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Klavier spielen / Pexels /Andrea Piacquadio

Nie war die Zeit günstiger, ein neues Instrument zu lernen

Sie möchten Ihren Kindern die Möglichkeit bieten zu musizieren? Oder es selbst noch einmal wissen und ein Instrument erlernen? Ist diese Entscheidung gefallen, heißt es, die richtige Wahl zu treffen: Blockflöte, Querflöte, Klavier, Geige, Oboe und Co. Die Auswahl ist groß!

Volker Watschounek 3 Jahren vor 1

Ein Instrument lernen – warum, wann, wie? Musik macht Freude – und wenn man selbst musizieren kann, dann noch viel mehr! In digitalen Zeiten sind die Lehrer oft sofort greifbar.

Schon im Mutterleib verarbeiten wir Töne, wir reagieren als Säuglinge auf Melodien, wippen als Kleinkinder im Rhythmus von Liedern und Klängen. Und damit fängt es erst an: Musik bleibt ein Leben lang Teil des Alltags, wirkt auf unsere Stimmung, verändert unseren Herzschlag, die Atemfrequenz und den Blutdruck. Wir schütten Adrenalin aus bei aggressiver Musik und beruhigen uns bei monotonem Walgesang. Nicht ohne Grund beginnt musikalische Früherziehung bereits im Kindergarten, und immerhin rund zehn Prozent aller Schüler an deutschen Musikhochschulen melden sich noch im Erwachsenenalter zum Unterricht an. Dabei musizieren Alt und Jung auch gemeinsam – in integrativen Projekten und gemischten Chören und Orchestern.

Instrument lernen

Gitarre oder ein anderes Instrument lernen @ stock.adobe.com silverkblack #182872485

Leidenschaft wächst

Ob Sie künftig ebenfalls mit Gleichgesinnten oder doch lieber allein Ihrer neuen Leidenschaft nachgehen möchten, ob sich Ihre Tochter ein Blasinstrument wünscht oder Ihr Sohn vom Trommeln träumt: Ein Musikinstrument lässt sich in jedem Alter erlernen. Sie können sich für Unterrichtsstunden in einer Musikschule direkt in Wiesbaden anmelden oder in einer anderen hessischen oder bundesweite Stadt, sich einen Privatlehrer gönnen oder auf Video-Tutorials setzen: Lernangebote gibt es wahrlich genug. Doch zunächst ist eine andere Entscheidung zu treffen: die des geeigneten Instrumentes.

Kommunikation, Kooperation, Konzentration

Ihre Kinder liegen Ihnen in den Ohren, ihnen endlich ein Schlagzeugset zu kaufen, ein Akkordeon oder eine Trompete? Sie sind sich aber nicht sicher, welche Klängen künftig durch Ihren Nachwuchs an Ihre Ohren dringen sollten? Grundsätzlich gilt: Das Spielen eines Musikinstruments nimmt auf Kinder ausschließlich positiven Einfluss:

  • Schulung der Körperwahrnehmung und Geschicklichkeit
  • Verbesserung von Koordinationsfähigkeit und kognitiver Entwicklung
  • Erlernen sozialer Kompetenz und verschiedener emotionaler Ebenen
  • Schärfung von Gehör und Sprache
  • Stärkung des Selbstvertrauens
  • Förderung von Konzentration, Geduld und Durchhaltevermögen

Dabei sollte der Spaß am Musizieren nie verloren gehen – zwingen Sie Ihren Nachwuchs nicht zum Spielen und achten Sie darauf, ihn weder zu über- noch zu unterfordern. Ist die Feinmotorik noch nicht ausgeprägt, ist eine Trompete eine geeignete Alternative zur Violine, möchte sich das jüngste Geschwisterkind auch schon beteiligen, drücken sie ihm zunächst eine Triangel in die Hand.

Die richtige Tonlage treffen …

… müssen auch Sie nicht sofort, beginnen Sie in fortgeschrittenem Alter noch einmal mit dem Musikunterricht. Sie müssen auch nicht täglich die Tasten oder Saiten bedienen oder irgendjemandem etwas beweisen. Mögen einige Erwachsene auch besonders hohe Ansprüche an sich stellen, geht es den meisten unter anderem darum,

  • ihre Kreativität auszuleben,
  • in Erinnerungen zu schwelgen,
  • durch Gruppentreffen der Einsamkeit vorzubeugen
  • einfach mal abzuschalten.

