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Einsamkeit oft ein Problem: Sozialdezernat informiert über Anlaufstellen

Einsamkeit: Wiesbaden informiert über Anlaufstellen und Angebote

Wiesbaden bekämpft Einsamkeit. Während der Aktionswoche „Gemeinsam aus der Einsamkeit“ informiert die Stadt über Anlaufstellen und Aktivitäten für alle Altersgruppen. Jugendzentren, Familienbildungsstätten, Treffpunkte bieten Angebote gegen Einsamkeit.

Volker Watschounek 1 Monat vor 0

Ein Mann alleine im Stadion. Ein Kind alleine beim Schwimmen. Eine Frau alleine im Theater. Ganz gleich wie alt jemand ist. Einsamkeit kann jeden treffen. 

Während zum Auftakt der bundesweiten Aktionswoche gegen Einsamkeit am Montag in Berlin die Konferenz Gemeinsam aus der Einsamkeit gestartet ist, steht auch in Wiesabden das Thema Einsamkeit ganz oben auf der Agenda. Unterstützt vom Bund hat das Sozialdezernat ein Angebot geschnürt, das das Thema in Wiesbaden bis zum 23. Juni in den Fokus gerückt wird, und mit verschiedenen Angeboten Möglichkeiten zum Ausbrechen geschaffen werden.

Keine Erscheinung des Alters

Einsamkeit ist ein Problem, das Menschen jeden Alters treffen kann. Das Einsamkeitsbarometer 2024 des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zeigt, dass insbesondere zwei unterschiedliche Gruppen von Einsamkeit betroffen sind, – junge Erwachsene zwischen 18 bis 29 Jahre sowie ältere Menschen ab 75 Jahre.

In Wiesbaden gibt es viele Anlaufstellen und Angebote, die Menschen helfen können, ihre Einsamkeit zu überwinden. Das Sozialdezernat hat Informationen zu Angeboten für verschiedene Zielgruppen zusammengestellt:

Jugendliche und junge Erwachsene

In einer groß angelegten Wiesbadener Jugendbefragung bei 14- bis unter 18-Jährigen gaben 2017 etwa ein Viertel der Jugendlichen an, ihre Freizeit überwiegend alleine zu verbringen. Inwieweit sie sich dabei auch als einsam empfunden haben, ist nicht bekannt. In jedem Falle ist die Jugendphase eine kritische Phase in Hinsicht auf die Wahrnehmung ausreichender sozialer Kontakte. Deshalb wird schon seit vielen Jahren sehr viel getan, um den Wiesbadener Jugendlichen möglichst viele – und auch kostenfreie – Begegnungs- und Erfahrungsmöglichkeiten zu bieten. Das neue Jugendinformationszentrum (JiZ) in der Schwalbacher Straße bietet vor Ort, aber auch über seinen Internetauftritt Hinweise und Beratung an, insbesondere auch, was Hilfe in Krisensituationen anbelangt. Die Seite ist unter www.jiz-wiesbaden.de abrufbar. Sie wird im Bereich Freizeit noch erweitert. Die Kinder-, Jugend- und Stadtteilzentren bieten in vielen Wiesbadener Stadtteilen Räume und tägliche Angebote. Eine Übersicht ist darüber ist unter  www.wiesbaden.de abrufbar. Aber auch Ferienfreizeiten und Ausflüge sowie einmalige Veranstaltungen bieten Jugendlichen vielfältige Kontaktmöglichkeiten. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Angeboten, bei denen Jugendliche Anregungen und Hilfe finden können. Neben den Sozialarbeitern in den Zentren und dem JiZ können an vielen Schulen auch Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter wichtige Tipps geben. Über die Schulsozialarbeit werden Jugendlichen auch über Ferienfreizeiten und andere Angebote jenseits ihres Alltags Erlebnis- und Begegnungsmöglichkeiten geboten

Eltern und junge Familien

Frisch gebackene Eltern fühlen sich oft mit den neuen Situationen überfordert oder haben das Gefühl zu vereinsamen. Hier ist der Austausch mit anderen Eltern in der gleichen Situation wichtig. Die Angebote der vier Wiesbadener Familienbildungsstätten und der zehn eher stadtteilorientierten Kinder-Eltern-Zentren (KiEZ) setzen hier an: Es um Begegnung mit anderen Eltern, Information und Beratung, beispielsweise im Rahmen offener Elterncafés, aber auch um konkretes Lernen mit anderen Eltern zusammen. Schon kurz nach der Geburt versucht man in Wiesbaden mit dem Angebot Willkommen Baby, die Eltern von Erstgeborenen in ihrer konkreten Situation wahrzunehmen und bei Bedarf Tipps und Angebote zu vermitteln. Mit Angeboten der Frühen Hilfen gibt es ein breites Portfolio. Das Wichtigste zu diesen Wiesbadener Angeboten für (junge) Eltern ist unter www.wiesbaden.de nachzulesen.

Ältere Menschen

Ältere Menschen leben häufiger allein in ihren Haushalten als alle anderen Altersgruppen. In Kombination mit Altersarmut oder einsetzenden gesundheitlichen Beschwerden oder Hilfebedarfen nimmt die Gefahr sozialer Isolation und des Gefühls der Einsamkeit stark zu. Die geringer werdende gesellschaftliche Teilhabe verstärkt wiederrum häufig die gesundheitlichen Einschränkungen und führt zu weiterem Rückzug, sodass sich Einsamkeit im Alter im Gegensatz zur Einsamkeit von jungen Erwachsenen schneller verfestigt. In Wiesbaden gibt es deshalb eine ganze Reihe an Angeboten, mit denen dieser Gefahr begegnet wird.

Beratungsstellen

Die Beratungsstellen für selbstständiges Leben im Alter sind Anlaufstelle für fast alle Themen, die Personen ab 60 betreffen, unabhängig davon, ob sie Leistungsansprüche haben oder pflegebedürftig sind, siehe www.wiesbaden.de. Dort wird niedrigschwellig Hilfe geboten, von Unterstützung bei der Antragstellung für diverse Leistungen bis hin zur Organisation von Hilfen. Zudem gibt es viele kommunale und geförderte Angebote der offenen Altenarbeit. Eine Übersicht ist unter www.wiesbaden.de abrufbar. In vielen Stadtteilen werden in den sogenannten Treffpunkten Aktiv und in einigen Altenwohnanlagen kostengünstige Mittagstische, Spielenachmittage angeboten und Ausflüge und Feste organisiert. Die Angebote werden mit dem stadtweiten Freizeit- und Kulturprogramm abgerundet. Dort gibt es vom Konzert, über Wanderungen bis hin zum Museumsbesuch, Angebote, die ältere Menschen zusammenbringen. Dabei können ältere Menschen nicht nur teilnehmen, sondern sich ehrenamtlich selbst einbringen.

Foto – Ein Mann sitzt alleine auf einer Parkbank ©2024 Pixabay

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Mehr Informationen auf der Internetseite vom Sozialdezernat www.wiesbaden.de.
Einsamkeitsbarometer 2024 www.bmfsfj.de

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Volker Watschounek lebt und arbeitet als freier Fotograf und Journalist in Wiesbaden. SEO und SEO-gerechtes Schreiben gehören zu seinem Portfolio. Mit Search Engine Marketing kennt er sich aus. Und mit Tinte ist er vertraut, wie mit Bits und Bytes. Als Redakteur und Fotograf bedient er Online-Medien, Zeitungen, Magazine und Fachmagazine. Auch immer mehr Firmen wissen sein Know-how zu schätzen.