Das Handelsblatt hat mit seinem Bericht eine Welle der Empörung ins Rollen gebracht. Für den 29. Oktober kündigt die Gewerkschaft IG Metal einen Protest an.

Auf die 2200 Beschäftigten des Opel-Werks in Rüsselsheim können Veränderungen zukommen. Es heißt, das Stellantis die Ausgliederung der Produktionsstätten in Rüsselsheim und dem thüringischen Eisenach erwäge. Damit würden die beiden Automobilwerke eigenständig werden und nicht mehr zu Opel gehören.

„Auch einige Wiesbadener Unternehmen sind eng mit dem Opel-Werk in Rüsselheim verbunden und es bestehen langjährige Geschäftsbeziehungen, die nun in Frage stehen. Daneben arbeiten natürlich auch viele Wiesbadener direkt für Opel und fürchten nun Veränderungen an ihrer Arbeitsstätte.“ – Wirtschaftsdezernent Dr. Oliver Franz

Durch die Herauslösung des Werks aus dem Opel-Verbund soll ermöglicht werden, dass dort Modelle aller 14 Automarken, die zum Stellantis-Konzern gehören, gefertigt werden können. Viele internationale Forschungs-, Entwicklungs- und Zulieferungsunternehmen haben aktuell ihren Sitz in der Rhein-Main-Region und profitieren von der Nähe zu Opel in Rüsselsheim. Eine Opel-Zerschlagung hätte auf Grund der engen Verzahnung im Netzwerk aus regionalen Zulieferern und Forschung enorme Auswirkungen auf die Wirtschaftsstandorte Wiesbaden und Mainz.

Marken der Stellantis-Holding sind: Abarth, Alfa Romeo, Chrysler, Citroën, Dodge, DS Automobiles, Fiat, Lancia, Maserati, Opel, Peugeot, Vauxhall im PKW-Segment.
Citroën, Fiat Professional, Opel, Peugeot, Ram Trucks, Vauxhall bei den Nutzfahrzeugen. Außerdem die Zulieferer: Eurorepar, Mopar, PCMA, Teksid, VM Motori und Comau in der Automatisierungstechnik.

Die Mainzer Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz betont, dass das Opel-Werk in Rüsselsheim eine enorme Stahlkraft nach Mainz haben. Durch eine Ausgliederung des Werks stünden für Mainzer Arbeits- und Ausbildungsplätze sowie enge Geschäftsbeziehungen auf dem Spiel und damit auch der wirtschaftliche Erfolg von Mainzer Unternehmen. Dies alles erinnert doch sehr an die unrühmliche Fusion der Hoechst AG mit dem französischen Konkurrenten Rohne-Poulenc zu Aventis im Jahr 1999. Damals sollte ein großer deutsch-französischer Gemeinschaftskonzern entstehen und Aventis wurde dann im Jahr 2004 – mit Unterstützung der französischen Regierung, durch den Arzneimittelhersteller Sanofi übernommen, erinnern Matz und Dr. Franz und abschließend.

Foto oben Wikipedia, Jivee Blau – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0.

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Die offizielle Internetseite der Stellantis Holding finden Sie unter www.stellantis.com.

 

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