Eine Solaranlage auf dem Dach ist nicht nur gut für die Umwelt. Auf lange Sicht betrachtet können Sonnenkollektoren die Kosten für Strom deutlich senken.

In den Sommermonaten hatte das Umweltamt Wiesbaden die Kampagne „Mein Haus kann´s!“ ausgerufen.  Ziel war es, Hauseigentümer zur Errichtung von Solarstromanlagen auf ihren Hausdächern anzuregen. Und wie am Mittwoch aus dem Umweltamt gemeldet wurde, haben viele Wiesbadener das Beratungsangebot angenommen und einige davon sich für eine Solaranlage entschieden. „Sie profitieren von hohen Renditen und leisten zugleich einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“, erklärte Kowol.

Mit einem breiten Informations- und Beratungsangebot ist es uns gelungen, das Interesse für Solarstromanlagen zu wecken.“ – Jutta-Maria Braun, Umweltamtsleiterin

Die Kampagne des Wiesbadener Umweltamtes hat sich in erster Linie an Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern gerichtet – an Eigentümer, die ihre Immobilie selbst bewohnen und den Solarstrom selbst nutzen möchten. Im Mittelpunkt der Kampagne standen die kostenlosen Beratungen durch die Wiesbadener Klimaschutzagentur.

„Über 400 Solarinteressierte nutzten die Möglichkeit telefonisch oder im persönlichen Gespräch im Umweltladen eine qualifizierte Einschätzung der möglichen Stromerträge für das eigene Dach zu erhalten.“ – Jutta-Maria Braun, Umweltamtsleiterin

Als zusätzlichen Anreiz verloste die Stadt zehn mal 1.000 Euro Prämie an Hauseigentümer, die sich schon während des dreimonatigen Kampagnenzeitraumes von Juni bis August zum Bau einer Solaranlage selbst verpflichteten, eine Prämie, die im ersten Schritt unter 30 Eigenheimbesitzer vergeben wurden. 30 Eigenheimbesitzer, die bereits bis Ende September den Bau einer eigenen Solaranlage beauftragten.
Mit den neuen Solaranlage werden die Kollektoren der 30 Eigenheime künftig etwa 150.000 Kilowattstunden elektrischer Strom erzeugen, was dem Bedarf von über 60 mittleren Privathaushalten entspricht. Der Klimaschutzeffekt ist beachtlich: Der Ausstoß von über 80 Tonnen Klima schädlichem CO2 wird dadurch vermieden.

„Den Gedanken, Strom aus Sonnenlicht zu gewinnen, finden wir inspirierend. Daher haben wir nicht alleinig auf eine maximale Wirtschaftlichkeit geachtet, wenngleich auch diese uns natürlich wichtig ist.“ – André Hohner und Constanze Hatz, Eigentümer

Umweltamtsleiterin Braun sieht in der anhaltend hohen Nachfrage nach Informationen und Beratungsleistungen rund um die Photovoltaik eine Folge der Kampagne „Mein Haus kann´s!“. „Wir haben eine erfreuliche Dynamik ausgelöst, die zu weiteren Anlagen führen wird“, ist sich Braun sicher. Das bestätigt auch der Kampagnenpartner ESWE Versorgung, der sich mit dem Verlauf und den Ergebnissen der Kampagne höchst zufrieden zeigt und ebenfalls eine stark angestiegene Nachfrage nach Solarstrom-Produkten verzeichnet.

„Um die Nachfrage nach Solarstromanlagen weiter anzuheizen, werden wir auch im kommenden Jahr ein neues Förderprogramm auflegen. Denn die Nutzung der Sonne zur Stromgewinnung ist ein wichtiger Baustein für die Erreichung unserer städtischen Klimaschutzziele.“ – Andres Kowohl, Umweltdezernent

Interessierte Wiesbadener, die über den Bau einer Anlage nachdenken, können sich weiterhin zu einer ersten Information an die Klimaschutzagentur Wiesbaden wenden. Wie groß die Wiesbadener Potenziale sind, zeigt ein Blick in das städtische Solarkataster. Danach eignen sich rund 35.000 Gebäude in Wiesbaden für die Errichtung und den wirtschaftlichen Betrieb einer Solaranlage.

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