Dabei sind die gesundheitlichen Nebeneffekte nicht zu unterschätzen: Durch die Konzentration auf das Musizieren können Gedächtnisleistungen verbessert und Demenzrisiken so vermindert werden.

Und Sie sind nie zu alt: Bei nachlassender Sehschärfe werden die Noten einfach vergrößert, Musikstücke an eine nachlassende feinmotorische Fähigkeit angepasst, bei schweren Instrumenten wie einem Akkordeon spezielle Stützen integriert. Und sollte die Lungenkraft nicht mehr für die Tuba reichen, greifen Sie zu Alternativen wie Flöte oder Mundharmonika.

In die Tasten hauen, bis die Puste ausgeht

Oder darf es doch ein Streichinstrument sein? Wer nicht nur zu Konzerten gehen oder Klängen im Radio lauschen, sondern selbst aktiv werden möchte, der hat die Qual der Wahl. Insgesamt soll es weltweit mehr als 1.200 Arten verschiedenster Musikinstrumente geben – worunter allerdings alles verstanden wird, das in erster Linie zum Erzeugen von Tönen produziert wird. Doch mag Ihre Auswahl auch ein wenig reduzierter sein, stehen Ihnen noch immer zahlreiche Optionen zu Verfügung – aus Holz, Blech oder Kunststoff, mit hohen oder tiefen Klängen, für Solo oder Orchester.

Gitarre lernen | stock adobe com | Eugenio_Marongui

Gitarre lernen | stock adobe com | Eugenio_Marongui

Selbstverständlich hängt es von Ihren individuellen Vorlieben ab, ob Sie sich für ein Streich- oder Blasinstrument entscheiden oder Ihren Kindern mit einem Schlagzeug oder Klavier eine Freude bereiten möchten. Doch sind Sie noch unentschlossen, helfen Ihnen vielleicht die folgenden Tipps. Denn nicht jedes Instrument eignet sich für Anfänger gleich gut.

