Nuancen und ein suboptimales letztes Viertel (14:25) verhinderten den ersten Saisonerfolg der Rhinos. Topscorer war mit 16 Punkten der Schweizer Maurice Amacher.

„Belohnt euch selbst“, brüllte Manager Mirko Korder im vierten Viertel ins weite Rund der Sporthalle Säbener Straße in München. Ein Wunsch und eine Aufforderung, die nach einem kämpferischen, emotionalen und nahezu konstant-konzentriertem Auftritt bei den Bajuwaren leider verhallte. Doch der Reihe nach. Die ersten Punkte der Partie gehörten den Wiesbadenern. André Hopp netzte zur 2:0-Führung ein, der ein kleiner 5:0-Run der Hausherren zum 2:5 aus Sicht der Hessen folgte. Auf beiden Seiten des Courts wurden teils einfache Würfe vergeben. Entscheidend absetzen konnte sich jedoch kein Team, so dass es mit einem 10:14 auf der Anzeigetafel in die erste Viertelpause ging.

„Einsatz, Fokussierung und Leidenschaft. Das Team hat sich gegenseitig angefeuert, die Bank hat gelebt und wir haben unsere Emotionen in erfolgreiche Aktionen auf dem Parkett umgemünzt.“ – Mirko Korder, Manager

Dem ersten Korb der Süddeutschen zum 10:16 durch Gabriel Robl, folgte ein erfolgreicher Freiwurf des Wiesbadeners Matthias Güntner, ehe die Leguane auf 20:13 davonzogen. Die Rhinos ließen sich jedoch nicht beeindrucken und zeigten in dieser Phase der Partie eine konzentrierte und emotionale Leistung. Punkt für Punkt kämpften sich die Rhinozerosse in einer rustikalen Partie (38 Fouls | 22 Wiesbaden, 16 München) an die Gastgeber heran, um kurz vor dem Halbzeitpfiff die Führung zu übernehmen (27:26).

„Wir sind mit kleinen Schwierigkeiten ins Match gestartet, haben im zweiten Viertel aber super zueinander gefunden. Die Schwachstellen des Gegners wurden attackiert, die wir attackieren wollten.“ – Sven Eckhardt

Nach der Halbzeitansprache netzt der nimmermüde Kapitän Maurice Amacher zwei Freiwürfe zum 29:26 ein, ehe ein 6:0-Lauf der Münchner die Führung wechseln ließ (29:32). Die Kurstädter zeigte sich jedoch abgeklärt und unbeeindruckt. Beim Stand von 35:35 nach knapp vier Minuten, waren es erneut die Hausherren, die kurz aufs Gaspedal traten und auf 35:40 davonzogen. Doch auch in dieser Phase agierten die Rhinos souverän. An sich selbst glaubend, kämpften sich die Hessen – trotz früher Mannschaftsfoul-Belastung und dem vierten Foul von Kapitän Amacher – zur Viertelpause auf 43:44 an den Gegner heran.

„Am Ende haben wir mit zwölf Punkten Differenz verloren, was den Spielverlauf nicht widerspiegelt und nach meinem Dafürhalten zu hoch ist. Kämpferisch kann ich der Mannschaft definitiv keinen Vorwurf machen.“ – Kapitän Maurice Amacher

Auch das letzte Viertel wurde von den Dickhäutern bis vier Minuten vor Schluss (54:58) mitbestimmt. Doch kleine Unkonzentriertheiten, das 5. Foul von Center André Hopp und vergebene Wurfchancen, ließen die Münchner in den letzten 240 Sekunden per 11:3-Lauf zum Endstand von 57:69 enteilen.

Statistik

RBB München – RRR Wiesbaden 69:57
Viertelergebnisse: 10:14 | 17:12 | 16:18 | 14:25
Scorer: Amacher (16), Malsy (12), Güntner (11/10 Rebounds), Hopp (8), Mohnen (6), Schorp (2), Spitz (2), Mayer

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