der wenigen, wenn nicht das einzige Haus in Deutschland sei, dass seine repräsentative Seite auf der Rückseite des Theaters verstecke. Im Vergleich dazu wirkt das Hauptportal unscheinbar. Zeiten ändern sich eben, denn Anlass gab zum Ende des 19 Jahrhunderts der Kaiser, der vor das Theater vorfuhr und dies über den Bühneneingang. Laufenberg ging kurz auf die wechselhafte Geschichte des Theaters ein, erinnerte an die Biennale – an den Umbau zum Parkhaus, zum Auto Kino oder zum Supermarkt. Frei nach dem Motto ein Ort des Kreativen, des Neuen sein zu wollen – mit dem Ziel fortwährend zu überraschen. So kann man in Wiesbaden gespannt bleiben, was sich hier noch alles tun wird.

Stadtplakette fürs Staatstheater

Auch für die Stadt sind 125 Jahre Staatstheater nicht selbstverständlich. Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende ging in seiner kurzen Rede aus aktuellen Anlass kurz auf die Zeit des Nationalsozialismus ein, darauf, dass in dieser Zeit Joseph Goebbels im Theater das Sagen hatte. Und dann überraschte er Den Technischen Dirkektor Bernd Fülle und Intendant Uwe-Eric Laufenberg mit der Stadtplakette in Gold für 125 Jahre Staatstheater.

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Die offizielle Internetseite des Staatstheaters finden Sie unter www.staatstheater-wiesbaden.de.

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