  • Mundharmonika: Kein anderes Instrument soll weltweit so häufig verkauft werden wie Mundharmonikas. Dies kann einerseits am grundsätzlich günstigen Anschaffungspreis liegen. Aber auch daran, dass sich mit dem Solo-Instrument unterschiedlichste Tonlagen kreieren lassen, die allesamt einfach zu erlernen sind. Ebenso einfach können Sie das beliebte Musikinstrument dank seines Kleinformats selbst in Hosen- und Jackentasche überall mit hinnehmen. Der einzige Nachteil: Sie können nicht dazu singen …
  • Blockflöte: Gesamt Europa schwört auf das traditionelle Einsteigerinstrument. Die Töne sind in einfacher Abfolge angeordnet, selbst kleine Hände können schnelle Erfolge erzielen. In der Regel jedoch erfolgt nach einiger Zeit der Umstieg auf Alt- oder Querflöte, die etwas komplizierter zu erlernen sind.
  • Klarinette und Saxofon: Bei Jung und Alt beliebt, offerieren die Holzblasinstrumente ein breites musikalisches Spektrum und eignen sich daher für Klassikliebhaber, Jazzfans und Pop-Fetischisten gleichermaßen. Sicher in ihren Instrumentenkasten verpackt, lassen sie sich auch mit in den Urlaub oder zur Hausmusik bei Freunden nehmen.
  • Trompete: Auch Trompeten können vielseitig eingesetzt werden – sogar in Gottesdiensten oder dem jamaikanischen Musikgenre Ska erklingt das Instrument regelmäßig. Es dauert allerdings, bis die ersten Spielerfolge eintreten: Ohne die korrekte Atemtechnik für den Mundansatz und die benötigte Fingerfertigkeit für die Ventile werden selten die richtigen Töne getroffen.
  • Gitarre: Möchten Sie das Gitarrenspiel erlernen, haben Sie erneut die Auswahl – und zwar zwischen einer akustischen, einer elektronischen und einer Mischversion. Großer Beliebtheit erfreuen sich alle drei – abgesehen davon allerdings bringen sie jeweils individuelle Vor- und Nachteile mit sich. Die Akustikgitarre wird wiederum in Konzert- und Westerngitarre unterteilt. Beide sind problemlos zu transportieren – ideal für einen Liederabend am Lagerfeuer! Im Gegensatz zu Westerngitarren mit Stahlsaiten schneiden die weichen Nylonsaiten der Konzertgitarren nicht in die Fingerkuppen und verlaufen dank des breiten Gitarrenhalses mit genug Abstand zueinander, einfach gezupft werden zu können – ein ideales Instrument für Anfänger. Ebenso wie E-Gitarren. Diese benötigen zwar Strom, lassen sich dadurch jedoch in der Lautstärke regeln und dank des massiven Korpus einfach bespielen. Bei einer elektroakustischen Gitarre können Sie jedes Mal erneut entscheiden, ob Sie den in die Akustikgitarre eingebauten Tonabnehmer nutzen möchten oder nicht.
  • Schlagzeug: Auch hier stehen sich akustische und elektronische Varianten gegenüber. Wohnen Ihre Nachbarn in nächster Nähe, empfiehlt sich ein akustisches Schlagzeug nicht – doch abgesehen von seiner Lautstärke punktet es mit einem natürlicheren Spielgefühl als ein E-Modell. Dieses verbraucht zudem Strom, lässt sich dadurch aber auf den gewünschten Drumset-Sound einstellen.
  • Klavier: Sehr beliebt, doch kein Anfängerinstrument. Durch das beidhändige Spiel und die zeitgleiche Nutzung des Pedals schwierig zu erlernen, kostet es darüber hinaus einiges in der Anschaffung – und viel Platz. Dass es nicht transportabel ist, stört weniger: In der Regel nicht für Musikgruppen konzipiert, eignet es sich wunderbar, zu Hause einfach einmal abzuschalten. Singen können Sie auch zu Ihrem Spiel – und nutzen Sie das gute Stück gerade nicht für Musikstücke, dient es als attraktive Wohndekoration.
  • Keyboard: Mit einem Keyboard sind Sie sehr viel flexibler als mit einem Klavier, haben sich jedoch auch mit technischen Details auseinanderzusetzen. Doch durch die Auswahl der begleitenden Sounds können Sie neben Ihren spielerischen auch ihre Kompositionsfähigkeiten unter Beweis stellen – ein ideales Anfängerinstrument.
  • Geige: Klassikliebhaber lassen nichts auf sie kommen. Doch Geigen zählen zu den besonders schwer erlernbaren Instrumenten und sind darüber hinaus extrem empfindlich. Ihr Kind sollte bereits in die Schule gehen, bevor es mit dem Unterricht einer Geige beginnt.
  • Harfe: Hervorragend für Anfänger geeignet, denn die in der Regel schnellen Erfolgserlebnisse erhalten die Lust am Musizieren. Zudem sind Ihnen bewundernde Blicke sicher: Nicht viele greifen zu dem vielsaitigen Instrument, das hohe Räume erfordert und sensibel auf Feuchtigkeit und Hitze reagiert.

Am Ende zählt der Spaß

Haben Sie noch immer keine Entscheidung getroffen, nutzen Sie die Möglichkeit eines Musikinstrumentenverleihs oder sogenannter Kennlernkurse für Instrumente. Was es am Ende auch wird: Das Wichtigste ist, dass Sie und Ihre Kinder sich auf die Zeit zum Üben und Spielen freuen. Nur so können Sie von den vielfältigen positiven Effekten des Musizierens profitieren und werden mit Spaß dabeibleiben.

Foto oben: Klavier spielen ©2021 Pexels /Andrea Piacquadio

Weitere Ratgeber Themen lesen Sie hier.

Die offizielle Internetseite der Wiesbadener Musikschule finden Sie unter www.wmk-wiesbaden.de.

 

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Volker Watschounek lebt und arbeitet als freier Fotograf und Journalist in Wiesbaden. SEO und SEO-gerechtes Schreiben gehören zu seinem Portfolio. Mit Search Engine Marketing kennt er sich aus. Und mit Tinte ist er vertraut, wie mit Bits und Bytes. Als Redakteur und Fotograf bedient er Online-Medien, Zeitungen, Magazine und Fachmagazine. Auch immer mehr Firmen wissen sein Know-how zu schätzen.